Vorbereitung auf den Nachwuchs – Was Eltern vor der Geburt erledigen sollten

Epoch Times6. October 2016 Aktualisiert: 6. Oktober 2016 16:25
Kaum halten werdende Eltern den positiven Schwangerschaftstest in den Händen, beginnt die Vorbereitung auf das Leben als Familie.

Weniger als neun Monate bleiben übrig, um die eigenen Lebensumstände ganz an die Bedürfnisse des neuen Erdenbürgers anzupassen. Viele Schwangere warten mit den Vorbereitungen, bis sie die zwölfte Schwangerschaftswoche und somit die wohl kritischste Zeit vor der Geburt überstanden haben. Dann jedoch heißt es, gut informiert zu sein und alle wichtigen Aufgaben anzupacken.

Die passende Grundausstattung besorgen

Selbstverständlich braucht auch ein neugeborenes Baby so einige Dinge, um sich wohlzufühlen. Die Grundausstattung umfasst daher nicht nur Bekleidung, sondern auch Möbel und Zubehör rund um die Babypflege, den Transport und das Zusammenleben. Werdende Eltern, die sich rechtzeitig um die Erstausstattung kümmern möchten und damit noch vor der Bestimmung des Geschlechts starten, sollten zu möglichst neutralen Farben greifen. Grün, Gelb, Braun und Orange zählen zu den Farbtönen, die sowohl Mädchen als auch Jungen gut stehen. Ist den werdenden Eltern jedoch eine geschlechtstypische Erstausstattung wichtig, so sollten sie sich in Geduld üben.

In der Regel steht das Geschlecht des Babys erst um die zwanzigste Schwangerschaftswoche fest. Der behandelnde Gynäkologe versucht zu dieser Zeit per Ultraschall herauszufinden, ob ein Mädchen oder ein Junge das Leben der Eltern schon bald bereichern werden. Rosafarbene Strampler und hellblaue Mützchen sollten jedoch erst dann im Einkaufswagen landen, wenn auch der Arzt keinen Zweifel mehr am Geschlecht des Babys hat.

Die wichtigsten Bestandteile der Grundausstattung für ein Baby sind:

der Kinderwagen,

eine Babyschale für das Auto,

ein Babybett oder Beistellbettchen für das Elternbett,

Bekleidung von den Söckchen bis zum Mützchen,

ein Schlafsack,

eine Babybadewanne oder ein Badeeimer,

eine Wickelunterlage

und Pflegeutensilien wie Windeln, Feuchttücher und Wundsalbe.

Ob zusätzlich ein Tragetuch, eine Babyschaukel oder auch Fläschchen und Zubehör vor der Geburt bereit liegen sollen, bestimmen Eltern ganz individuell. Insbesondere Fläschchen sind jedoch auch Müttern zu empfehlen, die unbedingt stillen wollen. Da dies nicht jeder Frau gelingt, sollte für den Umstieg auf Fläschchennahrung alles bereit stehen. Zudem spielt auch die Jahreszeit bei der Geburt eine Rolle, wenn es um die passende Erstausstattung geht. Eine Erstausstattung für den Winter kommt ohne wärmende Decken und dick gefütterte Strampler nicht aus, während im Sommer auf allzu warme Babykleidung getrost verzichtet werden kann.

Die Wohnung babysicher machen

Auch wenn das Neugeborene in den ersten Wochen wenig mobil ist und die meiste Zeit im Tragetuch oder in der Wiege verbringt, entwickelt es sich im Laufe der kommenden Wochen und Monate rasant. Da Schlafmangel und Stress rund um die Babypflege Eltern jedoch wenig Zeit für sich und andere Dinge lassen, können auch wichtige Sicherheitsvorkehrungen in der eigenen Wohnung schon vor der Geburt umgesetzt werden. Mit Hilfsmitteln wie Steckdosensicherungen, Schubladenverschlüssen und Treppengittern bereiten sich werdende Eltern gut auf die Zeit vor, in der ihr Baby die Welt krabbelnd oder gehend erkunden wird, und müssen diese Aufgabe nicht dann erledigen, wenn der Alltagsstress zuschlägt.

Zusätzliche Maßnahmen und Hilfsmittel, die wirklich erst dann benötigt werden, wenn das Kind sehr mobil ist, können werdende Eltern während der Schwangerschaft hinten anstellen. Hier genügt es vollkommen, sich über die wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen zu informieren und dann rechtzeitig zu handeln. Baby-Walz hat in einem Artikel einige Punkte zusammengefasst, die Eltern rund um die Sicherheit ihrer Kinder beachten müssen. Dazu gehören unter anderem ein Herd mit Schutzgitter, abgesicherte Balkone und ein kindersicheres Treppengeländer.

Elterngeld und Kindergeld vorbereiten

Steht die Erstausstattung bereit und haben Mama und Papa die eigenen vier Wände kindersicher gestaltet, steht noch die Beschäftigung mit wichtigen Unterlagen und Anträgen aus. Wird die Mutter nach der Geburt eine Weile in Elternzeit gehen, so muss sie ihr Vorhaben rechtzeitig ankündigen. Die Beantragung der Elternzeit beim eigenen Arbeitgeber muss spätestens sieben Wochen vor dem offiziellen Start erfolgen. Eltern können sich hier entscheiden, ob nur die Mutter in Elternzeit gehen möchte, oder ob der Vater einen Teil der Zeit für sich nutzen will. Insgesamt zur Verfügung stehen Eltern ganze drei Jahre, in denen sie sich im Rahmen der Elternzeit aus dem Berufsleben verabschieden können.

Um die Familie auch dann gut ernähren zu können, wenn ein Elternteil nicht mehr arbeitet, sollten werdende Eltern sich rechtzeitig um die Beantragung des Elterngeldes kümmern. In Deutschland ist es zumeist die Frau, die Elterngeld bezieht. Laut einer Statistik aus 2014 gab es zu diesem Zeitpunkt 688.494 beziehende Frauen in Deutschland, während die Anzahl der Männer mit 244.459 deutlich darunter lag. Auch wenn der Antrag nicht vor der Geburt erfolgen darf, sollten sich werdende Eltern vorab alle wichtigen Unterlagen und Formulare nach Hause holen und klären, wer Elterngeld beziehen soll. Dann können sie in aller Ruhe die relevanten Informationen eintragen und müssen sich nach der Geburt nur noch um das Einreichen des Antrages kümmern. Die Höhe des Elterngeldes errechnet sich hierbei anhand der bisherigen Einkünfte des Elternteils, der es beantragt. „Wer die Erwerbstätigkeit für die Kinderbetreuung unterbricht, erhält bis zu 67 Prozent des in den zwölf Kalendermonaten vor der Geburt des Kindes durchschnittlich erzielten monatlichen Einkommens. Der Höchstsatz liegt bei 1800 Euro monatlich.“ (Quelle: http://www.sueddeutsche.de/karriere/babypause-vom-beruf-so-beantragt-man-elternzeit-und-elterngeld-1.1345238) Zudem kann der Bezugszeitraum für das Elterngeld von zwölf auf 24 Monate verlängert werden, wobei die monatlichen Zahlungen sich hierdurch halbieren.

Auch den Kindergeldantrag können werdende Eltern schon vor der Geburt ausfüllen und sogar einreichen. Dies hat den Vorteil, dass die Bearbeitungszeit schon in den Zeitraum vor der Geburt fällt und die erste Überweisung zügiger erfolgt. Ein bereits eingereichter Antrag wird von der zuständigen Behörde hinreichend geprüft und anschließend so lange „eingefroren“, bis die Eltern die gültige Geburtsurkunde des Babys nachreichen. Dann gibt es laut familien-wegweiser.de für das erste und zweite Kind jeweils 190 Euro, für das dritte Kind 196 Euro und ab dem vierten Kind erhalten Eltern 221 Euro monatlich. (mz)

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