Neuzugang Joo-Ho Park köpfte den Siegtreffer gegen Krasnodar.Foto: Bernd Thissen/dpa

Auch ohne Glanz erfolgreich: BVB für Bayer gerüstet

Epoch Times18. September 2015 Aktualisiert: 18. September 2015 12:00
Das Traumdebüt bei seinem Club versetzte selbst den ansonsten eher stillen Joo-Ho Park in Plauderlaune.

Als seine Mitspieler längst auf dem Heimweg waren, stand der Dortmunder Neuzugang noch immer in den Katakomben des Stadions und ließ den mühsamen 2:1 (1:1)-Last-Minute-Sieg über den FK Krasnodar wieder und wieder Revue passieren. Mit asiatischer Höflichkeit gab der Hauptdarsteller des Abends das Lob an seine Mannschaftskollegen weiter: „Sie waren von Anfang an sehr hilfsbereit. Es wurde mir leicht gemacht, mich zu integrieren. Das hat heute zu diesem Ergebnis geführt.“

Gleich in seinem ersten Spiel für die Borussia hinterließ der vor wenigen Wochen vom FSV Mainz verpflichtete Südkoreaner mächtig Eindruck. Vor allem seine erfolgreiche Kooperation mit Matthias Ginter sorgte für Gesprächsstoff. Beim zwischenzeitlichen 1:1 durch den Weltmeister (45.+1) leistete Park die Vorarbeit, das späte 2:1 (90.+2) erzielte er nach Flanke von Ginter selbst. „Er hatte Krämpfe und sich trotzdem in der Nachspielzeit noch mal aufgemacht in den gegnerischen Strafraum. Das zeugt von einem großen Herzen“, lobte Thomas Tuchel.

Bei aller Freude über das Happy End konnte sich der Fußball-Lehrer eine kritische Anmerkungen über die diesmal wenig berauschende Vorstellung seiner Mannschaft aber nicht verkneifen: „In der Passgenauigkeit zu Beginn waren wir etwas schlampig. Auch bei der Präzision und der Körpersprache hatten wir Luft nach oben.“

Doch im Gegensatz zur vorigen Saison mit zwischenzeitlicher Abstiegsgefahr gewinnt der BVB mittlerweile auch Spiele nach einem Rückstand. Seit dem Amtsantritt von Tuchel im Sommer war das bereits zum vierten Mal der Fall. Diese neue Qualität wertet Kapitän Mats Hummels als Indiz für gewachsenes Selbstvertrauen: „Das ist ja auch etwas, was die Bayern oft machen. Sie wissen, sie können immer noch gewinnen, sie wissen, sie haben immer noch die Chance. Im letzten November hätten wir wahrscheinlich nicht noch das 2:1 gemacht.“

Ähnlich selbstsicher kommentiert Außenverteidiger Marcel Schmelzer den Holperstart in die Gruppenphase: „Bei allen Wettbewerben habe ich früher gesagt, wir wollen ins Finale. Vielleicht sollten wir uns nun vornehmen, es auch zu gewinnen.“

Trotz spielerischer Mängel taugt der zehnte Sieg im zehnten Pflichtspiel als Mutmacher für die Bundesliga-Partie am Sonntag gegen Leverkusen. Mit einem Erfolg kann sich der Tabellenführer bereits neun Punkte vom vermeintlichen Mitkonkurrenten im Kampf um einen Champions-League-Platz absetzen. Doch so leicht wie in den bisherigen vier Punktspielen mit 15 Toren wird es der BVB nach Einschätzung des ehemalige Bayer-Profis Gonzalo Castro diesmal nicht haben: „Die Leverkusener haben Auftrieb bekommen nach dem 4:1 in der Champions League gegen Borissow.“

Zur Erleichterung von Fußball-Lehrer Tuchel kann er für die Partie wohl wieder mit Marco Reus planen. Der Nationalspieler, der sich am dritten Spieltag einen Zehenbruch zugezogen und seinem Team seither gefehlt hatte, kehrte am Freitag ins Mannschaftstraining zurück und scheint eine Option für die Startelf zu sein.

(dpa)

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