Bundestrainer Henrik Rödl kann mit der Leistung seiner Mannschaft gegen Frankreich zufrieden sein.Foto: Swen Pförtner/dpa/dpa

Deutsche Basketballer verlieren auch gegen Frankreich

Epoch Times29. November 2020 Aktualisiert: 29. November 2020 17:05
Eine Niederlage, die Mut macht! Die deutschen Basketballer haben in der EM-Qualifikation auch gegen Frankreich verloren. Doch die Leistung in Pau machte Mut. Vor allem, weil fast alle Stars fehlten.

Die deutschen Basketballer haben in der EM-Qualifikation die nächste Niederlage kassiert. Das Team von Bundestrainer Henrik Rödl verlor im französischen Pau gegen Gastgeber Frankreich 74:86 (41:42), zeigte dabei aber drei Viertel lang eine überraschend starke Leistung.

Ohne die Spieler der Euroleague-Teams Bayern München und Alba Berlin sowie die NBA-Stars um Dennis Schröder musste Rödl auf eine sehr unerfahrene Mannschaft setzen, die ihre Sache gegen den WM-Dritten lange Zeit aber erstaunlich gut machte.

Am Ende gelang Frankreich aber doch die Revanche für die Niederlage gegen Deutschland in Vechta im Februar. Bester deutscher Werfer war der Ulmer Andreas Obst mit 16 Punkten. Am Freitag hatte die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes gegen Montenegro mit 74:80 verloren. Die Niederlagen sind für das deutsche Team aber nicht von allzu großer Bedeutung, da Deutschland als Teil-Gastgeber der wegen der Coronavirus-Pandemie von 2021 ins Jahr 2022 verschobenen Europameisterschaft bereits qualifiziert ist. Dann sollen eine Vorrundengruppe in Köln und die Endrunde in Berlin stattfinden.

Wegen der Corona-Krise fanden die Spiele in diesem Länderspielfenster in einer sogenannten Blase in Frankreich statt. Abgeschlossen wird die Qualifikation mit zwei weiteren Spieltagen im Februar 2021. Dann hat sich auch der Deutsche Basketball Bund um die Austragung der Partien in einer Corona-Blase beworben.

Rödl setzte gegen Frankreich auf die gleiche Anfangsfünf wie gegen Montenegro. Unter anderem standen die beiden Erfahrenen Robin Benzing und Andreas Obst wieder zu Beginn auf dem Parkett, die das junge deutsche Team führen sollten. Vor allem der 23 Jahre alte Karim Jallow glänzte im ersten Viertel mit acht Punkten. Zwar hatte die deutsche Auswahl zunächst erneut Probleme in der Defensive, offensiv wusste das völlig neuformierte Rödl-Team aber zu gefallen und hielt die Partie so offen.

Zur Pause lag Deutschland nur mit einem Punkt hinten (41:42), auch nach dem Wiederbeginn blieb die deutsche Mannschaft mit einer sehr mutigen Vorstellung im Spiel. „Ich glaube, dass Frankreich noch einmal ein anderes Kaliber ist als Montenengro“, hatte Rödl vor dem Spiel gesagt. Doch sein Team zeigte keine Angst vor dem großen Favoriten und lag kurz vor dem Ende des dritten Viertels sogar knapp vorne.

Doch im Schlussabschnitt machte sich die größere Erfahrung der Franzosen bemerkbar. Während dem deutschen Team vor allem offensiv nicht mehr viel gelang, trafen die Gastgeber nun hochprozentig aus der Distanz und zogen entscheidend davon. (dpa)

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