Robert Lewandowski (M.) traf per Elfmeter zum 1:0.Foto: Sven Hoppe/dpa/dpa

Mit Dusel und dank Lewandowski: Bayern zittert sich zum Sieg

Epoch Times20. Januar 2021 Aktualisiert: 20. Januar 2021 22:27
Der FC Bayern gewinnt wieder mit dem berühmten Dusel - aber vor allem dank Torjäger Robert Lewandowski. Der Weltfußballer führte den Tabellenführer in der Bundesliga per Elfmeter (13. Minute) mit seinem 22. Saisontor zu einem am Ende zittrigen…

Der FC Bayern gewinnt wieder mit dem berühmten Dusel – aber vor allem dank Torjäger Robert Lewandowski. Der Weltfußballer führte den Tabellenführer in der Bundesliga per Elfmeter (13. Minute) mit seinem 22. Saisontor zu einem am Ende zittrigen 1:0 (1:0) im Derby beim FC Augsburg.

Nach einer wackligen Hinserie geht Hansi Flicks Starensemble mit 39 Punkten als Primus in die Rückrunde, Meistertitel Nummer neun in Serie winkt. Erstmals nach fast drei Monaten – oder elf Partien – spielte der Triple-Champion zu Null. Nationaltorhüter Manuel Neuer egalisierte mit seiner 196. weißen Weste den Zu-Null-Rekord des früheren Bayern-Titans Oliver Kahn. Die Gastgeber vergaben in der zweiten Hälfte per Elfmeter die Riesenchance zum Ausgleich.

Flick hatte unmittelbar vor dem Anstoß angekündigt: „Wir wollen jetzt nachlegen.“ Drei Tage nach dem 2:1 gegen den SC Freiburg und dem vorläufigen Ende der Ergebnis-Krise konnte der 55-Jährige auch wieder mit Serge Gnabry planen. Der Nationalspieler hatte die Partie gegen den Sportclub wegen muskulärer Probleme vorzeitig beenden müssen.

In Augsburg bildete er mit Kingsley Coman die kreative Flügelzange gegen kompakt und zu Beginn oft tief in der eigenen Hälfte stehende Augsburger – auf einen nominellen Stürmer hatte Trainer Heiko Herrlich verzichtet. Konter waren das Hoffnungsmittel.

Doch gegen den Angstgegner, der per Bus aus München angereist war, war erstmal nicht viel zu holen. Die Münchner ließen den Ball besser laufen als bei den Niederlagen in der Liga gegen Borussia Mönchengladbach und im DFB-Pokal gegen Zweitligist Holstein Kiel, machten Druck auf das Augsburger Tor und wurden mit einer frühen Führung belohnt.

Lucas Hernández, für Alphonso Davies in die Bayern-Abwehr gerückt, entwickelte sich schnell zum Aktivposten und wurde im Strafraum der Gastgeber von Rani Khedira am Fuß getroffen. Elfmeter! Lewandowski verlud den starken Rafael Gikiewicz im FCA-Kasten. Tor Nummer 22 für den 32 Jahre alten Polen im 17. Saisonspiel – der fast ein halbes Jahrhundert alte Rekord von Ex-Bayern-Profi Gerd Müller von 40 Toren aus der Spielzeit 1971/72 könnte in diesem Jahr fallen.

Eines aber mussten sich die Münchner – auch Lewandowski, der seinen Hinrunrekord bis zur Auswechslung in der 67 . Minute – vorhalten lassen: Die Chancenverwertung. Gnabry (23.,38.), Thomas Müller (23.) und Lewandowski (24.,42.) scheiterten. Zum Teil an Gikiewicz. Zum Teil an der fehlenden Genauigkeit oder dem fehlenden Glück, wie bei Lewandowskis Außenpfostentreffer kurz vor der Pause.

Würde sich das rächen? Die Bayern waren auf einmal nicht wieder zu erkennen. Das passable Passspiel, die Torchancen, die Sicherheit – nichts war mehr davon zu sehen. Stattdessen gewährten sie den Augsburgern Räume zur Entfaltung, machten den Gegner selbst wieder stark.

Herrlich erkannte die Gelegenheit, brachte die Angreifer Alfred Finnbogason und Florian Niederlechner. Und dann sprang Frankreichs Weltmeister Benjamin Pavard der Ball den Arm – Elfmeter für Augsburg. Bayern wankte schon wieder, nachdem Freiburg in der Nachspielzeit fast noch der Ausgleich gelungen wäre. Und diesmal: Finnbogason traf nur den Pfosten. Der Bayern-Dusel ist wieder da. (dpa)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion