Notlandung in Moskau vermutlich durch Blitzschlag – Flammeninferno durch volle Tanks

Epoch Times5. Mai 2019 Aktualisiert: 6. Mai 2019 13:17
Bei einem missglückten Notlandungsversuch hatte ein russisches Flugzeug Feuer gefangen. Der zweite Versuch gelang, doch gab es Todesopfer und mehrere Verletzte. Über die näheren Umstände ist noch nichts bekannt.

+++ Newsticker +++

Montag, 6.5.  12:53

Schweres Flugzeugunglück nach Blitzeinschlag in Moskau: Eine russische Passagiermaschine ist auf dem Flughafen Scheremetjewo notgelandet und in Flammen aufgegangen. Mindestens 41 Menschen kamen bei dem Unfall am Sonntagabend ums Leben, darunter mindestens zwei Kinder, wie die Ermittler mitteilten.

Von den 78 Insassen der Aeroflot-Maschine hätten 37 das Unglück überlebt. Offenbar waren die vollen Tanks Ursache für den bei der Notlandung einsetzenden Großbrand.

Neun Insassen der Maschine vom Typ Suchoi Superjet-100 wurden nach Angaben der Moskauer Regionalregierung im Krankenhaus behandelt, darunter drei Schwerverletzte. Unter den Todesopfern war nach Angaben der Nachrichtenagentur Tass ein US-Bürger.

Pilot vermutet Blitzeinschlag

Die genaue Unglücksursache war zunächst unbekannt. Der Pilot der Maschine sprach jedoch in Interviews von einer Notlandung nach einem Blitzeinschlag. Demnach spielten sich an Bord dramatische Szenen ab: „Wegen eines Blitzschlags haben wir den Funkkontakt verloren“, sagte Denis Ewdokimow der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“.

„Wir konnten die Verbindung via Notfrequenz wieder aufbauen, sie war aber kurz und funktionierte nur mit Störungen.“ Nach wenigen Worten sei der Kontakt wieder abgebrochen.

Die Bordcomputer seien ausgefallen, sagte Ewdokimow. Die Maschine habe „direkt“ gesteuert werden müssen. Die Ursache für das Flammeninferno nach der Notlandung seien „sicher“ die „vollen Tanks“ gewesen.

Videoaufnahmen von dem Unglück verbreiteten sich in den Onlinediensten. Ein Video zeigt, wie das in Russland hergestellte Flugzeug auf dem Rollfeld aufschlägt und danach in Flammen aufgeht. Insassen retteten sich über Notrutschen aus der brennenden Maschine, aus der dichte Rauchwolken aufstiegen.

Ein überlebender Passagier, Dmitri Chlebuschkin, sagte der Agentur RIA Nowosti, er habe ein „weißes Licht“ gesehen. „Die Landung war hart“, er habe „vor Angst fast das Bewusstsein verloren“. Ein anderer Insasse sagte der „Komsomolskaja Prawda“, die Maschine sei wie ein „Grashüpfer“ über die Landebahn gesprungen.

Maschine wie ein Grashüpfer auf der Landebahn

Wie der Flughafen Scheremetjewo mitteilte, waren 73 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder an Bord der Aeroflot-Maschine. Sie hatte den Airport um kurz nach 18.00 Uhr (Ortszeit, 17.00 Uhr MESZ) zunächst wie geplant in Richtung Murmansk verlassen.

Nach dem Start habe die Besatzung ein Problem festgestellt und sich entschlossen, zum Flughafen zurückzukehren. Nach der Notlandung gegen 18.30 Uhr sei das Feuer ausgebrochen.

Feuer beim Landen entzündet

Die Nachrichtenagentur Interfax berichtete, der erste Versuch einer Notlandung sei misslungen. Beim zweiten Mal habe dann erst das Fahrwerk und dann ein Teil des Flugzeugs den Boden berührt. Dabei habe es Feuer gefangen.

Die Behörden ermittelten zunächst in verschiedene Richtungen zur Unfallursache. Es sei noch zu früh, um Schlüsse zu ziehen, hieß es. Ministerpräsident Dmitri Medwedew ließ eine Sonderkommission zur Untersuchung des Vorfalls einrichten.

Präsident Wladimir Putin sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Die Untersuchungen sollten „so sorgfältig wie möglich“ erfolgen, hieß es in einer Erklärung des Kreml. Die Region Murmansk, aus der mutmaßlich viele der Opfer stammten, ordnete drei Trauertage an.

Scheremetjewo ist der Moskauer Flughafen mit dem höchsten Passagieraufkommen. Am Montag wurde der normale Flugbetrieb wieder aufgenommen.

Montag, 6. 5.   06:30 Uhr:

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Bei der Notlandung einer russischen Passagiermaschine auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo sind 41 Menschen ums Leben gekommen, darunter mindestens zwei Kinder. Von den 78 Insassen der Aeroflot-Maschine hätten 37 das Unglück überlebt, teilte das Ermittlungskomitee am Sonntag mit. Elf Insassen der Maschine vom Typ Suchoi Superjet-100 wurden nach Angaben der Moskauer Regionalregierung verletzt. Die Gründe für das Unglück blieben zunächst offen. Präsident Wladimir Putin kündigte eine genaue Untersuchung an.

Videos des Unglücks verbreiteten sich in den Onlinediensten rasend schnell. Ein Video zeigt, wie das in Russland hergestellte Flugzeug auf dem Rollfeld aufschlägt und danach in Flammen aufgeht. Insassen retteten sich über Notrutschen aus der brennenden Maschine, aus der dichte Rauchwolken aufstiegen.

Wie der Flughafen Scheremetjewo mitteilte, waren 73 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder an Bord der Aeroflot-Maschine gewesen. Sie hatte den Airport um kurz nach 18.00 Uhr (Ortszeit, 17.00 Uhr MESZ) wie geplant in Richtung Murmansk verlassen. Nach dem Start habe die Besatzung ein Problem festgestellt und sich entschlossen, zum Flughafen zurückzukehren. Nach der Notlandung gegen 18.30 Uhr sei das Feuer ausgebrochen.

Wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf eine nicht näher benannte Quelle berichtete, misslang der erste Versuch einer Notlandung. Beim zweiten Mal habe dann erst das Fahrwerk und dann die Spitze des Flugzeugs den Boden berührt. Dabei habe es Feuer gefangen. Scheremetjewo ist der Moskauer Flughafen mit dem höchsten Passagieraufkommen.

Die Behörden gehen derzeit der Ursache für das Unglück nach. Sie ermittelten zunächst in verschiedene Richtung. Es sei noch zu früh, um Schlüsse zu ziehen, hieß es. Ministerpräsident Dmitri Medwedew verfügte die Einrichtung einer Sonderkommission zur Untersuchung des Vorfalls.

Präsident Putin sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Die Untersuchungen sollten „so sorgfältig wie möglich“ durchgeführt werden, hieß es in einer Erklärung des Kreml. Die Region Murmansk, aus der mutmaßlich viele der Opfer stammten, ordnete drei Trauertage an.

20:12  Mehr Todesopfer als zunächst gemeldet

Bei der Notlandung eines Flugzeuges am Flughafen Moskau-Scheremetjewo sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass am Sonntag. Außerdem wurden mindestens sechs weitere Menschen verletzt.

19:45 Meldung über Notlandung in Moskau – Mindestens  ein Toter

Bei der Notlandung eines Passagierflugzeugs am Moskauer Flughafen Scheremetjewo hat es am Sonntag mindestens ein Todesopfer und mehrere Verletzte gegeben. Das berichteten russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf russische Ermittler. Demnach kam ein Mensch ums Leben, vier weitere wurden verletzt. Wie viele Menschen an Bord waren und wie das Feuer ausbrach, war zunächst unklar.

Bilder des russischen Fernsehens zeigten, wie eine dichte Rauchwolke über der Aeroflot-Maschine aufstieg. Auf anderen Aufnahmen war zu sehen, wie Passagiere das brennende Flugzeug verließen. Krankenwagen wurden zu der Stelle geschickt, an der es auf der Landebahn stand.

Die Nachrichtenagentur Interfax berichtete, die in Russland hergestellte Maschine vom Typ Superjet-100 sei gerade erst in Scheremetjewo zu einem Inlandsflug abgehoben, als die Besatzung ein Notsignal gesendet habe. Der erste Versuch einer Notlandung sei misslungen, sagte eine nicht näher benannte Quelle der Nachrichtenagentur. Beim zweiten Mal habe dann erst das Fahrwerk und dann die Spitze des Flugzeugs den Boden berührt. Dabei habe es Feuer gefangen.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA Nowosti war das Flugzeug auf dem Weg nach Murmansk im Nordwesten des Landes. Möglicherweise habe es an Bord ein Problem mit der Elektrik gegeben. Scheremetjewo ist der Moskauer Flughafen mit dem höchsten Passagieraufkommen. (afp/dpa/dts)