Herthas Ex-Trainer Bruno Labbadia (l) und Sportdirektor Arne Friedrich.Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/dpa

Arne Friedrich rückt bei Hertha in den Fokus

Epoch Times25. Januar 2021 Aktualisiert: 25. Januar 2021 4:48
Bislang stand Arne Friedrich bei Hertha BSC im Schatten von Michael Preetz. Der zunächst von Jürgen Klinsmann als Performance Manager in die Hauptstadt geholte Ex-Nationalspieler könnte zum Gewinner der Umwälzungen in Berlin werden. Zuerst muss er einen Trainer finden.

Auf dem Titelbild seiner Homepage posiert Arne Friedrich neben Trainer-Urgestein Hermann Gerland. Als Hinweis auf die Lösung seiner ersten große Aufgabe in neuer Verantwortung beim Krisenclub Hertha BSC ist die Aufnahme aber nicht zu verstehen.

Die Suche nach einem neuen Chefcoach wurde dem in Berlin vom ungewöhnlichen Posten als Performance Manager zum Sportdirektor und nun zum Interimsnachfolger von Dauer-Manager Michael Preetz aufgestiegenen Ex-Nationalspieler mit einer anderen Zielsetzung anvertraut, als den Bayern den betagten Co-Trainer abzuwerben.

Schnell und effektiv – also möglichst bis zu diesem Montag – soll Friedrich aber seinem Boss Carsten Schmidt helfen, eine Lösung zu finden, die die Hertha in der Fußball-Bundesliga wieder glücklich macht und von Platz 14 wieder nach oben führt. Die öffentlich gehandelte Kandidatenbandbreite reicht nach der Trennung von Bruno Labbadia dabei von Ex-Coach und Club-Ikone Pal Dardai bis zum eher in Global-Player-Dimensionen denkenden Ralf Rangnick.

Friedrich ist möglicherweise genau dazwischen verortet. Als Ex-Spieler der Hertha kennt er den Club gut. 281 Mal spielte der zweimalige WM-Dritte für Blau-Weiß – so oft wie für keinen anderen Club. Aus seiner Zeit in den USA hat der 41-Jährige internationale Impulse mitgebracht in die Hauptstadt.

Friedrich ist quasi das letzte Überbleibsel der kurzen wie unrühmlichen Ära von Ex-Aufsichtsrat und Ex-Trainer Jürgen Klinsmann. So unscheinbar elegant wie er sich früher gegnerischer Stürmer erwehrte, hat Friedrich alle jüngsten Hertha-Umwälzungen überstanden. „Der gebürtige Ostwestfale wusste schon immer, was er wollte und hat früh damit begonnen Prioritäten zu setzen“, heißt es auf seiner eigenen Homepage.

„Ich bin sehr froh, dass Arne hinter der Aufgabe steht. Ich habe ihn als meinungsstarken, reflektierten und mit Energie geladenen Kollegen kennengelernt“, sagte Schmidt über Friedrich. Auch eine erste Ansprache des Ex-Verteidigers vor den Spielern hat dem Hertha-CEO am Sonntag ausdrücklich gefallen. Und dennoch arbeitet Friedrich erst einmal nur bis zum Sommer auf Probe. Den offiziellen Titel von Preetz erbte er nicht. „Ja, Arne bleibt auf dem Posten als Sportdirektor. Er wird nicht Geschäftsführer in dieser kurzen Zeit“, sagte Schmidt. (dpa)


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