Borussia Mönchengladbach – Energie Cottbus 1:3

Von 30. November 2008 Aktualisiert: 30. November 2008 1:07
Über weite Strecken des Spiels wirkte der fünfmalige Deutsche Meister vom Niederrhein verunsichert

Vor 36.454 Zuschauern im Borussia- Park entrollten vor dem Anpfiff die wenigen mitgereisten Gästefans ein Plakat mit der Aufschrift: „Und wenn ihr fallt sind wir bei euch“. Borussia ist am 15. Spieltag gefallen und der FC Energie Cottbus konnte durch seinen Auswärtssieg in Mönchengladbach den letzten Tabellenplatz an den KSC abtreten.

Nach einem Eigentor des US- Amerikaners Michael Bradley in der 17. Minute konnte Dennis Sörensen in der 51. Minute auf 2:0 für die Lausitzer erhöhen. Als Steve Gohouri in der 59. Minute der Anschlusstreffer gelang, kam noch einmal kurzzeitig so etwas wie Hoffnung auf eine ähnliche Aufholjagd wie gegen die Münchener Bayern auf, aber der eingewechselte Emil Jula schoss die Gladbacher in der 85. aus all ihren Träumen.

Über weite Strecken des Spiels wirkte der fünfmalige Deutsche Meister vom Niederrhein verunsichert und mit ihrem ersten Sieg in Gladbach überhaupt konnte die Mannschaft aus Cottbus einen wichtigen Sieg gegen einen Mitkonkurrenten erringen.

Der Trainer des FC Energie Cottbus, Bojan Prasnikar, sagte nach dem Spiel: „Wir wollten heute gewinnen und das haben wir auch im Spiel gezeigt. Wir haben eine gute Leistung gebracht und ein gutes Spiel nach vorne gemacht. Das war ein sehr wichtiges Spiel für uns und jeder Spieler von uns hat eine gute Leistung gezeigt.“

Gladbachs Trainer Hans Meyer: „ Unter meiner Regie gab bisher nicht ein Spiel das erstligareif war.“

Und weiter: “Das 2:0 für Cottbus fiel in einer Phase, wo wir drauf und dran waren den Ausgleich zu machen. Wir haben dann auch den Anschlusstreffer gemacht und als dann noch der sechste offensive Mann reingekommen ist und wir dann aufgemacht haben … dann bekommen wir das dritte Tor.

Ich muss dazu sagen, dass wir heute zuhause gegen eine Mannschaft gespielt haben, bei der man vermeintlich sagen würde, man sei mit ihnen auf Augenhöhe. Heute hat man davon aber nichts gemerkt. Wenn eine Trainingswoche so verläuft wie die, die wir jetzt hinter uns haben und bei der man optimistisch sein konnte … wenn wir nach dieser Woche dann da raus kommen und laufen da rum wie mit Gewichten an den Beinen … tja, dann werden wohl nun wieder die Briefe von all den Psychologen dieser herrlichen Welt reingeflattert kommen …

Ich weiß, dass wir heute verdientermaßen verloren haben und zwar in einer Art und Weise, in der wir das Spiel zuhause nicht bestimmen konnten. Das nicht etwa gegen Bayern, Leverkusen oder Chelsea … das ist alarmierend.

Ich bin heute schon gefragt worden: nein, aufhören werden wir nicht. Wir können auch nicht aufhören zu arbeiten. Wir werden auf jeden Fall weiterhin sondieren, wen wir mitnehmen und werden Max Eberl losschicken, um im Rahmen unserer Möglichkeiten etwas zu verändern.

Unsere kurzfristige Zielstellung ist, bis Weihnachten in einer Position zu bleiben, die uns Hoffnung macht für das Frühjahr.

Ich kann dem Cottbusser Trainer nur gratulieren. Wir hatten gegen die mutige Cottbusser Mannschaft absolut keine Gegenwehr. Erst als die Krähe fast tot war, haben wir in der zweiten Halbzeit phasenweise gut gespielt … aber wie gesagt, das hat nicht ausgereicht.“

 

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