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Epoch Times8. November 2014 Aktualisiert: 8. November 2014 13:35

Nico Rosberg hat das erste Duell mit seinem Teamkollegen Lewis Hamilton beim Großen Preis von Brasilien deutlich für sich entschieden.

Der Mercedes-Pilot fuhr im ersten Formel-1-Training im Autódromo José Carlos Pace klar die Bestzeit und distanzierte den Briten um stattliche 0,221 Sekunden. Dieser Punktsieg dürfte Rosberg bei seiner Verfolgungsjagd im Titelrennen noch einmal Auftrieb geben. Der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel war indes beim Auftakt in Sao Paulo als 14. schlechtester des deutschen Fahrerquartetts.

Rosberg (292 Punkte) liegt vor dem vorletzten Saisonlauf 24 Zähler hinter Spitzenreiter Hamilton (316) zurück. Um seine WM-Chancen nicht weiter zu schmälern, steht er am Sonntag unter enormem Erfolgszwang und kann sich eigentlich keine weitere Niederlage leisten. Denn selbst wenn der gebürtige Wiesbadener die abschließenden Rennen in Brasilien und zwei Wochen später in Abu Dhabi (wo es erstmals die doppelten Punktezahlen gibt) gewinnen sollte, wäre das noch keine Titelgarantie. Mit seiner Bestzeit von 1:12,764 Minuten setzte Rosberg auf dem 4,309 Kilometer langen Berg-und-Tal-Kurs aber immerhin ein klares Zeichen.

Von den anderen drei deutschen Fahrern schaffte es keiner in die Top-Ten. Vor allem Sebastian Vettel enttäuschte als 14. mit gewaltigen 2,138 Sekunden Rückstand auf Rosberg. Der viermalige Weltmeister aus Heppenheim hatte noch im Vorjahr im Red Bull den brasilianischen Grand Prix zum zweiten Mal gewonnen.

Adrian Sutil scheint seinen Cockpit-Verlust bei Sauber in der kommenden Saison gut verkraftet zu haben. Der 31 Jahre alte Bayer aus Gräfelfing belegte zum Auftakt seines voraussichtlich vorletzten Starts in der Königsklasse immerhin Rang elf. Force-India-Pilot Nico Hülkenberg (Emmerich) wurde 13.

Daniil Kwjat, Vettels Nachfolger bei Red Bull, überraschte im Toro Rosso als guter Dritter. Fernando Alonso belegte im Ferrari den vierten Platz vor dem Brasilianer Felipe Massa im Williams.

Wie schon zuletzt beim Großen Preis der USA in Austin traten auch in Sao Paulo nur 18 Autos an. Die insolventen Teams Marussia und Caterham fehlten erneut. Inzwischen wurde bekannt, dass Marussia auch beim Finale in Abu Dhabi nicht starten wird. Das Team aus Banbury konnte im Insolvenzverfahren nicht genügend Geld zur Rettung auftreiben und wird endgültig aufgelöst. Alle 200 Mitarbeiter müssen sich neue Jobs suchen.

Rosberg klammert sich an WM-Chance gegen Hamilton

Rein äußerlich und vom Gehabe her könnte der Gegensatz zwischen den beiden WM-Rivalen kaum größer sein:

Hier der breit grinsende, sich äußerst selbstbewusst präsentierende Lewis Hamilton mit Goldketten, glitzernden Brillies in beiden Ohren, schwarzer Mercedes-Mütze und zerschlissenen Jeans. Dort der eher nachdenkliche Nico Rosberg, mit einer auffälligen Armbanduhr als einzigem Schmuckstück und sportlichen Klamotten ohne jeden Schnick-Schnack.

„Ich träume von Frauen“, beteuerte Hamilton vor dem vorletzten Formel-1-Saisonrennen in Brasilien spitzbübisch, dass ihm der Titelkampf gegen seinen Mercedes-Teamkollegen keine Alpträume bereite. „Nico kommt darin nicht vor.“ Rosberg versicherte in Sao Paulo, er sei „voll auf sich fokussiert und weiterhin voll diszipliniert“. Er gehe diese Endphase mit Vollgas, aber auch einer gewissen Anspannung an: „Jetzt geht es um die Wurst.“

So unterschiedlich die beiden Mercedes-Piloten sind, so unterschiedlich ist auch ihre Ausgangslage am Sonntag. Hamilton (316 Punkte) führt nach zuletzt fünf eindrucksvollen Siegen in Serie die WM mit 24 Zählern vor dem seit seinem Heimrennen in Hockenheim im Juli sieglosen Rosberg (292) an.

Ein beruhigender Vorsprung, aber noch längst keine Titelgarantie für den Briten. Wegen der erstmals vergebenen doppelten Punktezahl beim Saisonfinale am 23. November in Abu Dhabi hätte Rosberg selbst bei einem „Nuller“ jetzt im Autódromo José Carlos Pace noch WM-Chancen. Eine Ausgangslage, die den 29 Jahre alten Deutschen zusätzlich motiviert: „Ich gehe voller Optimismus in die Rennen. Dann bringe ich die besten Leistungen. Es ist toll, dass ich noch eine Titelchance habe.“

Offensichtlich beschäftigt sich Rosberg zumindest nebenbei mit den zahlreichen Varianten im WM-Rennen. „Ich wünsche ihm, dass er hier gewinnt und ich ausfalle und er dann in Abu Dhabi ausfällt und ich gewinne“, sagte er schelmisch – wohl wissend, dass er dann am Ende mit einem Punkt Vorsprung triumphieren würde.

Indes würden Hamilton rein rechnerisch ein dritter Rang in Brasilien und ein zweiter Platz in Abu Dhabi selbst im Fall von zwei Rosberg-Erfolgen zum zweiten Titel-Triumph nach 2008 reichen. Aber trotz seiner relativ komfortablen Situation denkt er nicht an irgendwelche taktische Manöver. „Ich habe keinen speziellen Plan und will einfach weiterhin gewinnen“, versicherte der zehnfache Saisonsieger. „Ich will den Titel nicht, ohne Rennen zu gewinnen.“

Abgesehen vom Vorsprung hat Hamilton auch durch seine lehrreichen Erfahrungen aus zuvor zwei Titelkämpfen einen Vorteil gegenüber Rosberg. Der musste noch nie eine so nervenaufreibende und kraftraubende Situation durchstehen. 2007 verlor Hamilton als 22 Jahre altes Talent in einem dramatischen Finale in Sao Paulo trotz der besseren Ausgangslage noch die WM. Brasilien-Sieger Kimi Räikkönen holte im Ferrari sensationell den Titel mit einem Zähler Vorsprung vor dem punktgleichen McLaren-Duo. Hamilton reichte es nur zum siebten Tagesrang, Fernando Alonso wurde Dritter.

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Ein Jahr später schien der Titel im dramatischen Regenchaos erneut in Sao Paulo wieder verloren. Die Fans feierten Sieger Felipe Massa schon vorschnell als Champion, ehe Hamilton auf den letzten Metern noch am Deutschen Timo Glock vorbeiziehen konnte. Rang fünf reichte, um Massa um einen Punkt zu distanzieren. „Ich bin viel besser als in der Vergangenheit vorbereitet“, versicherte Hamilton nun. „Ich habe keine Angst.“ Er habe alles getan, was in seiner Macht stehe.

Angst hat auch Rosberg keine. Dass er seinen WM-Traum noch verwirklichen kann, motiviert ihn zusätzlich. „Das ist eine neue Situation für mich und ich muss ein extrem hohes Level suchen, da mein Teamkollege sehr gut ist. Ich muss neue Limits suchen.“ Vielleicht kann ihm ja seine Frau Vivian dabei den entscheidenden Schub geben. „Sie schreibt mir immer eine SMS vor dem Rennen oder sagt mir „Go“ und meinen Kosenamen“, sagte Rosberg, ohne den Kosenamen zu verraten. In Sao Paulo ist seine Angetraute nicht dabei – da müsste dann die SMS helfen.

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(dpa/mz)