Bayer Leverkusen – Borussia Mönchengladbach 3:2

Von 20. Dezember 2009 Aktualisiert: 20. Dezember 2009 1:43

Vor 30.210 Zuschauern, davon etwa ein Drittel aus Mönchengladbach angereist, erspielten sich die Leverkusener in der Anfangsphase ein leichtes Übergewicht und Toni Kroos erzielte in der 18. Minute das 1:0. Doch die Borussia versteckte sich nicht bei der “Mannschaft der Hinrunde”, spielte gut mit und nach einer Chance durch Bobadilla in der 36. Minute traf Brouwers zum 1:1. Durch diesen Ausgleich verlor der Spitzenreiter seine Linie und bis zur Halbzeit waren die Gäste die spielbestimmende Mannschaft.

Auch zu Beginn der 2. Halbzeit blieb die Borussia gefährlich und in der 54. Minute hätte Arango das Führungstor erzielen können, doch Castro konnte gerade noch klären. Kurz darauf konnte Dante nach einer Ecke dann doch die Gladbacher Führung markieren. Doch Bayer 04 schlug noch einmal zurück, erhöhte das Tempo und den Druck und drehte das Spiel durch die Tore von Derdiyok (60.) und Kroos in der 69. Minute. Bei eisiger Kälte sahen die Zuschauer ein gutes Spiel von beiden Mannschaften, in dem der Herbstmeister und Angstgegner der Borussia das bessere Ende für sich hatte.

Der Trainer der Gäste, Michael Frontzeck: “Glückwunsch an Bayer Leverkusen zur Herbstmeisterschaft. Ich denke, wenn man ungeschlagen durch die Hinrunde geht, ist das auch eine verdiente Sache. Zu dem Spiel heute muss ich sagen, dass es von beiden Seiten für diese schwierigen Platzverhältbisse ein gutes Spiel war und wir haben hier in Leverkusen ein gutes Auswärtsspiel abgeliefert. Wir waren auch bis zur 90. Minute in dem Spiel und haben es leider versäumt, in der 2. Halbzeit die zwei drei guten Möglichkeiten, die wir hatten, sauber auszuspielen. Das war aber genau aus meiner Sicht der entscheidende Unterschied heute, da Leverkusen darin heute wesentlich effizienter war.

Das war ein enges Spiel und es war auch von meiner Mannaschaft ein Spiel, wie wir es in den letzten Wochen schon öfter gegen die sogenannten Spitzenmannschaften abgeliefert haben. Wir haben in der Hinrunde 21 Punkte geholt und das ist ein gutes Fundament für die Rückserie, aber wir haben auch noch genügend Arbeit vor uns. Das was die Mannschaft aber in den letzten zweieinhalb Monaten abgeliefert hat, war aber sehr gut und darauf lässt sich aufbauen.“

Jupp Heynckes, Trainer von Bayer 04 Leverkusen: “Wenn man die Bodenverhälnisse berücksichtigt, war es ein wirklich gutes Spiel und mich hat es nicht überrascht, dass Mönchengladbach so positiv aufgetreten ist. Sie hatten ja schon in Hamburg gewonnen, in Frankfurt, zuhause gegen Schalke und bei Bayern München hätten sie mehr verdient gehabt, und man hat auch heute über weite Strecken eine Mannschaft gesehen, die die Handschrift von Michael Frontzeck trägt und die sehr kompakt wirkt, die taktisch sehr klug gespielt hat und deswegen haben wir auch nach dem 1:0 Schwierigkeiten gehabt. Aber wenn ich so das Spiel im gesamten sehe, dann muss ich natürlich auch meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen.

Es ist auch wichtig, in schwierigen Situationen Flagge zu zeigen – das heißt, dass man Spiele, die sehr eng sind, die schwierig sind und die sich fast als aussichtslos darstellen … dass man dann auch einen Rückstand aufholt und solche Spiele dreht und gewinnt. Und das haben wir heute gemacht und der Sieg heute ist für mich viel wertvoller als das 4:0 gegen Nürnberg oder gegen Stuttgart. Wir hatten heute einen Gegner, der sehr gut mitgespielt hat und auch Torchancen gehabt hat und wo es eigentlich sehr eng war. Aber was mir an meiner Mannschaft imponiert hat ist, dass sie erkannt hat, dass man solche Spiele nicht nur mit spielerischen Mitteln hinbiegt, sondern dass man da Kampf, Laufvermögen und Ehrgeiz braucht.

Das ist auch etwas, was meine Mannschaft in dieser Saison gelernt hat: Spiele die gegen uns liefen entweder remis zu gestalten oder umzubiegen, denn nur so kannst du letztendlich in der Liga erfolgreich sein. Diesen Sieg heute bewerte ich sehr hoch. Eins ist aber für mich sehr klar: wenn unsere verletzten Spieler wiederkommen, dann sind wir noch kompakter und haben noch mehr Alternativen auch in fußballerischer Hinsicht.”

 

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