Kölns Ellyes Skhiri (l) und der Wolfsburger Maximilian Arnold versuchen an den Ball zu gelangen.Foto: Federico Gambarini/dpa-Pool/dpa/dpa

Negativrekord für Köln, Rekord für Wolfsburg

Epoch Times5. Dezember 2020 Aktualisiert: 5. Dezember 2020 17:29
Auch mit der jüngsten Startelf seit fast 54 Jahren und einem Tor wie einst Lukas Podolski hat der 1. FC Köln seine schwarze Heimserie nicht beendet.Eine Woche nach dem 2:1-Coup bei Borussia Dortmund kamen die Kölner trotz zweimaliger Führung…

Auch mit der jüngsten Startelf seit fast 54 Jahren und einem Tor wie einst Lukas Podolski hat der 1. FC Köln seine schwarze Heimserie nicht beendet.

Eine Woche nach dem 2:1-Coup bei Borussia Dortmund kamen die Kölner trotz zweimaliger Führung nur zu einem 2:2 (2:1) gegen den VfL Wolfsburg und blieben damit in ihrer 49. Saison in der Fußball-Bundesliga zum ersten Mal in elf Heimspielen in Folge sieglos. Wolfsburg stellte im 24. Erstliga-Jahr dagegen mit zehn Spielen ohne Niederlage zum Saisonstart einen positiven Vereinsrekord auf.

Ein kurioses Stück Vereinsgeschichte für die Kölner schrieb Jan Thielmann. Der Offensivspieler war bei seinem Profi-Tor in der 18. Minute mit 18 Jahren, sechs Monaten und neun Tagen exakt so alt wie der spätere Weltmeister Lukas Podolski bei seinem ersten Bundesliga-Treffer für den FC im Jahr 2003. Nach dem Ausgleich durch Maximilian Arnold (29.) schoss Ondrej Duda den FC erneut in Führung (43.). Wout Weghorst glich aber erneut aus (47.).

Auch Weghorsts sieben Tore nach dem zehnten Spieltag sind eine Vereins-Bestmarke. Die teilt sich der Niederländer mit Jonathan Akpoborie (1999/2000) und Edin Dzeko (2010/11).

Köln belegt mit nur sieben Punkte weiterhin Rang 15, der am Saisonende zur Rettung reichen würde. Wolfsburg ist mit 18 Zählern weiter Fünfter.

Köln hatte in einem munteren Spiel die erste Chance durch einen Schuss der Wolfsburger Leihgabe Elvis Rexhbecaj, den VfL-Keeper Koen Casteels parierte (9.). Zwei Minuten später bewahrte Kölns Torhüter Timo Horn den FC vor einem Rückstand, als er nach einem Luftloch seines Namenskollegen Jannes Horn gegen den völlig frei vor ihm stehenden Weghorst hielt (11.).

Die Kölner agierten wie in Dortmund mit einer Dreierkette in der Abwehr. Im Sturm, wo Sebastian Andersson wegen Knieproblemen wie Anthony Modeste zunächst auf der Bank saß, spielten dafür statt einer falschen Neun gleich zwei nebeneinander: Duda und Thielmann, die prompt beide nach Hereingaben von rechts trafen. Zunächst bereitete Salih Özcan vor, der nach 38 Minuten mit einer Oberschenkelverletzung vom Feld musste, dann Rexhbecaj.

Arnold traf mit einem sehenswerten Freistoß, den er zuvor selbst herausgeholt hatte. Weghorst verwertete eine Flanke von Renato Steffen per Kopf. Der Schweizer Steffen hätte dem zweiten Ausgleich fast direkt die erste Führung der nun recht klar dominierenden Wolfsburger folgen lassen, schoss aber knapp vorbei (54.). Auf der Gegenseite rettete Xaver Schlager nach einem Kopfball von Sebastiaan Bornauw kurz vor der Linie (74.). (dpa)

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