Historiker: Antisemitismus war und ist immer noch links

Von 10. October 2018 Aktualisiert: 10. Oktober 2018 15:40
In den Schriften der sozialdemokratischen Väter des 19. Jahrhunderts finden sich nahezu alle Klischees antijüdischer Ressentiments vorgeprägt, weiß Historiker H.-J. Wünschel. Sein Fazit: Antisemitismus war und ist immer noch links!!!

Mit recht gibt es jetzt endlich eine Bewegung Juden in der AfD! Auch wenn es noch so oft geleugnet wird. Die geschichlichen Tatsachen kann man nicht ausradieren. Antisemitismus ist links wie der Nationale Sozialismus! Antisemitismus war und ist immer noch links!!!

Warum haben insbesondere jüdische Sozialisten wie Karl Marx und Ferdinand Lassalle abschätzig über Juden geurteilt? Lutheraner haben also nicht bis zur Zeit des Nationalen Sozialismus warten brauchen, um Luthers Verdammung der Juden zu zelebrieren.

Findet man nicht beim Blättern in den Schriften des Franzosen Charles Fourier (1772 bis 1837), eines der Erzväter des europäischen Sozialismus, antisemitische – lutherische – Äußerungen?

Ein Werk des jüdischen Sozialistenführers Ferdinand Lassalle wollte Marx nur lesen, wenn es „nicht nach Knoblauch duftet“. Typisch Marx: Lassalles Kopfbildung und Haarwuchs beweise, dass „er von den Negern abstammt, die sich dem Zug des Moses aus Ägypten anschlossen, wenn nicht seine Mutter oder Großmutter von väterlicher Seite sich mit einem Nigger kreuzten“.

Hat Marx‘s Judenhass etwas mit Klassenhass zu tun? Wäre doch ein Seminarthema von Kukatzkis Institution. In den Schriften der sozialdemokratischen Väter des 19. Jahrhunderts finden sich nahezu alle Klischees antijüdischer Ressentiments vorgeprägt, die später in nationalsozialistischen Polemiken verbreitet wurden, so dass die Nationalen Sozialisten sagen konnten, sie vollzogen nur, was Luther gefordert hatte (so Karl Jaspers 1946), sondern auch von sich als die wahren Sozialisten gesprochen hatten:

– die Juden hätten sich in der Geschichte „nur durch Verbrechen und Brutalität hervorgetan“ (der französische Sozialist Charles Fourier);
– der Jude sei ein bloßer „Zwischengänger, immer falsch und parasitär, der sich im Geschäft wie in der Philosophie der Fälschung, betrügerischen Nachahmung und Rosstäuscherei bedient“ (Pierre-Joseph Proudhon, 1809 bis 1865);
– die Juden hätten „alle Zeitungen in der Hand und lenken die Politik in Deutschland wie in Frankreich“ (Proudhon);
– sie unterstützten die obszöne Literatur (Georges Sorel, 1847 bis 1922);

– Jesus müsse als ein zufällig in Judäa geborener Arier betrachtet werden (Edmond Picard, belgischer Sozialist, 1836 bis 1924);
– der Schacher sei der weltliche Kultus der Juden, das Geld sei „der eifrige Gott Israels, vor welchem kein anderer Gott bestehen darf“ (Marx);
– die jüdischen Bankiers seien die Verkörperung ausbeuterischer Instinkte und des Volksbetrugs (Johann Baptist von Schweitzer,Präsident des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins
– die Juden hätten überall ihre Finger im Spiel, sie seien „Bankagenten, Literaten, Politiker, Korrespondenten für Zeitungen aller Schattierungen, mit einem Wort literarische Makler, so wie sie finanzielle Makler sind, einen Fuß in der Bank, den anderen in der sozialistischen Bewegung und mit dem Hintern auf der deutschen Tagesliteratur sitzend“ (Michael Bakunin, russischer Anarchist, 1814 bis 1876);
– die jüdischen Einwanderer stellten für den Nationalcharakter der Engländer „eine ständige Gefahr der Herabwürdigung“ dar (Beatrice Webb, englische Sozialistin, 1858 bis 1943). Es gab Sozialistenführer, die antijüdische Ressentiments pflegten wie der Jean Jaurès und Victor Adler.

Den jüdischen Nationalismus, den in diesen Tagen gerade der sozialistische Außenminister Maas, dessen Sohn bei der linksextremen, von Steuergeldern finanzierten radikalen Anitfa tätig sein soll, wieder gepriesen hat als ein wesentlicher Bestandteil deutscher Außenpolitik, bekämpften die Sozialisten Karl Kautsky und Eduard Bernstein. Warum?

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Einen besonderen Platz in der Geschichte des sozialistischen Antisemitismus nimmt der aus dem Rheinland stammende Sozialist Moses Hess ein. Er meinte, die moderne Gesellschaft sei aus zwei „welthistorischen Menschenrassen“ hervorgegangen, worunter die Arier gehörten. Sind nun auch die Sozialdemokraten „braun“, denn Hess gilt doch als „Vater der deutschen Sozialdemokratie“.

Hat nicht Josef Goebbels mit Recht darauf hingewiesen, dass der Nationale Sozialismus, also das Programm, dem sich Hitler verpflichtet fühlte, Sozialismus sei!

Warum wird der Versuch der Linken verschwiegen, 1947 das Parteiprogramm der Nationalen Sozialisten als Programm einer Sozialistischen Rheinunion zu verteilen? Ich habe ein Flugblatt!

Warum wird verschwiegen, dass ein ehemaliger pfälzischer Sozialdemokrat die Verbindung zu einem SS-Mann gesucht hatte, um einen lukrativen Posten zu erhalten?
Ein Phänomen, dass nach 1945 Anhänger des Nationalen Sozialismus Unterschlupf fanden bei den Sozialdemokraten, solange bis eine Amnestie ausgesprochen war und sie ihr SPD-Mitgliedsbuch zurückgeben konnten?

Wäre es nicht für das Erkennen von Wählerwanderungen wertvoll: Von der SPD, den Liberalen zur NSDAP, dann wieder zur SPD, zu Liberalen, dann zu NPD und dann zu SPD und Grünen.

Dann gab es eine Sekretärin beim Reichsführer SS im KZ-Dachau, dann als Journalistin bei NS-Zeitungen – Grundlage für eine Abgeordnete-Karriere der SPD?
Warum durfte diese vorbestrafte Genossin bleiben und die Karriereleiter weiter hochklettern? Großes Bundesverdienstkreuz, Ehrenbürgerschaft von Speyer, MdB, MdEu, MdL usw.

Jetzt wird klar, warum die Linken „Haltet den Dieb rufen!“

Zur Person: Der 1947 in Bad Dürkheim geborene Wünschel ist seit mehr als 20 Jahren akademischer Direktor des historischen Seminars der Universität Landau. Seit 2002 ist der Historiker außerdem Honorarprofessor der polnischen Universität Tschenstochau.

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