Volle Regale im Supermarkt – aber verhungert und vergiftet

Von 3. November 2018 Aktualisiert: 5. November 2018 7:03
Das ist Lesefutter für das Wochenende, es erreichte uns von unserem Gastautor Karl J. Lindgreen, einem Deutschen, aus Schweden. Und wenn man das verdaut hat, wird sich viel Klarheit ausbreiten, was zu tun ist, damit wir zu unserem gesunden Leben zurückkehren können. Viel Erfolg!

Stellen sie sich vor, dass sie im Supermarkt sind und einkaufen. Der Einkaufswagen ist voll und sie bringen alles nach Hause. Dort essen sie sich satt, aber sie haben bald wieder Hunger und ein unwohles Gefühl stellt sich ein. Das geht einige Wochen so und der Hunger wird größer, sie nehmen ab und fühlen sich immer kränker.

Viele ihrer Nachbarn erkranken so stark, dass sie sterben. Ein Science-Fiction Film?! Könnte man meinen, aber es kann bald Wirklichkeit werden. Warum? Machen wir eine Reise durch den Körper und betrachten daraufhin unsere Lebensmittel.

Das menschliche Genom

Ende der 80er Jahre hatte man die DNA etwas verstanden und einige Gene daraus identifiziert. Man wurde neugierig und wollte wissen, wie viele Gene das menschliche Genom hatte. Ziel war es, alle Gene der menschlichen DNA zu identifizieren. Etwa tausend Wissenschaftler aus vierzig Ländern gingen an die Arbeit. Es dauerte etwa dreizehn Jahre und kostete über eine Milliarde Dollar. Dann hatte man eine riesige digitale Datenmenge zur menschlichen DNA. Aber wirklich schlauer als zuvor war man nicht. Warum?

Als dieses Projekt begann, erwartete man aufgrund der Komplexität des menschlichen Körpers, weit über hunderttausend verschiedene menschliche Gene. Aber man wurde mit der ernüchternden Tatsache konfrontiert, dass sich die Zahl der Gene in menschlichen Chromosomen gerade einmal auf gut 20 000 belief und das, obwohl etwa 20% davon per Computer errechnet wurden!

Das sind nur wenige mehr als beim Genom einer Maus. Wie konnte dies sein? Ist der Mensch so einfach wie eine Maus? Wie konnte ein so hoch entwickeltes Lebewesen mit solch komplexen Abläufen nur so wenige Gene besitzen?

Die Antwort lautet: Die Komplexität des menschlichen Körpers entsteht durch die Gene der in uns lebenden Bakterien. Sie enthalten die vermisste größere Anzahl. Das sind etwa hundertmal so viele, wie die auf unseren menschlichen Chromosomen. Wir sind also ein Team. Die Bakterien sind es, die die Organe, Verdauung und Verhalten steuern und vieles mehr. Sie sind an allen wichtigen Körperfunktionen beteiligt. Aber noch längst hat man nicht alle ihre Wirkungen erkannt.

Wir Menschen sind nicht in erster Linie, wie wir dachten, Zelle mit Zellkern, von denen das Leben ausgeht, wir sind ein lebendiges Miteinander von Mikroben und Körperzellen, und ohne diese Bakterien ist der Mensch: tot!

Was bedeutet dies? Es stellt unser bisher gültiges Menschenbild völlig auf den Kopf. Wir sind keine eigenständigen Wesen, die weitgehend unabhängig von der Umwelt leben. Wir sind in Wirklichkeit der lebendige Teil eines großen Ganzen, mit der gesamten Natur und mit der mikrobiellen Welt innig verwoben. Man nennt dies Mikrobiom.

Jedoch bekämpft man seit etwa 120 Jahren diese Bakterien und nannte und nennt es noch heute Immunsystem. Damit hat es jedenfalls nur sehr wenig zu tun. Die Folgen sind klar:

Unsere Nahrung: Voller Kampfstoffe

Unsere Nahrung wird immer mehr mit „Kampfstoffen“ gegen Bakterien, also gegen uns selbst angereichert. Man nennt es Hygiene. Auch wenn man es schon seit über 15 Jahren besser wissen kann, bewegt sich hier in der industriellen Nahrung nichts!

Die Liste ist sehr lang und kann hier nur einiges Weniges aufzeigen. Auf jeder Verpackung industrieller Nahrung finden wir diese Dinge. Angefangen hat es mit den Konserven, als man feststellte, dass man mit Abkochen Bakterien töten und das Lebensmittel sterilisieren kann. Es ging weiter:

  • Pasteurisieren und Homogenisieren von Milch und Milchprodukten. Rohmilchprodukte wurden verbannt, weil sie angeblich gefährlich sind. Die Massentierhaltung wurde gefördert und die Tiere verstümmelt: Kühen wurden die Hörner abgeschnitten (Verletzungsgefahr). Jedoch könnte heute jede laktoseintolerante Person natürlich belassene Milch von gesunden Kühen (Hörner dran!) trinken und es gibt kein Problem. Auch die enorme Steigerung der Milchproduktion durch „Kraftfutter“ und Chemie, lässt die Produkte krank werden.
  • Pestizide aus der Nahrung der Tiere oder direkt auf dem Gemüse, Emulgatoren, Farbstoffe, Rieselhilfen und vieles mehr werden den Lebensmitteln zugesetzt.
  • Konservierungsstoffe aller Art sollen Lebensmittel haltbarer machen, damit sie besser vermarktet werden können.
  • Trennmittel oder auch Säureregulatoren stören uns später im Magen und Darm.
  • Glutamat als Geschmacks-Verstärker kann zu vielen Störungen im Körper führen.
  • Antibiotika aus der Massentierhaltung (trotz Verbot ist der Verbrauch gestiegen) schadet uns ebenso. Dazu noch die Verabreichung durch die Medizin, als wären es Lutschbonbons, werden zu einer großen Gefahr für unser Mikrobiom werden.
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All diese Stoffe haben nicht im Mund einen Wirkungsstopp, sondern sind im Urin und Stuhl nachweisbar. Somit schädigen sie unsere Bakterien im Magen-Darm genauso wie sie es in den Lebensmitteln zur Konservierung und zu anderen Zwecken tun. Wundert es da noch, wenn es immer mehr Darmerkrankungen gibt? Immer mehr Allergien und andere Krankheiten? Der Körper wird durch die Schädigung des Mikrobioms aus dem Gleichgewicht gebracht. So wie wir es von einem Eingriff in die Natur auch kennen.

Der falsche Schuldige

So werden heute die Schuldigen in den Lebensmitteln selbst, also bei der Lactose oder den Gluten gesucht. Statt bei sich selbst zu suchen, wo man geschädigt wurde und weshalb die Krankheit ausbricht. Typisch Mensch kann man sagen, aber man könnte es ja besser wissen! Sicherlich hat z.B. Gluten auch einen Beitrag dazu getan, denn auch hier haben wir mit Überzüchtung eingegriffen.

Denn in den letzten ca. 40 Jahren ist der Anteil der Gluten im Weizen auf das 10-fache gestiegen. Das verkraften viele Menschen nicht mehr. Denn durch die anderen Zusatzstoffe wurde das Mikrobiom auch schon angegriffen.

Das sind dann irgendwann einmal zu viele Fronten und zu starke Angriffe auf das Mikrobiom. Jedoch kann man mit den falschen Schuldigen wieder ein neues Geschäfts Feld eröffnen und so teurere Produkte verkaufen. Es zahlt ja der Endverbraucher.

Es schmeckt gut!

Bei nur sehr wenigen Menschen ist es wichtig, welche Qualität gegessen wird. Die allermeisten fragen nur: Schmeckt es gut? Oder sagen als Empfehlung: Es schmeckt doch gut! Das ist dann ausreichend für die Bewertung eines Lebensmittels. Die Industrie weiß das und präpariert dann noch die Lebensmitten mit künstlich erzeugten Geschmacks Verstärkern und Aromen. Dass diese wiederum uns schaden können, liegt nun auf der Hand.

Wie unwichtig wirklich gute Lebensmittel für die meisten Menschen sind, zeigt eine Umfrage (www.dgq.de/aktuelles/news/hauptsache-billig) der Deutschen Gesellschaft für Qualität vom Oktober 2014. Nur 33% entscheiden nach Qualität und die anderen 72% nur nach dem Preis. Wenn also billiges Essen so stark verlangt wird, wird es auch produziert.

Im Kölner Stadtanzeiger vom 27./28. Februar 2016, S.13 kann man lesen, dass in Deutschland nur 10% des Einkommens für Essen ausgegeben wird. In armen Ländern sollen es bis zu 80% sein. Aber für die Krankenkasse ist der gesetzliche Beitrag bei 14,6%. Damit kann man sicherlich nicht mehr die Schäden der Fehl-Ernährung reparieren.

Gute Ernährung ?

Was ist dann gute Ernährung? Aus dem Obigen kann man sicherlich schlussfolgern, dass die Nahrung so naturnah wie möglich sein sollte. Dass wir viel verkraften, hat die Vergangenheit sicherlich gezeigt. Aber auch, dass es im Schnitt schon längst überstrapaziert ist. Die Krankheitskosten steigen immer mehr. Und immer mehr stellt sich nun das (neue) Krankheitsbild Bakterienarmut heraus.

Die Nährstoffe in Obst und Gemüse sind in den letzten 50 Jahren bis auf 10% gesunken. Also müsste man zehnmal so viel Obst und Gemüse essen, um die Nährstoffe wieder zu bekommen. Dass dies aber andere Risiken birgt, ist sicher.

Man sollte sich nicht von Trends wie vegan oder nur Rohkost oder ähnlichem verleiten lassen. Denn lange bevor der Ackerbau (Monokultur, die das Mikrobiom des Bodens zerstört) und die Viehzucht (Massentierhaltung mit viel Chemie) begannen, überlebte der Mensch unter wesentlich härteren Bedingungen als Jäger und Sammler. Er hatte absolut natürliche Produkte. Und heute noch gibt es neben Völkern, die fast nur vegetarisch leben, auch Völker, die fast ausschließlich von Fleisch leben. Beide sehr gesund. Alle diese gesunden Völker haben ein gesundes Mikrobiom. Und wie jeder Mensch ein sehr individuelles. Die Mischkost ist also die bessere Wahl, weil es schon schwierig ist, gute Nahrung in allen Bereichen zu finden. Die Umweltverschmutzung tut ihren Teil dazu.

Es kommt also darauf an, wo die Früchte und Gemüse gewachsen sind. Auf welchem Boden. Und genauso kommt es darauf an, wo das Fleisch der Tiere gewachsen ist, das man isst: Woher kommt ihre Nahrung und wie war ihre Lebensweise?

Des Weiteren kann man auf alte Techniken des Konservierens zurückgreifen: Trocknen und fermentieren. Letzteres erhöht den biologischen Wert der Nahrung erheblich. Denn mit der Fermentierung werden die Bakterien sehr stark vermehrt. Und unser Mikrobiom (Immunsystem) gestärkt und ins Gleichgewicht der Natur gebracht. Es gibt viel zu tun und so kann Nahrung Freude machen, statt krank und gar langsam aber sicher uns zu töten.

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