Grüße an China verboten – Pekings langer Arm in Deutschland

Epoch Times4. März 2006 Aktualisiert: 4. März 2006 10:54

Homburg/Saar – Während des Frauenfußball-Länderspiels Deutschland gegen die Auswahl der VR China am 1.März wurde vier Menschenrechtlern untersagt, mittels Spruchbändern Grüße an das chinesische Team zu richten. In Homburg beim Frauen-Länderspiel Deutschland gegen China hielten Menschenrechtsaktivisten drei  Spruchbänder mit der Aufschrift „Falun Gong grüßt das Team aus China“ in deutscher, englischer und chinesischer Sprache hoch. Sie wollten damit auf dezente Art auf die grausame Verfolgung dieser buddhistischen Meditationsschule in der Volksrepublik China aufmerksam machen.

Nach einer halben Stunde kamen Sicherheitskräfte und verlangten die sofortige Entfernung des Wortes „Falun“ auf den Transparenten oder die Entfernung der Spruchbänder insgesamt. Eine Begründung für diese Maßnahme gab es nicht. Die Ordner verwiesen lediglich darauf, auf Anweisung des Deutschen Fußballbundes zu handeln und beriefen sich auf dessen Hausrecht.

Wieder einmal verbeugte sich der DFB vor den kommunistischen Machthabern aus Peking. Wie schon am 12. Oktober in Hamburg, als es Aktivisten untersagt wurde, beim Fußball-Länderspiel Deutschland gegen China die in China verbotene tibetische Flagge zu zeigen.

Wie am darauf folgendem Tag sowohl vom Sicherheitsdienst als auch von Frau Küster, der Verantwortlichen des Deutschen Fußballbundes bestätigt wurde, handelte der DFB auf Anweisung einer chinesischen Betreuerin. Eine weitere Stellungnahme hierzu wurde von Frau Küster abgelehnt. Offenbar waren für die chinesischen Team-Betreuer allein schon die Worte „Falun Gong“ Grund genug um für das Einholen der Spruchbänder zu sorgen.

Falun Gong ist die größte Qigongschule der Welt, die in der Volksrepublik China seit 1999 verboten ist und auf brutalste Weise verfolgt wird. Auch romtreue Katholiken, evangelische Hauskirchen, unabhängige Gewerkschaftsbewegung und viele andere Gruppen, die nicht unbedingt konform sind mit dem kommunistischen Regime Chinas, werden drangsaliert oder verfolgt. Für viele ist Falun Gong inzwischen zu einem Synonym für friedlichen Widerstand in China geworden.  

Chinagruppe Heidelberg der IGFM

                                                                            



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion