Bernard Law gibt einem jungen Mann das „Sakrament” im Vatikan. Law wurde im Pädophilen-Skandal innerhalb der Kirche in Boston 2015, heftig kritisiert den Kindesmissbrauch zu vertuschen. Er musste seinen Posten als Erzbischof räumen.Foto: Joe Raedle/Getty Images

Der Vatikan bezeichnet den Kindesmissbrauch in der Kirche als ein „kulturelles Problem“

Epoch Times25. August 2018 Aktualisiert: 25. August 2018 7:34
Der Vatikansprecher Burke hat die Missbrauchsaffäre der katholischen Kirche als "kulturelles Problem" bezeichnet. Zu dessen Überwindung werde Zeit benötigt, sagte er im irischen Radio.

Vor der am Samstag beginnenden Irlandreise von Papst Franziskus hat Vatikansprecher Greg Burke die Iren vor zu hohen Erwartungen gewarnt.

Die Missbrauchsaffären in der katholischen Kirche bezeichnete er als „kulturelles Problem“, dessen Überwindung Zeit brauche. Im irischen Sender RTE deute Burke am Freitag zugleich an, dass das Oberhaupt der katholischen Kirche während seines zweitägigen Besuchs keine bestimmten Maßnahmen ankündigen werde.

„Es ist ein kulturelles Problem, und die Kirche wird dafür, für die sehr schlimmen Sünden Verantwortung übernehmen“, sagte der Pressesprecher des Heiligen Stuhls.

Für den Papst sei es „schwierig“, während seines kurzen Besuchs eine „Kultur“ zu ändern. „Was die Maßnahmen angeht, das wird geschehen. Aber nicht über Nacht“, fügte der Sprecher hinzu.

Anlass der Papstreise ist der Abschluss des katholischen Weltfamilientreffens. Dem Vatikan zufolge wird Franziskus mit Missbrauchsopfern zusammentreffen. Auch ein Gebet in einer den Opfern sexuellen Missbrauchs gewidmeten Kapelle in Dublin ist geplant.

Höhepunkt des Papst-Besuches ist eine Freiluftmesse am Sonntag, zu der rund 500.000 Besucher erwartet werden. Kritiker haben aus Protest gegen die Missbrauchsskandale zum Boykott der Messe aufgerufen und eine Gegenveranstaltung im Stadtzentrum von Dublin angekündigt.

Seit 2002 haben mehr als 14.500 Entschädigung wegen sexuellen Missbrauchs durch katholische Priestern sexuell beantragt. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion