Bayern auch Supercup-Sieger – «Haben für den Pott gefightet»

Der FC Bayern ist nicht zu stoppen. Der Supercup ist die bereits fünfte Trophäe 2020. Die Mentalität von Matchwinner Joshua Kimmich ist mustergültig für das Mia-san-Mia. Gerüchte um einen Neuen sorgen für Spannung. Einen Abschied gibt's auch.
Titelbild
Die Münchner Mannschaft um Kapitän Manuel Neuer feiert den hart erkämpften 3:2 Sieg.Foto: Andreas Gebert/Reuters/Pool/dpa/dpa
Epoch Times1. Oktober 2020

Beim Tanz mit dem nächsten Pokal war Joshua Kimmich mittendrin. Seine Super-Einlage beim Siegtreffer rettete den Titeljägern des FC Bayern beim 3:2 gegen Borussia Dortmund zuvor den Supercup als fünften Titel.

„Am Ende haben wir den Pokal, das fühlt sich gut an“, sagte der 25-Jährige. „Wir haben für den Pott gefightet, auch wenn es nicht unser bestes Spiel war. Aber man hat gesehen, dass wir die Mentalität besitzen, auch ein Spiel, in dem wir nicht so super spielen, für uns zu entscheiden.“

Kimmichs Willensleistung vor dem Siegtor imponierte auch Trainer Hansi Flick. „Joshua Kimmich hat eine ganz besondere Mentalität, enorme Qualitäten. Deswegen ist er auf einem richtig guten Weg, einer dieser Spieler zu sein, der diesen Verein prägt. Kompliment“, rühmte Flick den Fußball-Nationalspieler.

Das unterhaltsame, aber nicht hochklassige Spiel hätte nach der Münchner Führung durch Corentin Tolisso (18. Minute) und Thomas Müller (32.) aber auch die Dortmunder für sich entscheiden können. „Am Ende ist es auch eine Qualität der Münchner, wenn man eine Chance in der zweiten Halbzeit hat, die dann auch zu machen“, haderte Julian Brandt. Ihm glückte das 1:2 (39.), der wuchtige Erling Haaland (55.) glich aus. Danach schnupperte der BVB im letzten Spiel von Bibiana Steinhaus als Schiedsrichterin am 3:2 – bis Kimmich kam.

„Wir konnten dieses Spiel auch gewinnen, das ist klar. Wir können das 3:2 machen und dann ist es durch“, haderte Trainer Lucien Favre. Doch seinem Team fehlt dieser Punch, der die Münchner bei ihrer Titelhatz auszeichnet. Meisterschaft, DFB-Pokal, Champions League, der Supercup in Europa und in Deutschland – fehlt nur noch die Club-WM. „Ich glaube, dass unsere Spieler das möchten“, sagte Flick und verriet, dass nach dem Schlusspfiff die noch ausstehende Vereins-WM Gesprächsinhalt war. „Man muss einen Termin finden, was sicherlich nicht so einfach ist.“

Für die proppenvollen kommenden Wochen will der FC Bayern auch seinen Kader weiter aufrüsten. Ein frisches Gerücht: Hoffenheims Torjäger Andrej Kramaric, der beim 4:1 der TSG am Wochenende zweimal gegen die Bayern traf. „Ich kenne ihn sehr gut, er ist einer der besten Spieler in der Bundesliga“, sagte Flick zwar, ließ sich aber nicht locken. Bis zum Ende der Transferperiode am 5. Oktober sei es nicht mehr allzu lange, betonte er. „Warten wir einfach ab. Ich lasse mich auch überraschen.“

Klarer war der 55-Jährige, als er zum Auftritt von Steinhaus befragt wurde. „Sie hat den deutschen Fußball lange geprägt. Sie hat ihre Sache sensationell gut gemacht“, sagte Flick. Das Spiel in München war ihr letzter Einsatz in einem Stadion. (dpa)



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