„Wir werden euch abschlachten“: IS-Anhänger in Al-Hol zeigen keinerlei Einsicht

Von 20. November 2019 Aktualisiert: 20. November 2019 11:45
Ein Reporterteam von n-tv besuchte das Lager Al-Hol im Machtbereich der Kurdenmiliz YPG, in dem etwa 71 000 gefangene Angehörige des "Islamischen Staates" interniert sind. Diejenigen, die reden, zeigen, dass sie der IS-Ideologie immer noch anhängen.

In der Vorwoche meldete der „Münchner Merkur“, dass vier Kinder von deutschen Müttern nach Deutschland gebracht worden sollen, die als Anhängerinnen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) nach Syrien gegangen waren. Sie lebten zuvor im Lager Al-Hol, das sich im Machtbereich der kurdischen „Volksverteidigungseinheiten“ (YPG) im Norden Syriens befindet.

Die Kinder seien maximal sieben Jahre alt, unter ihnen soll sich auch ein Baby befinden, das dringend professioneller medizinischer Versorgung bedarf. Drei der Kinder, im Alter von 2 bis 7 Jahren, sollen bei den Großeltern in Kassel unterkommen. Wo das Baby verbleiben wird, dessen Mutter aus Berlin stammt und im Lager in Nordsyrien verbleiben wird, ist noch unklar.

OVG Berlin-Brandenburg könnte Büchse der Pandora geöffnet haben

Dass es, was eine Rückholung deutscher Staatsangehöriger aus Al-Hol und anderen Lagern für ausländische IS-Angehörige anbelangt, bei Kindern bis zum frühen Grundschulalter bleiben wird, ist fraglich. Erst am Freitag (15.11.) wurde bekannt, dass das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage entschieden hatte, dass eine Mutter zusammen mit ihren Kindern zurück nach Deutschland geholt werden muss, die sich zuvor dem IS angeschlossen hatte.

In der Entscheidung hieß es, eine konkrete Gefährdung durch die Mutter im Fall einer Rückholung sei durch die Bundesrepublik Deutschland nicht nachgewiesen worden. Die Kinder wiederum seien auf den Schutz und die Betreuung der Mutter angewiesen. In Regierungskreisen hieß es, man betrachte jeden Fall als Einzelfall.

Der „Tagesschau“ zufolge sollen sich 117 Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit im Nordosten Syriens befinden sowie 21 Kinder von Deutschen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen – weil sie offenbar auf syrischem oder irakischem Territorium geboren wurden. Dutzende Frauen und 66 Männer befänden sich ebenfalls in Gewahrsam der Kurdenmiliz. Mehr als 40 davon sollen an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen sein.

In Al-Hol ersteht der IS im Kleinen wieder

Was auf Deutschland zukommen könnte, sollten noch mehr „IS-Mütter“ oder ältere Kinder zurückgeführt werden müssen, deutet eine Kurzreportage von n-tv an, die am Samstag (16.11.) veröffentlicht wurde.

Journalisten hatten sich dazu in das Camp Al-Hol begeben, in dem 71 000 Personen, meist Frauen und Kinder, interniert sind, die meist mehrere Jahre im „Islamischen Staat“ verbracht hatten. Die Zustände sind katastrophal, die hygienischen Standards spotten jeder Beschreibung und auch medizinische Versorgung ist minimal. Mangelernährung und Infektionen führen immer wieder zu Todesfällen.

Darüber hinaus ist in dem Lager unter Kontrolle der YPG auch längst wieder ein „Islamischer Staat“ im Kleinen entstanden. Nur ein kleiner Bruchteil der Internierten hat sich innerlich von der Gesinnung des IS distanziert, bei den meisten Gefangenen hat sich diese sogar verfestigt und sie haben sich im Lager weiter radikalisiert.

Es kommt im Lager häufig zu Straftaten, in manchen Fällen werden vermeintliche Abtrünnige gefoltert, die Zerschlagung des „Islamischen Staates“ und die Nachricht vom Tod des selbsternannten „Kalifen“ Al-Baghdadi haben den Rückhalt für die IS-Ideologie nicht vermindert.

Oberflächliche Islam-Kenntnisse – aber intensive Kampferfahrung

Im Gegenteil: Unter den wenigen Internierten, die überhaupt bereit sind, mit den Journalisten zu sprechen, sind Kinder im Alter von etwa 10 Jahren, die den Reportern ankündigen, man werde die Feinde des IS „abschlachten“. Frauen klagen darüber, im Lager Al-Hol „wie Tiere gehalten“ zu werden. Auf den Hinweis, dass der IS seinerseits Menschen im eigenen Machtbereich auf sadistische Weise gefoltert und getötet hatte, erklären sie, dies wäre rechtens gewesen, „weil es so im Koran steht“.

Untersuchungen über sogenannte Dschihad-Touristen, die aus Europa nach Syrien und in den Irak gegangen waren, weil sie sich dem IS anschließen wollten, zeigten, dass nur wenige von ihnen zuvor ein religiöses Leben geführt hatten oder mit dem Islam in hinreichender Tiefe vertraut waren. Daten beschlagnahmter Computer europäischer IS-Anhänger zufolge hatten einige sogar, bevor sie losgezogen waren, das Buch „Islam for Dummies“ bei Amazon bestellt.

Sollten die IS-Anhänger, die derzeit in Al-Hol und anderen Lagern inhaftiert sind, zurückkehren können, kommen sie mit einer verfestigten Ideologie – und mit Kampferfahrung. Ihnen den Prozess für begangene Kriegsverbrechen zu machen, wird schwierig, da sich die Beweisführung auf Beweismittel stützen müsste, die deutsche Gerichte zu erlangen in der Lage sind.
(Mit Material von dts)

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