Borussia Mönchengladbach – SC Freiburg 1:1

Von 28. Februar 2010 Aktualisiert: 28. Februar 2010 15:26

Es bleibt dabei: Borussia Mönchengladbach tut sich mit Siegen gegen einen Gegner aus dem unteren Tabellendrittel oder Mannschaften, die in einer Krise stecken, weiterhin sehr schwer. Zwar spielte der fünfmalige Deutsche Meister nicht schlecht und war die spielbestimmende Mannschaft, jedoch gelang es der Borussia wieder nicht, sich gegen einen nicht so spielstarken Gegner drei Punkte zu sichern.

Wie schon gegen Bochum (3:3 und 1:2), in Nürnberg (0:1), in Freiburg (0:3), gegen Köln (0:0), gegen Stuttgart (0:0 – damals im November, in einer großen Krise), bei Hertha (0:0) und in Mainz (0:1) sprang auch im Heimspiel gegen die Breisgauer trotz redlicher Bemühungen kein Dreier heraus.

Dem gegenüber stehen der glänzende Auftritt bei den Bayern, der Sieg beim HSV und in Frankfurt, der Sieg gegen Schalke und nicht zuletzt das hervorragende Match gegen Werder Bremen. In der relativ ereignisarmen ersten Halbzeit hatten zwar Marco Reus, Roberto Colautti und Juan Arango die Chance zum Führungstor, doch Zählbares sprang dabei nicht heraus.

Nach der Pause begannen die Borussen dann deutlich druckvoller und erarbeiteten sich Tormöglichkeiten, doch ein Treffer fiel zur Überraschung auf der anderen Seite durch Cisse in der 56. Minute.

Die Borussia erhöhte danach weiter den Druck und kam durch Bradley und Colautti zu weiteren Chancen. In der 72. Minute traf dann Roel Brouwers unter dem Jubel der 40.419 Zuschauer per Kopf zum verdienten Ausgleich. Zwar hatten Matmour, Bobadilla und Friend noch gute Möglichkeiten zum Siegtreffer doch blieb es letztendlich beim etwas schmeichelhaften Punktgewinn für den SC Freiburg.

Orientiert man sich an der gefühlten Gesetzmäßigkeit “gegen die Großen Super-Spiele – gegen die Kleinen …naja….” – so könnte man am kommenden Samstag beim Gastspiel der Borussia aus Mönchengladbach bei der Borussia aus Dortmund wieder einem packenden und hochklassigen Match entgegensehen.

Robin Dutt, Trainer des SC Freiburg: “Wir sahen eine erste Halbzeit, die sehr taktisch geprägt war und es gab wenig Torchancen für beide Mannschaften – allerdings eine hundertprozentige für Gladbach durch Colautti, die allerdings hervorragend pariert wurde. Ansonsten ist in der ersten Halbzeit nicht so viel passiert und die zweite war wesentlich aufregender. Da waren die taktischen Konzeptionen auch etwas offener.

Wir haben dann eine sehr schön Flanke durch Bastians durch Cissè abgeschlossen. Danach hat Gladbach richtig Druck gemacht und spätestens nach der Einwechslung von Friend waren auch die langen Bälle gefährlich und wir haben den Ausgleichstreffer kassiert.

Danach haben wir etwas Glück gehabt, dass wir nicht in Rückstand geraten sind, aber mit ein bisschen mehr Selbstvertrauen hätten wir einen Überzahlangriff gut zu Ende gespielt und das Spiel auch noch gewonnen. Aber das wäre vielleicht auch heute ein Stück weit zuviel gewesen, weil Gladbach die aktivere Mannschaft war. Nach diesem sehr schlechten Spiel von uns letzte Woche ist es gut, dass wir mit diesem Erfolgserlebnis – und ein Punkt für uns in Gladbach ist ein Erfolgserlebnis für uns – nach Hause kommen.“

Der Trainer der Borussia, Michael Frontzeck: “Wir wussten natürlich, dass das heute ein kompliziertes Spiel wird. Ich finde, dass wir das heute über 90 Minuten gut hingekriegt haben und sicherlich ein kleines Chancenplus hatten. In der zweiten Halbzeit liegst du dann plötzlich 0:1 zurück und die Mannschaft hat sich dann aber nicht aus dem Takt bringen lassen, Torchancen heraus gespielt und dann eine davon genutzt. Und wenn du dann zwei, drei Riesen-Möglichkeiten nicht nutzt, musst du dann eben den einen Punkt mitnehmen. Mit dem Ergebnis bin ich nicht ganz zufrieden, aber mit der Spielleistung war ich zum Schluss sehr zufrieden.“

Foto: Steffen Andritzke/The Epoch Times
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