Lijiang – Am schönen Fluss südlich der Wolken

Von 25. Februar 2012 Aktualisiert: 25. Februar 2012 13:24

Yunnan liegt im Südwesten von China an der Grenze zu Tibet und bedeutet „Südlich der Wolken“. Hier gibt es viele herrliche Landschaften, Orte mit besonderen Baustilen und faszinierenden Traditionen, die gerade für Europäer nahezu unbekannte Reiseziele sind. Meine Reise begann mit der Stadt Lijiang, wo ich in einem wunderschönen Hotel in der Altstadt, einem ehemaligen Prinzenpalast, übernachtete. Die verwinkelten Gassen der Altstadt von Lijiang dürfen nicht von Autos befahren werden. Ein kristallklarer Fluss aus Schmelzwasser vom schneebedeckten Yulong Berg durchströmt in einem Netzwerk von Kanälen die Altstadt. Am ersten Tag streifte ich gegen neun Uhr morgens durch die Gassen und ließ die träumerische Atmosphäre der erwachenden Stadt auf mich wirken. In Lijiang herrscht ein gemütlicher Lebensrhythmus im Vergleich zur hektischen Großstadt und viele Andenkenläden öffnen erst nach und nach.

In Lijiang sind überall handgeschnitzte und mit Ornamenten versehene Fassaden und Fensterläden zu bewundern. Eines meiner schönsten Erlebnisse war der Sonnenaufgang, den ich von einem Tempel auf einem kleinen Berg in der Nähe der Stadt genießen konnte. Unter Gebetsfahnen mit buddhistischen Sutren hatte ich einen einmaligen Blick über die vielen Dächer der Altstadt und das Gefühl, als ob die Zeit stehen geblieben wäre.

Folgt man den Kanälen durch Lijiang, gelangt man zu einem Park mit mehreren Seen. Vom größten von ihnen, dem Heilong-See (Schwarzer Drache) hat man einen herrlichen Blick auf den schneebedeckten Yulong-Berg, der der lokalen Minderheit der Naxi heilig ist. Um diese Seen herum sind einige wunderschöne Tempel, Brücken und Pagoden zu sehen, die sich auf einmalige Weise in die Landschaft einfügen.

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Auch der Abend hat in der Altstadt von Lijiang ein besonderes Gesicht. Die vielfältigen Andenkenläden mit traditionellen Schnitzereien, Keramik und handgefertigten Silberwaren haben auch lange nach Einbruch der Dunkelheit noch geöffnet. Man kann den Abend in einem der zahlreichen kleinen Restaurants und Bars genießen, die sich entlang der Kanäle verteilen. Von dort aus hat man einen schönen Blick auf die vielen Laternen, deren Licht sich im Wasser spiegelt und kann den Klängen der Live-Musik lauschen.

Tipps für die Reise:

Die Vorbereitungszeit der Reise nach China betrug etwa drei Monate. Dabei ist zu beachten, dass man neben dem Flug nach China auch noch Inlandsflüge buchen sollte, da Bahnreisen über größere Entfernungen in China nicht immer einfach oder bequem sind. Das Hotel in der Altstadt von Lijiang läßt sich ebenfalls über das Internet buchen, dabei sollte man darauf achten, wirklich ein Hotel in der Altstadt zu finden, da die neue Stadt deutlich weniger interessant ist.

Außerdem ist es wichtig, frühzeitig zum Flughafen zu fahren. Auf dem Rückweg übernachtete ich in der Hauptstadt von Yunnan, um den Flug am nächsten Tag zu nehmen. Da auf dem Weg zum Flughafen mit Verkehrsstaus zu rechnen ist, sollte man frühzeitig los fahren. Im Flughafen muss man mit Anzeigetafeln rechnen, die statt der Fluginformation politische Parolen zeigen. Von daher macht es Sinn, sich bei Ankunft am Flughafen sofort einen Flughafenschalter zu suchen und um Hilfe zu bitten.

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