US-finanzierte „moderate“ Terroristen im Kampf gegen ISIS versagt: Russland feiert erste Erfolge

Epoch Times26. September 2015 Aktualisiert: 26. September 2015 11:11
Die Rekrutierung und Ausbildung von "moderaten" Rebellen im Kampf gegen den "Islamischen Staat" ist gescheitert. Die USA haben auf ganzer Linie versagt.

Der russische Einsatz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien zeigt erste Wirkungen. Wie syrische Militärs berichten, werden die von Russland gelieferten Kampfflugzeuge zur Bekämpfung der Dschihadisten bereits eingesetzt.

Moskau lieferte "mindestens fünf Kampfjets", sowie Aufklärungsflugzeuge, "die es uns erlauben, Ziele mit einer großen Genauigkeit zu identifizieren", sagte ein hochrangiger syrischer Militärangehöriger im Interview mit der Agentur AFP, der anonym bleiben wollte. 

Auch Hubschrauber und Präzisionsraketen wurden von Russland an Syrien geliefert, gab Hassan Nasrallah, der Chef der libanesischen Schiiten-Miliz, die auf der Seite des syrischen Führers Baschar al-Assad gegen die Terror-Gruppen kämpft, laut Deutschen Wirtschafts Nachrichten (DWN), bekannt. 

Die syrischen Infanterieeinheiten werden nun mit russischen Satellitenbildern versorgt, wodurch eine gezielte Bekämpfung der Terrorgruppen möglich wird, berichten syrische Offiziere der britischen Zeitung Guardian. "Die russischen Waffen zeigen ihre ersten Effekte".

Die Kampfjets aus Russland sind seit vergangener Woche im Einsatz. Die Syrer flogen bereits Angriffe auf die Stadt al-Rakka, die Hochburg der IS-Kämpfer. Anfang dieser Woche flog das syrische Militär weitere Luftanschläge auf die Oasenstadt Palmyra. Dabei wurden nach Angaben der oppositionellen syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte 38 radikal-islamistische Kämpfer getötet.

"Die Anzahl der Lufteinsätze steigt und die Schläge sind präzise", so Rami Abdul Rahman, Direktor der Beobachtungsstelle. 

Die USA versagt im Kampf gegen den IS  

Während Russlands Engagement anscheinend erste positive Wirkungen zeigt, müssen die USA herbe Niederlagen einstecken. Die US-Strategie im Kampf gegen die Dschihadisten ist gescheitert, deshalb muss Russland eingreifen. Auf US-geführte Luftangriffe und die Kampfausbildung sogenannter "moderater" Terroristen zu setzen, sei ein Fehler gewesen, sagte der Chef der libanesischen Schiiten-Miliz, dem Fernsehsender der Hisbollah, laut "DWN". 

Die USA versuchte mithilfe von 500 Millionen US-Dollar Bodentruppen in der Türkei auszubilden. Dieses Projekt entwickelte sich zum Fiasko. Der Plan war es 3000 Kämpfer aus dem sogenannten moderaten Spektrum zu rekrutieren, die gegen den IS kämpfen sollten. Dieses Vorhaben ist offiziell gescheitert. 

Es gibt nicht viele "moderate" Rebellen die gegen die Dschihadisten-Gruppe antreten wollen. Im Gegenteil, sie Kämpfen lieber an der Seite verschiedener islamistischer Terrormilizen. Das Ziel ist es die syrische Regierung zu stürzen. 

Das Pentagon schickte zwar rund 50 Männer der "Division 30" in den Krieg gegen den IS, aber sie wurden bereits nach dem Überqueren der türkisch-syrischen Grenze von der sich zu al-Qaida bekennenden al-Nusra-Front attackiert. Rund zwei Dutzend Mitglieder der Division wurden getötet oder verwundet, mehrere gefangen genommen.

Eine weitere Truppe wurde nach Syrien entsendet, ausgestattet mit modernen US-Waffen und Geländefahrzeugen. Die Waffen vielen erneut den al-Nusra-Terroristen in die Hände.  

"Ein herber Schlag für Amerika… die neue Gruppe der Division 30, die gestern die Grenzen passierte, hat all ihre Waffen der al-Nusra übergeben, nachdem ihr freies Geleit zugesichert wurde", zitiert die britische Zeitung Telegraph aus einem al-Nusra-Tweet. 

Daraufhin musste das US-Militär bekannt geben, dass es in Syrien nur noch "vier oder fünf" Männer gebe, die bereit seien gegen den IS zu kämpfen. 

Um noch irgendeinen Erfolg im Kampf gegen den IS erzielen zu können, schlug der ehemalige CIA-Chef und Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte im Irak und in Afghanistan David Petraeus bereits vor, mit der al-Qaida liierten Terrormiliz al-Nusra-Front zusammenzuarbeiten.

Will Amerika ausgerechnet im Kampf gegen den Terror einen Schulterschuss mit der Terrorgruppe al-Qaida wagen? Kritiker sehen in dieser Strategie vielmehr das Ziel den syrischen Führer Baschar al-Assad zu stürzen, als den "Islamischen Staat" zu bekämpfen. Durch das Eingreifen Russlands wird ein solches Vorhaben nun erschwert. (so) 

Quellen: 

http://www.hintergrund.de

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

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