Super E10 wird in Deutschland von rund 13 Prozent der Autofahrer getankt.Foto: iStock

Kaum einer tankt Super E10 – ADAC fordert höhere Beimischquote von Bioethanol in Kraftstoffe

Epoch Times1. November 2020 Aktualisiert: 1. November 2020 7:36

Der ADAC fordert die Anpassung der EU Kraftstoffrichtlinie, um eine höhere Beimischquote von Bioethanol in Kraftstoffen zu ermöglichen. „Der Anteil der Autofahrer, die tatsächlich E10 tanken, ist hierzulande denkbar gering, die CO2-Einsparpotentiale sind also bei weitem nicht ausschöpft und umfassen bis zu drei Millionen Tonnen CO2 jährlich“, sagte ADAC-Technikpräsident Karsten Schulze den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben).

Über eine stärkere Beimischungsquote von 10 auf 20 Prozent Bioethanol ließen sich die Einsparpotentiale noch einmal deutlich erhöhen.“

Der Technikpräsident des größten europäischen Automobilclubs plädierte für Technologieoffenheit und die Weiterentwicklung von Kraftstoffen, um die Klimaziele zu erreichen. „Allein über Neufahrzeuge, also den Austausch der Fahrzeugflotte, werden sich die Klimaschutzziele nicht zeitgerecht erreichen lassen“, sagte Schulze.

Es müsse daher auch darum gehen, dass E10 stärker genutzt wird. „Langfristig betrachtet kann Bioethanol durch synthetische Kraftstoffe ersetzt werden und somit kann auch der Verbrennungsmotor perspektivisch klimaneutral werden“, so der Technikpräsident.

Seit 2011 kann Super E10, das aus bis zu zehn Prozent Bioethanol besteht, in Deutschland getankt werden. Der Kraftstoff machte im vergangenen Jahr laut Angaben des Bundesverbands der deutschen Bioethanolwirtschaft mit 13,7 Prozent nur einen geringen Marktanteil unter den Benzin-Kraftstoffen aus. Der klassische Kraftstoff Super (E5) kam mit 14,7 Millionen Tonnen auf einen Marktanteil von 81,7 Prozent. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion