Deutschlands Handballer wollen sich nicht hängen lassen

Epoch Times20. Januar 2020 Aktualisiert: 20. Januar 2020 4:52
Die deutschen Handballer werden ohne die erhoffte Medaille von der EM heimkehren. Das Turnier ist für sie aber längst noch nicht beendet.

Deutschlands Handballer wollen sich im Prestigeduell mit Co-Gastgeber Österreich keine Blöße geben und bei der Europameisterschaft zumindest Kurs auf das Spiel um Platz fünf nehmen.

In der Partie am Montag (20.30 Uhr/ARD) in Wien erwartet Bundestrainer Christian Prokop von seinen Schützlingen eine ähnlich engagierte Vorstellung wie bei der bitteren 24:25-Niederlage gegen Kroatien, die die Chance auf das Halbfinale kostete. Die Deutsche Presse-Agentur beantwortet die wichtigsten Fragen zum weiteren Turnierverlauf.

Kann die DHB-Auswahl bei der EM noch etwas gewinnen?

Blendet man ein völlig unrealistisches Szenario aus, kann der Europameister von 2004 und 2016 in den Kampf um die Medaillen nicht mehr eingreifen. Dazu hätte die Mannschaft von Bundestrainer Prokop mindestens Zweiter in der Hauptrundengruppe I werden müssen, was nach den Niederlagen gegen Titelverteidiger Spanien und Kroatien so gut wie ausgeschlossen ist.

Welche Bedeutung hat die Partie gegen Österreich?

Es geht ums Prestige – und vor allem die Chance auf das Erreichen des Spiels um Platz fünf in Stockholm. Dieses neue Ziel hat sich die Mannschaft für die Endrunde gesetzt.

Gibt es dafür noch eine EM-Prämie?

Nein. Der Deutsche Handballbund hat vor dem Turnier nur für die Medaillen eine Prämie ausgelobt. Für den Titel hätte es insgesamt 250 000 Euro gegeben, für die Silbermedaille 200 000 Euro und für Bronze 150 000 Euro. Auch Prokop und sein Trainerteam hätten bei einem Medaillengewinn mit jeweils 20 Prozent der für die Spieler ausgelobten Prämien finanziell profitiert.

Hält die Mannschaft trotz des verfehlten EM-Ziels an ihrem Schlachtruf fest?

Natürlich. Das „Ganbaru – Deutschland“ wird auch bei den nächsten Spielen vor dem Anpfiff und am Ende der Auszeiten zu hören sein. Das Wort kommt aus dem Japanischen und bedeutet übersetzt so viel wie „das Beste geben“. Und das wollen die deutschen Spieler auch weiterhin.

Wie stark ist der nächste Gegner Österreich?

Der Co-Gastgeber der Endrunde gehört in Europa nicht zu den Topteams, spielt bisher aber eine sehr ansprechende EM. In der Vorrunde wurden alle Spiele gewonnen. In der Hauptrunde hielt das Team um die Bundesligaprofis Nikola Bilyk (THW Kiel) und Robert Weber (HSG Nordhorn-Lingen) sowohl gegen Kroatien als auch Spanien über weite Strecken gut mit. Für Österreich gibt es zudem einen besonderen Anreiz: Platz fünf bei der EM brächte das Ticket für die Olympia-Qualifikation, das Deutschland als WM-Vierter 2019 schon sicher hat. (dpa)

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