„Wiedereröffnung der Kommunikation“: Mattis erwägt Treffen mit russischem Verteidigungsminister

Epoch Times28. Juli 2018 Aktualisiert: 28. Juli 2018 6:19
Nach dem ersten bilateralen Gipfel von US-Präsident Trump und dem russischen Staatschef Putin zieht US-Verteidigungsminister Mattis ein Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Schoigu in Betracht. Es gebe aber noch "keine Entscheidung". 

Nach dem ersten bilateralen Gipfel von US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin zieht US-Verteidigungsminister Jim Mattis ein Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Schoigu in Betracht.

In der Sache sei aber noch „keine Entscheidung“ gefallen, sagte Mattis am Freitag in Washington. Er sei für die „Wiedereröffnung der Kommunikation“ zwischen den beiden Ländern.

„Es ist überaus wichtig, dass wir mit denjenigen Ländern sprechen, mit denen wir die größten Differenzen haben“, sagte Mattis. Bei Trumps Treffen mit Putin sei jedoch „kein Politikwechsel“ beschlossen worden.

Am Dienstag hatte Mattis gesagt, es werde keine Zusammenarbeit mit dem russischen Militär im Kriegsland Syrien geben – zumindest nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Die Entscheidung liege bei Präsident Trump und US-Außenminister Mike Pompeo. Damit reagierte Mattis auf russische Angaben, Putin habe mit Trump eine Zusammenarbeit in Syrien vereinbart, um die Rückkehr syrischer Flüchtlinge zu ermöglichen.

Russland unterstützt Syriens Staatschef Baschar al-Assad militärisch, die USA stehen auf der Seite Regierungsgegner. Um ungewollte Zusammenstöße zwischen dem russischen und dem US-Militär in Syrien zu verhindern, wurde eine spezielle Telefonverbindung zwischen beiden Seiten eingerichtet.

Nach Angaben des Pentagon fand der letzte Kontakt zwischen einem US- und einem russischen Verteidigungsminister im September 2015 statt. Damals telefonierte Mattis‘ Amtsvorgänger Ash Carter mit Schoigu. Das letzte persönliche Treffen geht auf Oktober 2013 zurück, als Schoigu und der damalige Pentagon-Chef Chuck Hagel einander begegneten. Einige Monate später kam es zum Sturz des ukrainischen Präsidenten mit Hilfe des Westens und Russland gliederte die Krim in die Föderation ein.

Trump und Putin hatten am Montag vergangener Woche in Helsinki ihren ersten bilateralen Gipfel abgehalten. Trump-Gegner kritisierten das Treffen.

Am Freitag hieß es aber von Trump und Putin, sie wollten ihre bilateralen Gespräche bei Besuchen in Washington und Moskau fortsetzen. Termine wurden noch nicht genannt. (afp)

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