Frankfurt nach turbulenten Tagen im Achtelfinale

Epoch Times29. Februar 2020 Aktualisiert: 29. Februar 2020 7:53
Eintracht Frankfurt hat ein 2:2 bei Red Bull Salzburg für den Einzug ins Achtelfinale der Europa League gereicht. Man des Tages war mit einem Doppelpack der Portugiese André Silva. Nächster Gegner ist der FC Basel.

Nach dem Erreichen des Europa-League-Achtelfinals herrschte bei Eintracht Frankfurt gleich in mehrfacher Hinsicht große Erleichterung.

Mit dem 2:2 (0:1) parierte der Fußball-Bundesligist am Freitagabend recht souverän den vor allem in der Anfangsphase vehementen Versuch von Red Bull Salzburg, nach dem 1:4 am Main die Hessen doch noch aus dem Wettbewerb zu werfen.

„Wir hatten Glück, dass das 0:2 nicht gefallen ist“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic über die anfängliche Sturm- und Drangphase des österreichischen Meisters. Stattdessen konnte André Silva (30. Minute) das frühe Führungstor von Red-Bull-Kapitän Andreas Ulmer (10.) ausgleichen. „Das 1:1 war Gold wert“, meinte Frankfurts Mittelfeldspieler Sebastian Rode. Eintracht-Stürmer Silva konnte zudem auch noch das 1:2 durch Jerome Onguené (72.) in der 83. Minute egalisieren und damit ein turbulentes Gastspiel zum Erfolg führen.

Schließlich konnten die Hessen erst mit einem Tag Verspätung feiern, da die Partie wegen Orkan-Gefahr vom Donnerstag verschoben worden war. „Die Absage konnte man nicht beeinflussen. Ich habe sie aber nicht schlecht gesehen, da wir einen Tag mehr Regenerationszeit hatten“, sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter. Zugleich hatten seine Spieler auch einen Tag mehr, um sich von der 1:2-Heimpleite in der Bundesliga am vergangenen Montag gegen den 1. FC Union auch mental zu erholen. „Über zwei Spiele betrachtet ist der Einzug ins Achtelfinale absolut verdient“, befand der Coach.

Die Frankfurter konnten außerdem mit einer gewissen Erleichterung in die Salzburg-Partie gehen, weil sie wussten, dass sie nicht schon 48 Stunden später wieder bei Werder Bremen antreten mussten. „Wenn das Spiel angesetzt geblieben wäre, wäre es ein riesiger Nachteil gewesen“, betonte Hütter. Er verstehe, dass Werder spielen wollte. „Wir tun aber für den deutschen Fußball in Europa viel.“ Angesichts der vielen kommenden, wichtigen Spieltermine hoffe er, dass die Neuansetzung „so spät wie möglich“ erfolgen möge. Bereits am nächsten Mittwoch erwartet die Eintracht die Bremer zum Viertelfinalspiel im DFB-Pokal.

In der Europa League geht es am 12. und 19. März im Achtelfinale weiter gegen den FC Basel. „Ich hoffe, dass wir auch in dieser Saison wieder so eine Rolle spielen wie im Vorjahr. Das Potenzial haben wir dazu“, sagte der Schweizer Mittelfeldspieler Djibril Sow, der den FC Basel auf dem gleichen Leistungslevel wie die Salzburger einstuft. Die Eintracht war in der vergangenen Spielzeit bis ins Halbfinale der Europa League gekommen.

„Es ist eine Mannschaft, die sich in Europa auskennt. Das wird kein einfaches Ding werden“, erwartet Bobic. „Wir wollen im Heimspiel etwas vorlegen und weiterkommen.“ Da die Schweizer Regierung bis mindestens 15. März wegen der steigenden Zahl von Coronavirus-Fällen auch Sportveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen untersagt hat, könnte bei einer Verlängerung der Frist die Partie in Basel zum Geisterspiel werden. „Es wäre schön, wenn wir mit Zuschauer spielen könnten, aber auch das ist höhere Gewalt“, sagte Bobic. (dpa)

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