Verschwörung total: Warum die USA eine „Alien-Invasion“ vortäuschen könnten

Von 9. August 2014 Aktualisiert: 17. Juli 2017 20:05

Die Idee ist uralt und schon Ronald Reagan liebte sie: Ein Angriff durch Außerirdische könne die Menschheit vereinen und  Weltfrieden herbeiführen!

Vielleicht brauchen wir eine außerirdische, weltweite Bedrohung“, sagte er 1988 mit einem Märchenonkel-Lächeln vor der UN – und noch heute kann man diesen denkwürdigen Moment auf Youtube bestaunen.

(Den extraterrestrischen Feind erwähnte Reagan in acht seiner Reden als US-Präsident!)

Noch konkreter und dreister formulierte es 2011 der New York Times-Kolumnist Paul Krugman, Professor der Volkswirtschaftslehre an der Princeton University. Er schlug auf CNN vor, dass Wissenschaftler eine kommende „Alien Invasion“ ausrufen könnten, deren Abwehr bestimmte Ausgaben nötig machen würde – natürlich nur zum Schein.

Nach ein paar Monaten könne man dann sagen, „Hups, wir haben uns geirrt, es kommen doch keine Aliens“, aber da sei der gewünschte Effekt, die Wirtschaft aus der Rezession zu boxen, schon erreicht.

Bizarr, aber möglich

In den USA spukt dieses Szenario seit längerem durch die Köpfe. Internetnutzer nennen es „Fake Alien Invasion“ und warnen ernsthaft davor. Solch ein vorgetäuschter UFO-Angriff aus politischen Gründen könne bösere Folgen als 9/11 haben. Doch unter welchen Umständen wäre solch ein Coup denk- und durchführbar?

Lassen wir mal das aktuelle, fraglos tragische Gezerre, um die Ukraine beiseite und stellen uns den Fall der ultimativen Krise vor: Zum Beispiel einen Kollaps des Dollars und der chinesischen Volkswirtschaft, gepaart mit ein paar weiteren Kleinigkeiten dieser Größenordnung. Dann könnte den Eliten der Erde auch das letzte Mittel recht sein, um ihre Macht zu erhalten – ein fiktiver Angreifer aus dem Weltall käme da sehr gelegen. Die technischen, medialen und psychologischen Voraussetzungen, für eine „Fake Invasion“, bestehen bereits; fehlt nur noch der passende Moment – die politische oder wirtschaftliche Notwendigkeit.

Keinesfalls beruhigend wirkt in diesem Zusammenhang ein Artikel, der diese Woche in einer russischen (!) Zeitung erschien.

Russland schürt Angst vor Außerirdischen

Die seriöse Wochenzeitung WPK veröffentlichte eine Experten-Analyse über die „Gefahren für den Staat“. Und da waren sie wieder, unsere Feinde aus dem Weltall.

Professor Juri Podgornych, Mitglied der Akademie für Militärwissenschaften, und Dozent Wassili Dolgow nannten Aliens zwar nur unter Punkt 18 einer Reihe von politischen, ökonomischen und terroristischen Bedrohungen. Doch wurde das Thema von ihnen bemerkenswert ausführlich behandelt. Die beiden kamen zur Konklusio:

Die Welt steht an einem Punkt, wo die ufologische Sicherheit an Bedeutung gewinnt, neben weiteren Faktoren auf nationaler wie auf internationaler Ebene. Es wäre ja sinnlos, Terrorismus und Kriminalität zu bekämpfen, (…) und weitere Probleme zu lösen, (…), falls die Erdbevölkerung durch außerirdische Einwirkung zum Untergang verurteilt würde.“

Der Focus war schnell dabei, das russische Alien-Gutachten ins Lächerliche zu ziehen.

Der Artikel war jedoch ernst gemeint – so detailliert war die Beschreibung. Womit wir auch schon bei der wichtigsten Voraussetzung für einen gespielten Alien-Angriff sind: Für viele Menschen sind Außerirdische bereits ein Teil der Realität und ihre Existenz unbestritten. In Russland gibt es jede Menge unerklärbarer Löcher im Wald, vor ein paar Monaten wurde in Sibirien ein mysteriöser Riesenkrater entdeckt. Dass es im Alien-Gutachten hieß, UFOs bewegten sich auch unterirdisch und im Wasser, passt da perfekt ins Bild. Die Russen haben allen Grund zu glauben, dass SIE bereits unter uns sind, denn seit der Perestroika sind sie mindestens so UFO-süchtig, wie die Amerikaner.

Bill Clinton träumt vom Weltfrieden dank Alien-Angriff

Neulich in der Talkshow von Jimmy Kimmel: Bill Clinton und der Moderator liefern sich einen inszenierten Dialog, der schnurstracks zum Punkt kommt: Ob er seine Position als Präsident genutzt habe, um rauszufinden, was es mit Aliens auf sich hat? „Klar“, meint Clinton. Es gebe aber keine. Andernfalls hätte er uns aufgeklärt … Jubel im Publikum.

Und dann träumte Clinton – wie einst Reagan – vom Weltfrieden dank Alien-Angriff. Allerdings klang es etwas hölzern und auswendig gelernt:

Es könnte der einzige Weg sein, diese unsere zunehmend geteilte Welt zu vereinen … Denken Sie mal drüber nach, wie klein all die Unstimmigkeiten zwischen den Menschen der Welt aussähen, wenn wir uns von einem Angreifer aus dem Weltall bedroht fühlten.“

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Und in Anspielung auf Roland Emmerichs Endzeit-Blockbuster fügt er hinzu: „Das ist die ganze Theorie hinter ‚Independence Day‘, alle rücken zusammen und machen sich´s schön.“

Er hoffe ja, dass es nicht wie bei ‚Independence Day‘ laufen werde, falls wir „Besuch bekommen“, so Clinton.

Womit wir auch schon beim 2. Punkt sind, der eine Fake-Invasion möglich macht: Hollywood hat uns zigmal gezeigt, was dann zu tun ist. Das Drehbuch haben wir alle tief im Kopf verankert: Angst kriegen und auf den US-Präsidenten hören. Der kann es richten.

Es müsste größer als 9/11 sein …

Der erste mediale Testlauf für eine Alien-Invasion wurde übrigens 1938 von der Rockefeller Foundation gesponsort: Das Hörspiel „War of the Worlds“ von Orson Welles schmuggelte sich als Live-Reportage ins Programm und spielte 6 Millionen Zuhörern einen Angriff der Marsianer vor. Rund eine Million Menschen glaubten, was sie da hörten und Tausende gerieten in Panik. Später erschien eine wissenschaftliche Studie über die Wirkung der Sendung.

Heutzutage stünden für eine „Fake Alien Invasion“ noch ganz andere Mittel zur Verfügung. Die Rolle der UFOs könnten Drohnen spielen und gruselige Waffentechnologie haben wir genug. Auch die mediale Aufbereitung wäre kein Problem: Europas Medien plappern derzeit unhinterfragt nach, was aus den USA kommt – und in anderen bevölkerungsreichen Staaten (Russland, China) herrscht sowieso Medienzensur.

Richtig glaubwürdig wäre der Angriff aus dem All jedoch nur durch Opfer und Zerstörungen. Das ganze müsste auf der Katastrophen-Skala noch oberhalb des 11. Septembers angesiedelt sein. Eine unangenehme Aussicht.

Um sein Regime zu retten, würde auch China mitmachen

Interessanterweise war es ein Marxist, der die politische Vision vom Alien-Angriff zum ersten Mal formulierte ( John Dewey, in einer Rede von 1917). Die Menschen würden aus Angst und zur Sicherung ihrer Existenz kooperieren, so seine These – eine zutiefst kommunistische Idee.

Und hier liegt der Grund, warum auch Chinas Regime Interesse an einer solchen Operation haben könnte – trotz öffentlich gepflegter Erzfeindschaft zu den USA. Im Verbreiten von Angst, Kontrolle und Propaganda ist Chinas Kommunistische Partei Vollprofi. Und um ihre Macht zu erhalten, scheut sie weder dreiste Lügen noch den Mord am eigenen Volk. Die inszenierten Terror-Anschläge vom Frühling 2014 sind dafür aktuelles Beispiel. In akute Not bringen Chinas KP derzeit die wirtschaftlich missliche Lage und die wachsende Informiertheit des chinesischen Normalbürgers, der immer weniger Lust hat, die Willkür der herrschenden Elite und die gigantischen Menschenrechtsverbrechen des Regimes zu dulden.

Alien-Invasion wäre praktischer als 3. Weltkrieg

Dass Chinas Regime einen Dritten Weltkrieg begrüßen würde, sickerte bereits durch. Noch praktischer aber wäre die Alien-Invasion – sie brächte weniger Zerstörung und die gleiche moralische Wirkung: Kollektive Angst und daraus resultierenden Gehorsam. Und seien wir ehrlich: Sowohl China als auch Obama brauchen ihre Wirtschaftspartner noch …

Eine Live-Schalte, mit der er sämtliche redaktionellen Hürden umgehen und sofort auf allen Mattscheiben der USA erscheinen kann, hat Obama übrigens schon in Arbeit. Falls er also demnächst den „Krieg der Sterne“ verkündet:

Möge die Macht mit uns allen sein und niemand darauf reinfallen!