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Keine «One Love»-Kapitänsbinde, dafür die Hand vorm Mund: Die deutsche Mannschaft posiert vor dem Auftaktspiel gegen Japan.
Keine «One Love»-Kapitänsbinde, dafür die Hand vorm Mund: Die deutsche Mannschaft posiert vor dem Auftaktspiel gegen Japan.Foto: Robert Michael/dpa

FIFA-WM in Katar: Deutsches Team könnte schon am Sonntag ausscheiden – „Moral“ und „Haltung“ wichtiger als Erfolg?

Von 24. November 2022
Die 1:2-Auftaktniederlage des DFB-Teams bei der FIFA-WM gegen Japan könnte ein weiteres Vorrundenaus bedeuten. Am Sonntag wartet ein bärenstarkes Spanien.

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Die überraschende 1:2-Niederlage der DFB-Elf im Auftaktspiel der Gruppe E gegen Japan könnte mehr als nur ein Ausrutscher gewesen sein. Das Ergebnis könnte Deutschland das zweite Vorrundenaus hintereinander bei einer FIFA-WM einbringen. Bereits 2018 musste sich das DFB-Team nach zwei Niederlagen gegen Mexiko und Südkorea vorzeitig aus Russland verabschieden.

Spanien startet souverän in die FIFA-WM

Schon im zweiten Gruppenspiel wartet am Sonntag Spanien – der Weltmeister von 2010 und Europameister der Jahre 2008 und 2012. Die Iberer zeigten sich nach zwei durchwachsenen Weltmeisterschaftsauftritten am Mittwoch (23.11.) wieder in Spiellaune. Gegen Costa Rica, 2014 in Brasilien noch Viertelfinalist, siegte das Team von Cheftrainer Luis Enrique mit 7:0 (3:0).

Über etwa zwei Drittel des Spiels sah alles nach einem standesgemäßen Auftakt der 22. FIFA-WM für das deutsche Team aus. Ein Elfmetertor von İlkay Gündoğan brachte die Mannschaft von Trainer Hansi Flick in der 33. Minute in Führung. Über längere Zeit hatte das DFB-Team das Spiel daraufhin unter Kontrolle. Am Ende gelang es Japan jedoch, dieses durch einen Doppelschlag von Dōan (75. Minute) und Asano (83.) zu drehen.

Bereits ein Unentschieden gegen Spanien könnte zu wenig sein

Deutschland bräuchte schon jetzt unbedingt einen Sieg gegen Spanien, um aus eigener Kraft noch das Achtelfinale erreichen zu können. Bereits im Fall eines Unentschiedens wäre das DFB-Team auf die Schützenhilfe anderer Teams angewiesen.

Costa Rica müsste Japan dann mindestens einen Punkt abnehmen, um Deutschland eine Chance auf Gruppenplatz 2 zu erhalten. Spanien könnte das DFB-Team nur noch mit einem sehr hohen Sieg im letzten Gruppenspiel einholen. Voraussetzung dafür wäre, dass die Iberer gleichzeitig gegen Japan verlieren. Allerdings würde beiden im direkten Duell ein Unentschieden für den Achtelfinaleinzug reichen.

Mit einem Sieg gegen die Mittelamerikaner wären die Asiaten so gut wie fix für das Achtelfinale qualifiziert. Nur ein deutscher Erfolg gegen Spanien und eine hohe Niederlage Japans im letzten Gruppenspiel könnten dann noch deren Weiterkommen verhindern.

Verliert Deutschland aber auch sein zweites Spiel gegen Spanien, würde bereits ein Punkt der Japaner gegen Costa Rica das Vorrundenaus besiegeln.

Niedrige Einschaltquoten beim ersten deutschen Spiel der FIFA-WM

An eine spielerische Explosion der DFB-Elf gegen das gestern souveräne spanische Starensemble glauben jedoch nicht viele. Selbst der gestrige Torschütze İlkay Gündoğan bescheinigte seinen Mannschaftskameraden fehlende Entschlossenheit:

 

Man hatte das Gefühl, dass nicht jeder den Ball haben wollte.“

Euphorie und Begeisterung fehlen jedoch auch in der breiten Bevölkerung selbst. Wie der „Stern“ berichtet, waren die Einschaltquoten des Deutschland-Spiels enttäuschend. Nur 9,23 Millionen Menschen verfolgten am Mittwochnachmittag die 1:2-Niederlage gegen Japan. Zum Vergleich: Das letzte Gruppenspiel 2018 in Russland sahen noch 25,4 Millionen Menschen.

Offenbar hat die Polarisierung im Vorfeld der FIFA-WM gleich in zwei Richtungen Zuschauer verschreckt. Medien, Politiker und Fangruppen hatten zum Boykott aufgerufen. Als Begründung nannte man unter anderem die Menschenrechtssituation in Katar und die Behandlung der LGBTQ-Gemeinde. Viele Menschen in Deutschland befolgen offenbar diese Boykottaufrufe.

„Moral“ und „Haltung“ wichtiger als Erfolg?

Auf der anderen Seite fühlen sich manche Fans durch genau diese Politisierung und das woke Auftreten der DFB-Elf entfremdet. In sozialen Medien quittierten vor allem sie die deutsche Niederlage mit Häme und äußerten, dem Team ein vorzeitiges Ausscheiden sogar zu gönnen. Der Grundtenor lautete, die deutsche Mannschaft habe sich offenbar mehr mit politischem Virtue Signalling als mit dem Gegner beschäftigt.

Auch im Vorfeld des gestrigen Spiels hatte das Team „Zeichen gesetzt“. Beim Mannschaftsfoto vor dem Anpfiff hielten sich die Spieler den Mund zu. Auf diese Weise wollten sie gegen den vermeintlichen „Maulkorb“ durch die FIFA protestieren. Diese hatten europäischen Mannschaften sportliche Sanktionen angedroht, sollten sie wie geplant mit der sogenannten „One Love“-Binde auflaufen.

Die FIFA wollte auf diese Weise eine Provokation gegen die Gastgeber und einen Missbrauch des Turniers für politische Statements verhindern. Pikanterie am Rande: Im Vorfeld der WM 2018 hatte der DFB noch selbst die Nationalspieler Mesut Özil und İlkay Gündoğan ins Visier genommen.

Diese sollten sich wegen eines Fototermins mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan rechtfertigen. Auch wenn der Besuch privat veranlasst war, wollte der Fußballbund darin ein politisches Signal erkennen – und verwahrte sich damals gegen ein solches. Am gestrigen Mittwoch sollte Gündoğan der einzige deutsche Torschütze bleiben.



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