UN-Flüchtlingslager im Irak, Foto von 2014.Foto: KARIM SAHIB/AFP/Getty Images

UNO will jährlich Millionen Flüchtlinge umsiedeln

Epoch Times10. Mai 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 1:40
Die Vereinten Nationen schmieden einen großen Umverteilungs-Plan, wonach sie jährlich zehn Prozent aller Flüchtlinge weltweit umsiedeln wollen. Damit sollen besonders stark belasteten Ländern geholfen werden. Nach welchem Prinzip diese Umverteilung auf andere Länder funktionieren soll, wurde nicht erläutert.

Die Umverteilung von Migranten ist genau das, was in der EU gerade nicht klappt. Trotzdem wollen die Vereinten Nationen weltweit mindestens zehn Prozent aller Flüchtlinge pro Jahr auf andere Länder umverteilen. Damit will man den besonders belasteten Ländern helfen, berichten die Deutschen Wirtschaftsnachrichten.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erläuterte am Montag in New York seinen „Globalen Pakt zur Teilung der Verantwortung“, der speziell reichere Länder in die Pflicht nehmen will.

Die Zahl der jährlichen Flüchtlingspopulation wird auf 19,6 Millionen beziffert. Nach Bans Plan müsste also für knapp zwei Millionen Menschen jährlich eine neue Heimat gefunden werden. „Mit einer ausgewogenen Verantwortungsaufteilung würde es keine Probleme für die Gastländer geben“, so der UN-Chef. Er sagt: „Wir können es uns leisten zu helfen, wir wissen was zu tun ist, aber zu oft stehen Gleichgültigkeit und Fremdenfeindlichkeit im Weg.“

Aktuell gelten 60 Millionen Menschen weltweit als Flüchtlinge.

Länder sollen Zusagen machen

Am 19. September soll ein Gipfel stattfinden, auf dem der große Umverteilungsplan angenommen werden soll. Ihm soll eine Konferenz folgen, bei der Länder Zusagen machen sollen, wie viele Flüchtlinge sie aufzunehmen bereit sind. Geleitet wird dieses Meeting von US-Präsident Barack Obama.

Amnesty International begrüßte den UN-Vorschlag. „Er könnte die Wende bringen“, so Sherif Elsayed-Ali, Vizedirektor der Menschenrechtsorganisation. Wenn vorher feststehe, wie die Flüchtlinge verteilt werden, könnte es die Krise entschärfen, „bevor sie akut wird“, sagte er laut DWN.

Derzeit halten sich in acht Ländern über die Hälfte aller weltweiten Flüchtlinge auf: In der Türkei, Pakistan, Libanon, Iran, Äthiopien, Jordanien, Kenia und Uganda.

(rf)



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