WHO-Bericht erschüttert Monsanto: Das Aus für Monsanto-Waren in Schweizer Geschäften

Epoch Times25. Mai 2015 Aktualisiert: 25. Mai 2015 0:17

Seit dem der WHO-Bericht über die krebserregende Wirkung von Monsantos Pestizid Roudup, mit dem Wirkstoff Glyphosat, veröffentlicht wurde, schlagen Umweltorganisationen und Aktivisten Alarm.   

Am Samstag versammelten sich Tausende Menschen weltweit um gegen den US Biotech-Riesen zu demonstrieren. Die Menschen fordern das Ende von Roundup und gentechnisch veränderten Lebensmitteln. (siehe HIER

Die WHO-Studie veranlasste die Schweizer Handelsketten Migros und Coop nun dazu Glyphosat aus ihren Geschäften zu verbannen. Auch in Bayern stand ein Verbot der Chemikalie zur Debatte, wurde aber schließlich vom Landtag abgelehnt. 

Coop teilte am Donnerstag mit, dass glyphosathaltige Herbizide "vorsorglich" nicht mehr verkauft werden: "Auch wenn das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) Glyphosat weiterhin als gesundheitlich unbedenklich für die Bevölkerung beurteilt, hat sich die Detailhändlerin entschieden, per Montag, 18. Mai keine glyphosathaltigen Produkte mehr in den Coop Supermärkten und Coop Bau+Hobby Baumärkten zu verkaufen," lautet das Statement des Schweizer Unternehmens, berichten "Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten" (DWN). 

Weiters heißt es: "Und dies, obwohl die Detailhändlerin auch bisher keine Konzentrate, sondern nur sehr stark verdünnte, gebrauchsfertige Produkte im Sortiment führte. Diese sind bis zu 48 Mal niedriger dosiert als die in der Landwirtschaft gebräuchlichen Produkte."

Migros wird bereits in der kommenden Woche die glyphosathaltigen Produkte aus ihren Länden nehmen und gänzlich darauf verzichten, teilte ein Sprecher des Unternehmens dem Schweizer Radio und Fernsehen mit.

Auch in Deutschland gibt es Unternehmen die sich dazu entschieden haben Glyphosat aus ihren Regalen zu entfernen. Das Großunternehmen REWE ist eines davon: "Die zur REWE Group gehörenden 350 toom Baumärkte werden bis spätestens 30. September 2015 keine Glyphosat-haltigen Produkte mehr führen", so der Konzern, berichtet DWN.  

Trotz zunehmenden Widerstand der Bevölkerung will sich Monsanto in Europa weiter auszubreiten. Aktuell versucht das Biotech-Unternehmen den Schweizer Chemiekonzern Syngenta zu übernehmen. (so)  

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