Final-Niederlage: Zverev verpasst ersten Grand-Slam-Titel

Epoch Times14. September 2020 Aktualisiert: 14. September 2020 2:24
Der deutsche Tennisprofi Alexander Zverev hat den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere knapp verpasst. Der 23 Jahre alte Hamburger verlor im Endspiel der US Open in New York gegen den Österreicher Dominic Thiem nach einer 2:0-Satzführung noch…

Der deutsche Tennisprofi Alexander Zverev hat den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere knapp verpasst. Der 23 Jahre alte Hamburger verlor im Endspiel der US Open in New York gegen den Österreicher Dominic Thiem nach einer 2:0-Satzführung noch mit 6:2, 6:4, 4:6, 3:6, 6:7 (6:8).

Nach 4:01 Stunden verwandelte der Weltranglisten-Dritte seinen dritten Matchball. Als letzter männlicher deutscher Tennisprofi hatte Boris Becker 1996 bei den Australian Open den Titel bei einem der vier wichtigsten Turniere geholt. Bislang letzter deutscher Sieger in New York bleibt Becker vor 31 Jahren.

Thiem ist damit der erste Grand-Slam-Champion seit dem Schweizer Stan Wawrinka bei den US Open 2016, der nicht Novak Djokovic, Rafael Nadal oder Roger Federer heißt. Nadal und Federer hatten in diesem Jahr auf einen Start in Flushing Meadows verzichtet, Djokovic war im Achtelfinale disqualifiziert worden, weil er eine Linienrichterin im Frust unabsichtlich mit dem Ball abgeschossen hatte. In seinem vierten großen Finale nach den French Open 2018 und 2019 (jeweils gegen Nadal) sowie den Australian Open in diesem Jahr (Djokovic) gelang dem 27 Jahre alten Thiem der erste Grand-Slam-Turniersieg.

Dabei startete der Weltranglisten-Siebte Zverev im fast menschenleeren Arthur-Ashe-Stadium nahezu perfekt in das Match. Er spielte vom ersten Ballwechsel an absolut überzeugend und anfangs fast fehlerlos auf. Nach nur 30 Minuten entschied Zverev den ersten Satz für sich. Wegen der Coronavirus-Pandemie waren während des 14-tägigen Turniers keine Zuschauer zugelassen. Im zweiten Durchgang vergab Zverev beim Stand von 5:1 drei Satzbälle, beim Stand von 5:2 einen Satzball – erst den fünften nutzte er dann schließlich zum 6:4.

Thiem wirkte zeitweise gehandicapt durch eine Fußverletzung aus dem Halbfinale gegen den Russen Daniil Medwedew. Doch der Österreicher kämpfte sich in die Partie zurück und schaffte den Satzausgleich. Im fünften und entscheidenden Durchgang blieb es offen bei nun teilweisen spektakulären Ballwechseln – mit dem besseren Ende für Thiem im Tiebreak. (dpa)

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