YouTube sperrt vor den US-Wahlen Inhalte, die das Unternehmen als manipulativ oder falsch bewertet

Epoch Times3. Februar 2020 Aktualisiert: 4. Februar 2020 9:08
YouTube beginnt vor den US-Wahlen im November damit Videos zu sperren, die politisch brisant werden könnten. Es geht unter anderem um das Thema Volkszählungen, die für die Wahlen wichtig werden.

Das Google-Tochterunternehmen YouTube will nach seine  Ansicht manipulierte Videos im Zusammenhang mit Wahlen löschen. Ziel sei es, eine „zuverlässigere“ Nachrichtenquelle zu sein und einen „gesunden politischen Diskurs“ zu fördern, teilte der Online-Videodienst am Montag in einem Blogbeitrag mit.

Inhalte, die „technisch manipuliert oder gefälscht wurden, um Nutzer in die Irre zu führen“ und ein „ernsthaftes Risiko“ darstellten, Schaden zu verursachen, würden künftig entfernt.

So werden den Angaben zufolge beispielsweise falsche Todesmeldungen über Politiker gelöscht. Auch irreführende Videos über Volksabstimmungen und Volkszählungen sowie das passive Wahlrecht sind demnach künftig verboten. Das ist im Zusammenhang mit den US-Wahlen wichtig.

Nachweis der Wahlberechtigung nicht eindeutig geklärt in vielen US-Staaten

Die Demokraten blockierten für die aktuelle Volkszählung die Möglichkeit auf den Zählbögen die Staatsangehörigkeit anzugeben. Über die Anzahl der Bewohner eines Gebiets wird jedoch die Wahlkreiseinteilung und die Ausschüttung von Bundesmitteln entschieden.

Durch die unterschiedslose Erfassung aller Bewohner werden jetzt auch Personen erfasst, die teilweise nicht einmal ein Aufenthaltsrecht in den USA genießen. Auf YouTube gibt es dazu viele Beiträge aus konservativen Quellen, die in ihrer Sprache sehr deutlich sind.

Sensibel ist in diesem Zusammenhang auch, dass hauptsächlich von den Demokraten (Ausnahme Utah, hier regieren die Republikaner) regierte Bundesstaaten selbst illegal in den USA lebenden Migranten ermöglichen eine US-Drivers-License zu erwerben.

Dieser Führerschein wird von vielen US-Bürgern als Identitätsnachweis benutzt, um sich in die Wählerverzeichnisse einzutragen. Die Überprüfung auf US-Staatsbürgerschaft der eingetragenen Wähler ist in jedem US-Staat unterschiedlich streng geregelt. Auch dazu existieren eine Menge Videos auf YouTube.

Zeitungen und Kabelsender machen Druck

Vor der US-Präsidentschaftswahl im November nimmt der Druck auf die sozialen Medien zu, wegen vorgeblicher oder wirklicher Falschinformationen im Netz, die Wähler manipulieren könnten. Der mediale Druck auf Online-Dienste wie Facebook und Twitter ist groß, gegen solche Falschinformationen vorzugehen.

Den US-Demokraten nahestehende Medien und Politiker der Demokraten werfen den Internetriesen vor, während der US-Präsidentschaftswahl 2016 nichts gegen Falschnachrichten auf ihren Plattformen unternommen zu haben. (afp/al)

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