Update: Polizei ermittelt nach Vulkanausbruch – Vier Deutsche waren auch auf der Insel

Epoch Times10. Dezember 2019 Aktualisiert: 10. Dezember 2019 10:01
In Neuseeland wird nach weiteren Todesopfern des Vulkanausbruchs gesucht. Dann erschüttert auch noch ein Erdbeben die Ostküste. Premierministerin Ardern will klären lassen, warum die Touren nach White Island nicht gestoppt wurden.

Beim Ausbruch des Vulkans auf White Island waren auch vier Deutsche auf der neuseeländischen Insel oder in unmittelbarer Nähe. Das teilte die neuseeländische Polizei in Wellington mit.

Nach Informationen des neuseeländischen Online-Portals Stuff wird ein deutsches Ehepaar aus Baden-Württemberg noch vermisst. Dafür gab es von Seiten der Behörden jedoch keine Bestätigung. Bei der Eruption kamen mindestens fünf Menschen ums Leben. Acht werden derzeit noch vermisst.

Polizei ermittelt nach Vulkanausbruch

Nach dem Vulkanausbruch in Neuseeland mit mindestens fünf Todesopfern hat die Polizei am Dienstag Ermittlungen zum Hergang der Katastrophe eingeleitet.

Dabei geht es auch um die Frage, ob Todesfälle und Verletzungen hätten vermieden werden können. Mindestens acht Menschen werden auf der Vulkaninsel White Island noch vermisst.

Der Polizei zufolge gibt es praktisch keine Hoffnung mehr, dass sie noch am Leben sind. 31 Menschen liegen mit teils schweren Verbrennungen in Krankenhäusern. Mehrere schweben in Lebensgefahr.

Unter den Todesopfern sind nach Medienberichten auch zwei ausgebildete Führer, die die Gruppe am Montag auf die Insel begleiteten. Der Vulkan von White Island – etwa 50 Kilometer von der Küste entfernt im Pazifik – ist Neuseelands aktivster Vulkan.

Trotz verstärkter Aktivität war er auch in den vergangenen Wochen immer wieder Ziel von Ausflugsbooten. Pro Jahr wird die Insel von etwa 10 000 Menschen besucht.

Zu Kritik an den Rettungsarbeiten sagte ein Polizeisprecher: „Wir glauben absolut, dass jeder, der am Montag von der Insel gebracht werden konnte, auch gerettet wurde.“

Mehrere der Verletzten werden in Kliniken behandelt, die speziell für Brandopfer eingerichtet sind. Ein Sprecher des neuseeländischen Gesundheitsministeriums sagte, möglicherweise würde nicht alle überleben. Mehr als 20 Verletzte seien in kritischem Zustand. (dpa)

 

Einen Tag nach dem Ausbruch des Vulkans von White Island ist die Ostküste Neuseelands von einem Erdbeben der Stärke 5,3 erschüttert worden. Sein Epizentrum lag nach Angaben des nationalen Geologischen Gefahrenüberwachungssystems Geonet nahe der Stadt Gisborne auf der Nordinsel.

Das Beben konnte den Angaben zufolge auch im 180 Kilometer südlich gelegenen Whakatane gespürt werden. Diese Stadt ist nur 50 Kilometer von der Vulkaninsel White Island entfernt, wo gestern bei einem plötzlichen Ausbruch mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen waren.

Noch acht Vermisste nach Vulkanausbruch

Es gebe keine Hinweise darauf, dass sie den Vulkanausbruch überlebt hätten, sagte Ardern. Viele der Opfer stammen offenbar aus Australien.

Nach Angaben der Polizei waren 47 Menschen auf der Insel White Island, als der Vulkan ausbrach. „31 Menschen befinden sich derzeit im Krankenhaus, weitere acht werden noch vermisst, und drei wurden aus dem Krankenhaus entlassen“, sagte der Polizeivertreter Bruce Bird. Laut Ardern erlitten einige der Verletzen schwere Verbrennungen.

„Wir teilen den unfassbaren Schmerz all jener, die Familienangehörige und Freunde vermissen“, sagte Ardern. Am Tag nach dem Unglück liege der Fokus bei den Einsatzkräften auf der Erholung von den schwierigen Einsatzarbeiten am Vortag und darauf, eine sichere Fortsetzung des Einsatzes sicherzustellen.

Kein Rettungseinsatz möglich

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Es sei derzeit noch zu gefährlich, um ein Einsatzteam auf die Insel zu schicken, sagte Bird. Während eines 45-minütigen Aufklärungsflugs eines Polizeihubschraubers habe es jedoch keine Lebenszeichen von der Insel gegeben. Der Rettungseinsatz sei vorübergehend eingestellt worden. „Wir gehen erst auf die Insel, wenn es für unsere Einsatzkräfte sicher ist“, betonte Bird.

Der auch unter dem Namen Whaakari bekannte White Island Vulkan war am Montagnachmittag (Ortszeit) ausgebrochen. Auf Live-Bildern von dem Vulkan war zuvor zu sehen gewesen, dass sich eine Gruppe von Besuchern nur wenige Sekunden vor dem Ausbruch am Boden des Kraters aufgehalten hatte.

Mehr als ein halbes Dutzend Menschen lief innerhalb des Kraterrandes, als der Vulkan plötzlich ausbrach. Dann wurde das Bild dunkel.

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, man müsse davon ausgehen, dass auch Deutsche unter den Verletzten seien. Den Angaben zufolge gab es nach derzeitigen Erkenntnissen keine deutschen Todesopfer. Die deutsche Botschaft in Wellington bemühe sich „unter Hochdruck“ um Aufklärung, hieß es.

Viele Australier unter den Opfern

Bei vielen der Opfer handelte es sich offenbar um Australier. Nach Angaben des australischen Premierministers Scott Morrison waren 24 australische Kreuzfahrttouristen auf der Insel White Island, als sich der Ausbruch ereignete. „Wir müssen uns auf schwierige Nachrichten in den kommenden Tagen einstellen“, sagte Morrison.

Insgesamt waren mehr als 30 Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffs „Ovation of the Seas“, das vergangene Woche von Sydney aus in Richtung Neuseeland gestartet war.

White Island liegt rund 50 Kilometer vor der Nordküste Neuseelands in der malerischen Bay of Plenty. Jedes Jahr besuchen etwa 10.000 Menschen den Vulkan.

Er ist der aktivste Vulkan Neuseelands. Den letzten Ausbruch gab es 2016. Die Nationale Katastrophenschutzbehörde stufte den Vulkanausbruch am Montag als von mittlerer Stärke ein.

Im Süden Neuseelands saßen am Montag unterdessen fast tausend Touristen nach heftigen Unwettern fest. Auf der Südinsel löste starker Regen nach Behördenangaben Überschwemmungen, Erdrutsche und Straßensperrungen aus. In der Region um den bei Touristen beliebten Franz-Josef-Gletscher wurden mehrere Straßen durch Erdrutsche verschüttet.

Das Auswärtige Amt aktualisierte seine Reisehinweise für Neuseeland. Reisende sollten sowohl White Island als auch die Region des Fox Glaciers und des Franz Josef Glaciers auf der neuseeländischen Südinsel meiden und sich bei lokalen Behörden und Medien zu informieren, hieß es. (afp)

 

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