US-Asienexperte: Muslime vor Terror schützen heißt radikal-islamischen Terror bekämpfen

Von 22. März 2019 Aktualisiert: 22. März 2019 16:51
Während Islamverbände in Deutschland und der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdoğan nach dem Terrorakt vor einer Woche im neuseeländischen Christchurch vor „Islamophobie“ warnen, geht die größte Gefahr für Muslime weiter von radikalen Islamisten aus.

In einem Kommentar für das US-Onlineportal „PJ Media“ gibt David P. Goldman seiner Abscheu über den Terroranschlag eines bekennenden Rassisten und Ökofaschisten Ausdruck, der in der Vorwoche 50 Menschen im neuseeländischen Christchurch ermordete.

Der Massenmord an Muslimen, so der US-Publizist, der jahrelang unter dem Pseudonym „Spengler“ für die „Asia Times“ schrieb, sei ein verachtenswerter Terrorakt gewesen. Terroristen, die Muslime ins Visier nehmen, müssten in der gleichen Weise verfolgt werden wie islamistische Terroristen, die gegen Nichtmuslime vorgingen.

Terroristen zu verfolgen, die Muslime töten und verletzen, würde, so Goldman in den meisten Fällen jedoch bedeuten, gegen radikal-islamische Terroristen vorzugehen. Denn die übergroße Mehrheit an Muslimen, die Terrorakten zum Opfer fallen, wurden von radikalen Glaubensbrüdern getötet.

Sunnitisch-schiitische Auseinandersetzungen im Vordergrund

„Voice of America“ führt Zahlen aus dem letzten 15 Jahren auf:

Die mit Abstand meisten Opfer terroristischer Anschläge in den letzten 15 Jahren waren Muslime, die von Muslimen getötet wurden… Von 167 221 Todesfällen infolge von Terrorismus in der Zeit zwischen 2001 und 2015, ereigneten sich fast alle – nämlich 163 532 oder 98 Prozent – außerhalb der Vereinigten Staaten und Westeuropas. Dies verraten die Zahlen der von der US-Regierung finanzierten Terrorismus-Datenbank der Universität Maryland.“

Der Bericht stammt aus dem Jahr 2016, die Zahlenverhältnisse haben sich unterdessen nicht wesentlich verändert. Zwar spielen auch religiös aufgeladene, bürgerkriegsähnliche Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen wie in der Zentralafrikanischen Republik oder zwischen Buddhisten und Muslimen wie in Myanmar bei den Opferzahlen eine Rolle.

Der Großteil der Todesfälle unter Muslimen infolge von Terrorismus oder auch Bürgerkriegen geht jedoch auf innerreligiöse Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten zurück.

Goldman nennt auch den Syrienkonflikt als wichtigen Treiber von Gewalt unter Muslimen, eine ähnliche Situation stellt sich auch im Jemen dar. Goldman weist insbesondere auf die Unterstützung des Assad-Regimes in Syrien durch den Iran hin, den die USA als den weltgrößten Sponsor von Terror bezeichnen.

Syrien: Iran versucht verwaiste Sunnitendörfer mit Schiiten zu besiedeln

Die Führung in Damaskus habe seit Beginn des Bürgerkrieges 2011 mehrfach Giftgas gegen Zivilisten eingesetzt, insgesamt liege die Zahl getöteter Zivilisten mittlerweile bei einer halben Million und die der Vertriebenen bei zehn Millionen.

Der Iran, so Goldman, versuche die Fluchtbewegungen in Syrien zu nutzen, um in Gebieten, aus denen Sunniten geflohen wären, Schiiten anzusiedeln, vor allem Angehörige von Teheran geführter Milizen.

Diese Zahlen stellten ein Vielfaches dar im Vergleich zum israelisch-palästinensischen Konflikt, der bislang 7000 Araber das Leben kostete, von denen sich der überwältigende Teil aus bewaffneten Kämpfern zusammensetzte.

Dennoch widmen politische Führer der islamischen Welt diesem Konflikt ungleich mehr Aufmerksamkeit verglichen zu den innerislamischen. Goldmans Fazit lautet, insbesondere vor dem Hintergrund der Ereignisse von Christchurch:

„Rücken wir die Dinge in die richtige Perspektive: Das absichtliche Töten von Zivilisten ist ein abscheuliches Verbrechen und wer immer dafür verantwortlich ist, gegen den muss mit eiserner Faust vorgegangen werden. Aber das mit Abstand Beste, was die Welt tun kann, um das Leben muslimischer Zivilisten zu schützen, ist Terroristen auszuradieren, die andere Muslime töten – angefangen beim Terrorstaat Iran.“

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