Unglücksflug MH17: „Geheimdienste hätten vor Bedrohungslage warnen müssen“

Von 28. August 2014 Aktualisiert: 28. August 2014 12:48

Mit Blick auf den Absturz des Malaysia Airlines Fluges MH17 erhebt der Vorstand der Pilotengewerkschaft Cockpit, Jörg Handwerg, Vorwürfe gegenüber den Sicherheitsdiensten. Es habe im Vorfeld Hinweise auf Flugabwehrraketen in den Händen der prorussischen Rebellen gegeben. „Auf jeden Fall hätten bei den Geheimdiensten die Alarmglocken klingeln müssen. Die hätten aus meiner Sicht auch den Fluglinien Bescheid geben müssen, welche neue Bedrohungslage dort vermutet wird“, sagte Handwerg gegenüber dem Monatsmagazin COMPACT (Ausgabe 9/2014; EVT 28.8.2014).

Zugleich verwies der Berufspilot darauf, dass bei der Wahl von Flugrouten über Krisengebieten auch ökonomische Aspekte einen Ausschlag geben können. „Man darf nicht ganz die Augen davor verschließen, dass natürlich ein gewisser Konkurrenzdruck herrscht, der Ergebnisse der reinen Sicherheitsbetrachtung auch verfälschen kann. Wenn bei einigen Airlines die Streckenführung kürzer ist, dann entsteht auch ein Druck auf andere Airlines, ebenfalls diese Strecke zu nutzen, weil sie sonst einen wirtschaftlichen Nachteil haben und eventuell nicht mehr konkurrenzfähig sind“, so Handwerg in COMPACT. (so)

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