Frau bei Grenzkontrolle vollverschleiert: Belgien lässt Dänin im Nikab nicht einreisen

Epoch Times17. September 2017 Aktualisiert: 17. September 2017 19:00
In Belgien wurde einer vollverschleierten Frau die Einreise verwehrt. Sie weigerte sich, den Schleier bei der Grenzkontrolle zu lüften. „Menschen, die sich weigern, sich zu identifizieren, können wir unmöglich Zugang zu Schengen gewähren“, schrieb der belgische Migrationsminister Theo Francken auf Facebook.

Belgien hat einer Frau mit dänischem Pass bei einem Zwischenstopp in Brüssel die Einreise verwehrt. Sie wollte ihre Vollverschleierung nicht für die Grenzkontrolle lüften. Dies bestätigte die belgische Bundespolizei.

Die Frau im Nikab – der nur einen Sehschlitz freilässt – wurde zurück nach Tunesien geschickt, wo sie ihre Reise angetreten hatte. Die Muslimin wollte eigentlich nach Kopenhagen weiterfliegen. Da Brüssel der erste Stopp im europäischen Schengenraum war, sollte sie dort kontrolliert werden.

„Menschen, die sich weigern, sich zu identifizieren, können wir unmöglich Zugang zu Schengen gewähren“, schrieb der belgische Migrationsminister Theo Francken auf Facebook. Angekommen war die Frau demnach am Mittwoch aus Tunis, am Freitag wurde sie laut Francken dorthin zurückgeschickt.

Auch in seperatem Raum ließ sie dies durch Polizistinnen nicht zu

Der Fall sei sehr ungewöhnlich, sagte der Sprecher der Bundespolizei, Guy Theyskens, der deutschen Presseagentur. Verschleierte Frauen, die sich nicht in der Öffentlichkeit von Männern kontrollieren lassen wollten, ließen dies meist in abgetrennten Räumen durch Polizistinnen zu. In diesem Fall habe sich die Reisende aber nicht überzeugen lassen.

Die Entscheidung zur Rückreise nach Tunis habe die belgische Einwanderungsbehörde getroffen. Die Frau sei zeitweise an einem Ort außerhalb des Flughafens untergebracht gewesen. Das sei rechtlich gesehen keine Einreise nach Belgien, sagte der Sprecher.

In Belgien gilt seit 2011 ein Verbot der Vollverschleierung mit Burka oder Nikab. Das habe in diesem Fall aber keine Rolle gespielt, sagte Theyskens. (dpa/so)

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