UNHCR: Weltweite Flüchtlingszahlen 2018 auf 68,8 Millionen gestiegen

Epoch Times6. Januar 2019 Aktualisiert: 6. Januar 2019 15:11
Von Ende Dezember 2017 bis Mitte 2018 nahm die Zahl der Flüchtlinge, Binnenvertriebenen und Asylsuchenden um 300.000 auf insgesamt 68,8 Millionen zu.

Die weltweite Zahl der Flüchtlinge ist nach UN-Angaben im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Von Ende Dezember 2017 bis Mitte 2018 nahm die Zahl der Flüchtlinge, Binnenvertriebenen und Asylsuchenden um 300.000 auf insgesamt 68,8 Millionen zu, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Sonntag mitteilte.

Die weltweite Zahl der Migranten in der Kategorie Flüchtlinge stieg den Angaben zufolge um 554.000 auf 20,5 Millionen.

Hinzu kämen 5,4 Millionen Palästinenser unter UN-Mandat. Die Zahl der Binnenvertriebenen sei leicht von 40 auf 39,7 Millionen gesunken. Darüber hinaus hätten 3,2 Millionen Menschen Asyl beantragt, warteten aber noch auf die Entscheidung.

UNHCR: Jeder dritte Flüchtling auf der Erde sei Syrer

In Deutschland macht sich der weltweite Trend jedoch nicht bemerkbar. Vielmehr sank die Zahl der Asylanträge nach UNHCR-Angaben um 20 Prozent. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 seien 81.800 Anträge auf Asyl verzeichnet worden.

Im Jahr 2017 waren es demnach im gleichen Zeitraum 101.000, im Jahr 2016 387.700. Die meisten Flüchtlinge fanden dem UNHCR zufolge in Entwicklungsländern wie Bangladesch, Uganda und Pakistan Zuflucht.

Syrien sei nach wie vor das Land, aus dem die meisten Flüchtlinge stammen. Jeder dritte Flüchtling auf der Erde sei Syrer. Die Zahl der Vertriebenen habe auch im vergangenen Jahr die der Rückkehrer überstiegen, so dass die Zahl der syrischen Flüchtlinge um gut 180.000 auf 6,5 Millionen gewachsen sei.

3,6 Millionen von ihnen lebten in der Türkei. UNHCR-Experten gehen nicht davon aus, dass die Zahl der syrischen Flüchtlinge in Deutschland in nächster Zeit deutlich steigen werde.

Die Zahl der Flüchtlinge aus Afghanistan stieg den Angaben zufolge um ein Prozent auf 2,7 Millionen, gut die Hälfte von ihnen fand demnach in Pakistan Zuflucht. Aus dem Südsudan seien 2,5 Millionen Menschen geflohen, 1,1 Millionen von ihnen seien jetzt in Uganda. (afp)

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