Jagdunfall: Folgenreicher Fehlschuss eines Bischofs

Epoch Times15. Januar 2019 Aktualisiert: 15. Januar 2019 13:20
Bei der Wildschweinjagd hat ein kroatischer Bischof daneben geschossen und dadurch einen 64-jährigen Mann schwer verletzt. Bischof Vjekoslav Huzjak drückte sein Bedauern aus und musste Kritik in sozialen Netzwerken einstecken.

Bei der Wildschweinjagd hat ein kroatischer Bischof daneben geschossen und dadurch einen 64-jährigen Mann schwer verletzt. Das Unglück habe sich am Freitag während eines organisierten Jagdausflugs im Osten des Landes ereignet, berichtete die Zeitung „Vecernji List“ am Dienstag. Bischof Vjekoslav Huzjak habe mit seinem Gewehr das Ziel verfehlt und stattdessen einem anderen Jäger in den Oberschenkel geschossen.

Die Polizei bestätigte den Jagdunfall, ohne den Namen des Bischofs zu nennen. Gegen den 58-jährigen Schützen, der eigentlich einen Keiler habe treffen wollen, werde ein Strafverfahren eingeleitet, hieß es in der Mitteilung. Das 64-jährige Opfer sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus in Zagreb gebracht worden, der Mann schwebe aber nicht in Lebensgefahr.

Huzjaks Diözese Bjelovar-Krizevci veröffentlichte eine Erklärung zu dem Vorfall. Darin hieß es, der Bischof bringe „sein tiefes Bedauern über das, was passiert ist, zum Ausdruck und wünscht dem verletzten Jäger eine schnelle Genesung“. Aus Kirchenkreisen hieß es: „Das ist etwas Ungewöhnliches und so etwas ist in der jüngsten Geschichte unserer Kirche noch nie passiert.“

Örtlichen Medien zufolge ist Bischof Huzjak als eifriger Jäger bekannt. In sozialen Online-Netzwerken erntete der katholische Geistliche wegen des folgenreichen Fehlschusses zumeist Kritik. „Das passiert, wenn Priester ein Gewehr halten, statt am Altar zu bleiben…Amen!“, schrieb eine Frau auf Facebook. Ein Mann wetterte: „Was tut ein Bischof bei der Jagd? Gottes Geschöpfe töten? Ist das nicht gegen seinen Dienst und den Glauben, den er predigt?“ (afp)

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