Jockey Pedroza feiert Derby-Sieg mit Laccario im TV-Sessel

Epoch Times7. Juli 2019 Aktualisiert: 7. Juli 2019 18:23
Laccario ist der Sieger des deutschen Galopp-Derbys. Der Hengst gewinnt in Hamburg das Blaue Band und sichert seinem Besitzer 390 000 Euro. Für den Jockey geht eine lange Leidenszeit zu Ende.

Hamburg (dpa) – Nach 16 sieglosen Teilnahmen am Deutschen Derby ist Jockey Eduardo Pedroza endlich der große Wurf gelungen. Mit dem Hengst Laccario gewann der 44-jährige Reiter auf der Rennbahn in Hamburg-Horn das mit 650.000 Euro bestdotierte deutsche Galopprennen.

Favorit Laccario setzte sich bei der 150. Auflage vor dem Mitfavoriten Django Freeman (Lukas Delozier) und Außenseiter Accon (Jiri Palik) durch. Der ebenfalls zum Kreis der Sieganwärter gehörende Quest the Moon mit dem siebenmaligen Derby-Siegjockey Andrasch Starke wurde im Feld der 15 Pferde nur Vierter.

Mit einer Champagnerdusche wurde der siegreiche Jockey von seinen Kollegen gefeiert und erlebte die Siegerehrung mit völlig durchnässter Kleidung. „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, ich freue mich sehr“, sagte Pedroza erleichtert. „Ein bisschen Fernsehen gucken“, antwortete er auf die Frage, wie er den Sieg feiern werde. Auf jeden Fall werde es ruhig zugehen, meinte er.

Das Publikum war stürmischer und feierte das Siegerteam mit Ovationen. Was für Pedroza neu ist, kennt Trainer Andreas Wöhler aus Spexard bei Gütersloh seit langem. Es war für den Coach Derby-Sieg Nummer fünf. 1992, 1999, 2011 und 2016 hatte der heute 57-jährige Wöhler in Hamburg bereits gewonnen. „Das ist schon ein sehr gutes Pferd“, betonte der Coach. „Und der ist noch nicht am Zenit seines Könnens angekommen.“

Für Laccario war es der vierte Sieg in Serie. Der Hengst hat sich in den letzten Monaten kontinuierlich gesteigert und nun den größten Erfolg seiner Karriere erzielt. „Ich bin überwältigt“, sagte Besitzer Manfred Ostermann, ein Möbelunternehmer aus Witten, und ergänzte: „Nach 25 Jahren wieder hier zu stehen, das ist ein unbeschreibliches Gefühl.“ Er kassierte für den Sieg seines Pferdes 390.000 Euro.

Ostermann hatte mit seinem Gestüt Ittlingen in der Vergangenheit schon zwei Triumphe beim wichtigsten nationalen Galopprennen gefeiert. Mit Lando und Laroche, zwei Verwandten des neuen Derbysiegers, hatte er sich das Blaue Band 1993 und 1994 gesichert.

Der zweitplatzierte Django Freeman nimmt Abschied von Europa. Der Hengst wird nach Australien gebracht. Das war die Vereinbarung, als australische Besitzer 50 Prozent des Pferdes erworben hatten. Sieger Laccario aber setzt seine Karriere in Deutschland fort. Aber nicht mehr im Derby. Da dürfen nur dreijährige Pferde starten.

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