Flüchtlingslager IdomeniFoto: über dts Nachrichtenagentur

Ungarn lehnt Verteilungsquote für Flüchtlinge weiter ab

Epoch Times3. September 2016 Aktualisiert: 3. September 2016 7:34
"Diese Menschen wollen nicht in Ungarn leben." Die Quotenregelung würde darüber hinaus noch mehr Flüchtlinge nach Europa locken, sagte Außenminister Szijjarto.

Ein Jahr nach der Grenzöffnung hat Ungarns Außenminister Peter Szijjarto klargestellt, dass sein Land nicht in die Verteilung von Flüchtlingen nach der ausgehandelten Brüsseler Quote einwilligen werde. „Wir sind grundsätzlich gegen das Quoten-System“, sagte Szijjarto im Interview der „Welt“.

Auf dieses System hatte sich ein Großteil der EU-Innenminister im Herbst 2015 gegen den Willen mehrerer Mitgliedsländer – darunter Ungarn – geeinigt.

„Wenn Hunderte oder Tausende von Migranten nach Ungarn geschickt würden, würden sich viele von ihnen am nächsten Tag auf den Weg nach Deutschland, Schweden oder Österreich machen“, sagte Szijjarto. „Diese Menschen wollen nicht in Ungarn leben.“ Die Quotenregelung würde darüber hinaus noch mehr Flüchtlinge nach Europa locken, sagte Szijjarto.

„Verteilungsquote – nicht mit uns“

„Wenn wir einmal diesem Verteilungsschlüssel zustimmen, wird er zur Regel werden. Brüssel wird irgendwann sagen, durch die Umstände seien noch weitere Migranten aufzunehmen. Nicht mit uns!“

In Fragen des Grenzschutzes misstraut Budapest der Athener Regierung nach wie vor. „Die Erfahrung zeigt, dass wir uns in Sachen Grenzsicherung nicht auf Griechenland verlassen können“, sagte der Außenminister. Er schlug vor, Griechenland notfalls aus dem Schengen-Raum auszuschließen.

Wenn es nicht gelinge, mit Athen gemeinsam den Schengen-Raum zu verteidigen, dann „müssen wir eben einen Grenzzaun bauen. Und zwar im Norden an der Grenze zu Griechenland, nicht im Süden an der Grenze zur Türkei.“

(dts Nachrichtenagentur)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion