Schweiz schafft Sensationssieg über WM-Favoriten Spanien

Von 16. Juni 2010 Aktualisiert: 16. Juni 2010 23:36

Beim Spiel Spanien gegen die Schweiz trafen die deutschen Zuschauer auf einen alten Bekannten. Ottmar Hitzfeld, der zurzeit die Schweiz trainiert, hatte seine Mannschaft erwartungsgemäß defensiv gegen die vermeintliche Übermacht aus Spanien aufgestellt.

Spanien spielstark und fast immer in Ballbesitz überzeugt gleich zu Anfang mit schönem Passspiel und zwingt die Schweizer in die Defensive. In den wenigen Momenten, in denen sich die Schweiz in den spanischen Raum vorwagte, stand die spanische Abwehr sicher, und gleich schaffte es Spanien wieder auf Angriff umzuschalten und sich Chancen herauszuarbeiten. 80 Prozent Ballbesitz für Spanien nach 10 Minuten sprechen eine deutliche Sprache.

Dennoch gelang der erste Torschuss für Spanien erst nach über einer Viertelstunde. Im weiteren Spielverlauf zeigte sich keine Veränderung, bis Spanien in der 24. Minute mit Piket eine große Chance erarbeitete, der frei zum Schuss kam, aber durch den Torwart mit einer tollen Reaktion vereitelt wurde. Kurz darauf ein Freistoß für die Schweiz, der durch einen Aufsetzer für einen Moment für den spanischen Torhüter gefährlich wird.

Spanien weiterhin spielentscheidend aber auch ein Freistoß kurz vor dem Elfmeterraum wurde durch die Schweizer Mauer vereitelt. Gegen Ende der ersten Halbzeit dann deutlich mehr Chancen für Spanien, aber selten wirklich gefährlich, da die Schweizer Abwehr geschickt die spanischen Angriffe verhindern konnte.

Nach dem zweiten Anpfiff bleibt die Abwehr aus Spanien auch weitestgehend arbeitslos. Spanien zum Anfang der zweiten Halbzeit noch überlegener. Der Drang zum Tor ist bei Spanien eindeutig erkennbar. Spanien bewegte sich nun sehr viel vor dem Tor der Schweiz.

Die erste Sensation der WM in Südafrika

In der 52. Minute gelang dann die Sensation an die keiner geglaubt hätte. Irgendwie schaffte es Fernandez, den Ball am spanischen Torwart vorbei zu wurschteln und den Ball ins Tor zu schieben.

Spanien wechselte nun zwei offensive Spieler ein, die für die nötigen Tore für Spanien sorgen sollten und erhöhte jetzt noch einmal den Druck. Gut herausgespielte Chancen von Spanien wurden aber vom Schweizer Torhüter vereitelt.

Die Schweiz blieb diszipliniert und spielte sich sogar den einen oder anderen Angriff vor das spanische Tor heraus. Auch das Glück war der Schweiz gewogen als ein Gewaltschuss der Spanier aus 30 Metern nur knapp an der Latte scheiterte. Fünf Minuten später gelang der Schweiz sogar fast das 0:2, als Derdiyok sich durch die spanische Abwehr kämpfte und dann aber am rechten Aluminium scheiterte.

Das Spiel wurde gegen Ende immer spannender als Spanien nur noch 10 Minuten blieben um wenigstens den Ausgleich zu schaffen. Die Schweiz schaffte es sogar kurzzeitig, das Spiel in die Hand zu nehmen und sich durch gute Kombinationen Torchancen zu erarbeiten. Spanien fiel es dann gegen Ende zusehends schwerer, Schüsse aufs Tor der Schweiz abzugeben und scheiterte spätestens am starken Schweizer Torhüter. Auch Torres vergab eine gute Chance, indem er sich den Ball zu weit vorlegt und dieser schließlich im Toraus endet.

Lange Nachspielzeit gewährt Spanien eine letzte Frist

Die fünf Minuten Nachspielzeit, die der Schiedsrichter gab sind gefühlte 50 Minuten lang. Die Schweizer mussten sich nun gegen einen konstanten Ansturm auf ihr Tor zur Wehr setzen und der Torhüter der Schweiz machte dabei eine ausnehmend gute Figur, auch wenn er für Spielverzögerung eine gelbe Karte erhielt.

Doch Spanien kann auch die lange Nachspielzeit nicht nutzen und verliert trotz großer Angriffsbemühungen mit 0:1. Ein Favorit in Südafrika hat somit die erste Niederlage erlitten und die Schweiz macht die erste Sensation der Weltmeisterschaft zur Wirklichkeit.

 

Foto: Doug Pensinger/Getty Images
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