Die Spieler von Borussia Dortmund feiern das Tor von Jadon Sancho (M) gegen Gladbach.Foto: Federico Gambarini/dpa-Pool/dpa/dpa

Enttäuschung für Rose in Gladbach – BVB im Halbfinale

Epoch Times2. März 2021 Aktualisiert: 2. März 2021 22:43
Für Marco Rose gibt es wohl kein Happy End mehr in Gladbach. Gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber aus Dortmund platzte der Pokal-Traum im Viertelfinale. Jadon Sancho entwickelt sich beim BVB zum Mister DFB-Pokal.

Borussia Dortmund hat mit dem 15. Einzug in ein Pokal-Halbfinale seinem künftigen Trainer Marco Rose die Saison mit Borussia Mönchengladbach fast schon komplett verdorben.

Der BVB gewann das brisante Viertelfinal-Duell der beiden Westrivalen 1:0 (0:0) und schaffte damit im dritten Anlauf erstmals einen Pokal-Erfolg in Gladbach. Jadon Sancho (66. Minute) nutzte in einem intensiven Spiel einen üblen Abspielfehler von Nationalspieler Florian Neuhaus, um Dortmunds erstes Pokal-Halbfinale seit acht Jahren perfekt zu machen. Daran änderte auch die Gelb-Rote Karte für BVB-Spieler Mahmoud Dahoud nichts mehr (90.+3).

Gladbach muss nun in der Fußball-Bundesliga eine Aufholjagd starten, um noch die erneute Europapokal-Qualifikation zu schaffen. Im Achtelfinale der Champions League droht nach dem 0:2 im Hinspiel gegen Manchester City zudem das Aus. Seit Rose vor gut zwei Wochen seine Entscheidung öffentlich machte, im Sommer nach Dortmund zu wechseln, geht es für die Gladbacher bergab: Die Pokalpleite am Dienstag ausgerechnet gegen Roses künftigen Club war die vierte Pflichtspiel-Niederlage am Stück seitdem.

„Dieses Spiel ist grundsätzlich sehr, sehr wichtig für uns“, hatte Rose vor dem Match in der ARD gesagt. So sehr er auch beteuerte, dass es bei diesem brisanten Aufeinandertreffen nicht um ihn gehe, waren die Augen doch auf den Coach gerichtet. Eine kurze Umarmung vor dem Spiel mit seinem zukünftigen Assistenten Edin Terzic, ansonsten vermied der bei den Gladbacher Fans in Ungnade gefallene Trainer jeden Kontakt mit seinem zukünftigen Arbeitgeber.

Sorgen um ein vorzeitiges Ende seiner Tätigkeit am Niederrhein, muss er sich vorerst nicht machen. Auf die Frage, ob dies auch bei Niederlagen gegen den BVB und Bayer Leverkusen am Samstag Bestand habe, stellte Sportdirektor Max Eberl vor dem Spiel klar: „Ich sehe den Grund nicht, warum es nicht funktionieren soll.“

Die von Eberl angeführte Ergebniskrise machte sich im leeren Borussia-Park zunächst nicht bemerkbar. Die Gladbacher suchten die direkt den Weg nach vorn und hatten schon in der zweiten Minute die Riesenchance zur Führung, als Marcus Thuram nach feinem Zuspiel von Jonas Hofmann den Ball aus kurzer Entfernung neben das Tor setzte.

Der BVB war noch gar nicht im Spiel, da war es für Raphael Guerreiro auch schon vorbei. Der Außenmann musste in der fünften Minute wegen muskulärer Probleme verletzt runter und wurde durch Nico Schulz ersetzt. Die Gastgeber blieben auch in der Folgezeit die aktivere und strukturiertere Mannschaft, auch weil sich der BVB viele unnötige Ballverluste im Spielaufbau leistete.

Ohne Chance war der BVB aber keineswegs. Bei einem verunglückten Volleyschuss von Marco Reus (8.) sowie einer guten Gelegenheit von Sturmriese Erling Haaland (36.), als der Norweger frei durch war, hätten die Schwarz-Gelben in Führung gehen können. Ansonsten war es eine Höhepunkt-arme erste Halbzeit mit mehr Zweikämpfen als glanzvollen Momenten – ganz im Gegensatz zum rasanten Bundesliga-Duell am 22. Januar (4:2).

Mit mehr Schwung kam der BVB aus der Kabine und sorgte gleich für brenzlige Momente in der Gladbacher Defensive. Und schon durfte die Terzic-Elf jubeln, als Haaland nach Reus-Vorlage traf (53.). Doch zuvor hatte der Torjäger seinem Gegenspieler Ramy Bensebaini in die Hacken getreten hatte, entsprechend wurde das Tor zurückgenommen.

13 Minuten später war es dann aber doch passiert. Nach einem verhängnisvollen Abspielfehler von Neuhaus bei einer Gladbacher Ecke ging es schnell in die andere Richtung über Schulz, Haaland und Reus, ehe Sancho mit seinem vierten Pokal-Treffer vollendete. Zuvor hatte BVB-Keeper Marwin Hitz bei einem Schuss von Bensebaini den Rückstand verhindert (59.). (dpa)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion