Bundesliga VfL Borussia Mönchengladbach – 1.FC Köln 3:0

Von 15. April 2012 Aktualisiert: 15. April 2012 23:07

Am 31. Spieltag der Fußballbundesliga besiegte Borussia Mönchengladbach zuhause den 1.FC Köln und kann nun auch rein rechnerisch nicht mehr von einem Platz, der zur Teilnahme am internationalen Geschäft berechtigt, verdrängt werden.

Dabei ist die Geschichte dieses Spiels schnell erzählt: vor 52.990 Zuschauern beherrschte der fünfmalige Deutsche Meister den akut abstiegsgefährdeten Rivalen aus Köln – abgesehen von den ersten 5 Minuten der zweiten Halbzeit – nach Belieben; spielte, kämpfte und kreierte sich hochkarätige Torchancen durch Hanke (3.Minute), Reus (22.), erneut Hanke (40.), Arango (70.) und Brouwers (77.).

Das 1:0 fiel in der 19. Minute durch einen präzisen Freistoß von Juan Arango, der den Ball mit seinem starken linken Fuß über die Mauer der Kölner zirkelte. Das 2:0 erzielte Tony Jatschke per Kopf nach einem Freistoß von Marco Reus und das 3:0 markierte Reus selber, nachdem er in der 53. Minute erst Geromel und dann auch Sereno getunnelt hatte.

Der 1.FC Köln war in diesem Spiel kein ebenbürtiger Gegner und allein Michael Rensing ist es zu verdanken, dass die „Geißböcke“ nicht derbe unter die Räder gerieten.

Am nächsten Samstag (21.4.) muss Borussia Mönchengladbach um 18:30 Uhr zum Spitzenspiel nach Dortmund reisen und der 1.FC Köln empfängt zuhause um 15:30 Uhr den VfB Stuttgart.

Der Trainer des 1.FC Köln, Frank Schaefer: „Wenn man in so einer schwierigen und komplizierten Situation ist wie wir, dann wünscht man sich als Trainer natürlich, dass man eben auch mal einige günstige Momente auf seiner Seite hat. Man wünscht sich vor allem aber auch einen günstigen Spielverlauf. Das braucht man dann auch in so einer Situation, die wie schon gesagt schwierig und kompliziert ist. Wenn es dann natürlich so ist, dass wir so einen Spielverlauf erwischen, der ungünstiger nicht hätte sein können, dann wird es natürlich auch schwer, hier eine Sensation oder eine Überraschung in Form eines Punktgewinns zu schaffen.

Ich habe die Situation so gesehen, dass wir gegen einen ganz, ganz stark aufspielenden Gegner gespielt haben, der von der ersten Minute an unglaublich viel Druck gemacht hat und dann durch eine Standardsituation in Führung geht. Die Reaktion meiner Mannschaft war dann so, dass wir besser ins Spiel gekommen sind, aber auch keine großen Torchancen hatten. Wir mussten die Gladbacher Dominanz zwar weiterhin anerkennen, aber zumindest hatten wir das Gefühl, jetzt besser ins Spiel reingekommen zu sein.

Dann kommen wir aus der Halbzeit raus und haben eine Doppelchance – und das sind Situationen, die eine Mannschaft braucht, um sich zu befreien und neuen Schwung zu bekommen … und wenn du dann drei Minuten später durch einen Doppelschlag 3:0 hinten liegst, dann ist natürlich hier nichts mehr zu holen. Nichtsdestotrotz ist es aber so, dass ich auch aus diesem Spiel einige Ansätze für mich mitnehme. Das will zwar im Moment niemand wissen und das ist mir auch klar, aber meine Aufgabe ist es, als Trainer Situationen zu analysieren und spielerisch richtig zu bewerten.

Das was ich gesehen habe, gibt mir deutliche Hoffnung, dass wir zum Ende hin unser Ziel, den Klassenerhalt, schaffen. Glückwunsch an Borussia Mönchengladbach und an Lucien Favre, denn das war ein hochverdienter Sieg. Wir aber werden jetzt alle Kräfte bündeln und ganz konzentriert weiterarbeiten, denn wir können aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen.“

Lucien Favre, der Trainer der Borussia: „Wir haben viel Druck gemacht und das nicht nur durch ein gutes Pressing, sondern auch im Spielaufbau. Wir haben sehr hoch gespielt und viel nach vorne gespielt und das von der ersten Sekunde an. Das 1:0 war dann logisch und wir haben dann weiter nach vorne gespielt. Wir hätten schon vor der Halbzeit das 2:0 machen können. Trotzdem wollten wir immer weiter offensiv spielen und das hat die Mannschaft auch gemacht. Das 2:0 ist wieder durch einen Freistoß gefallen und dann war es wirklich schwer für Köln zurückzukommen. Dieser Sieg war verdient, aber es war auch nicht so einfach wie man denkt. Es war eine gute Leistung und das ist sehr, sehr positiv. Ich wünsche dem FC Köln und Frank Schaefer viel Glück für die drei nächsten Spiele.“

 

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