Borussia Dortmund – 1. FC Nürnberg 4:0

Von 6. Dezember 2009 Aktualisiert: 6. Dezember 2009 0:32

Vor 72.100 Zuschauern und bei nasskaltem Wetter begann der BVB mit der Motivation und dem Selbstvertrauen aus dem Sieg in Hoffenheim. Bereits in der 8. Minute erzielte Kevin Großkreutz die 1:0 in Führung und nur sechs Minuten später sorgte Lucas Barrios für das 2:0. Dortmund dominierte nun die Begegnung und spielte phasenweise einen guten Kombinationsfußball. Folgerichtig erziehlte dann Mohamed Zidan in der 36. Minute das 3:0. Die Gäste aus Franken waren zwar bemüht, hatten aber den Gastgebern kaum etwas entgegenzusetzen. Dies änderte sich auch nach der Pause nicht – einzig die Chancenverwertung der Dortmunder ließ zu wünschen übrig. Mats Hummels erzielte dann in der 61. Minute per Kopf den Endstand.

Der Trainer des 1. FC Nürnberg, Michael Oenning: „Glückwunsch an Borussia Dortmund für den verdienten Sieg. Wir hatten uns viel für dieses Spiel vorgenommen und hatten wohl gedacht wir würden nur mit Fußballspielen zum vermeintlichen Erfolg kommen können. Und das wurde bereits in der ersten Halbzeit bitter bestraft. Wir haben nur offensiv gedacht und in der Defensive haarsträubende Fehler gemacht – abgesehen davon, dass die Dortmunder das aber auch sehr gut gemacht haben und früh in Führung gegangen sind. Dem waren wir dann nicht gewachsen und das müssen wir als Aufsteiger eben auch anerkennen wenn der Gegner nun mal stärker ist.

Wir haben heute gerade in der ersten Halbzeit naiv gespielt, obwohl wir genau gewusst haben, was auf uns zukommt. Trotzdem haben wir die entscheidenden Fehler selbst gemacht. Dann ist es natürlich schwer und wir haben dann nur 2 Möglichkeiten: entweder wir stellen uns hinten rein und versuchen irgendwie das Spiel über die Runden zu kriegen oder wir versuchen weiter Fußball zu spielen und es besser zu machen und ein Stück weit auch aus dieser Situation zu lernen.

Der Trainer des 1.FC Nürnberg, Michael Oenning.Der Trainer des 1.FC Nürnberg, Michael Oenning.Foto: Steffen Andritzke/The Epoch Times

Wir haben eine sehr junge und unerfahrene Mannschaft und ich habe auch versucht, dem einen oder anderen in einer solch schwierigen Situation die Möglichkeit zu geben sich hier zurecht zu finden … aber am besten hat es aus meiner Mannschaft der Alexander Stephan gemacht, der mir auch ein Stück weit leid tut, dass er von seinen Vorderleuten dann doch im Stich gelassen wurde.
Die vier Gegentore sprechen aber auch eine sehr deutliche Sprache. Wichtig wird für uns jetzt sein, dass wir dieses Spiel richtig bewerten und nicht überbewerten, denn man kann bei Borussia Dortmund als Aufsteiger auch mal verlieren. Manchmal helfen solche Spiele und ich hoffe, dass das bei uns der Fall sein wird. Nun haben wir im Heimspiel gegen Hamburg auch die Chance, das wieder gut zu machen.“

Jürgen Klopp, Trainer der Dortmunder: „Ich bin natürlich sehr zufrieden mit der Art und Weise wie die Mannschaft das heute angegangen ist. Wir haben eine ungewöhnliche Woche gehabt – eine Woche, in der wir nahezu gar nicht kritisiert wurden und ich dachte, wir wären kurz davor, dass wir jetzt Homestorys über die Jungs lesen, weil nach dem Auswärtssieg in Hoffenheim jetzt alles so toll ist. Ich war mir nicht so ganz sicher wie die Jungs jetzt damit umgehen.

Wir haben aber ein gutes Spiel gemacht und das steht außer Frage, aber es war eben nur ein Bundesligaspiel von 34. Die ganze Woche hatte ich darauf hingearbeitet, dass heute noch nicht mal im Ansatz die Gefahr besteht, dass wir auch nur mit einem Prozentpunkt zu wenig an Einsatzbereitschaft und Leidenschaft in das Spiel gehen. Das scheint ganz gut gelungen zu sein, denn die Mannschaft war von der ersten Sekunde an da.

Jürgen Klopp, Trainer der Dortmunder.Jürgen Klopp, Trainer der Dortmunder.Foto: Steffen Andritzke/The Epoch Times

Nürnberg hat tatsächlich versucht Fußball zu spielen. Wir haben aber die Räume toll zugestellt und waren immer bereit den Ball zu erobern und schnell in die Offensive umzuschalten. Wir haben zum ersten Mal in dieser Saison die ersten Möglichkeiten auch gleich genutzt und daraus ist dann auch eine klare Führung entstanden. In der Halbzeit war es dann meine Aufgabe, die Jungs daran zu erinnern einfach so weiter zu spielen. Viele Möglichkeiten gab es auch in der zweiten Halbzeit und dass sie nicht alle reingegangen sind, hat unterschiedlichste Gründe. Einer ist natürlich der gegnerische Torwart und zweitens aber auch die Kraft, die die Jungs gelassen haben in den vielen, vielen Wegen, die sie haben gehen müssen um in die Abschlusssituationen zu kommen. Aber ich finde, dass das Ergebnis auch in dieser Höhe absolut in Ordnung ist. Ab Montag werden wir uns nun auf Wolfsburg vorbereiten und ich wünsche dem 1.FC Nürnberg alles Gute.“

Foto: Steffen Andritzke/The Epoch Times

 

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