Klopp und Liverpool nach Niederlage bei Barcelona vor K.o.

Epoch Times1. Mai 2019 Aktualisiert: 1. Mai 2019 23:03
Das Halbfinale zwischen dem FC Barcelona und dem FC Liverpool klingt für viele wie ein vorgezogenes Endspiel in der Fußball-Königsklasse. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp tritt im Camp Nou zwar mutig auf - doch am Ende entscheiden Barças Top-Stürmer die Partie.

Jetzt hilft Jürgen Klopp nur noch ein Fußball-Wunder: Das Star-Ensemble des FC Barcelona mit dem überragenden Lionel Messi hat die Hoffnungen auf ein erneutes Champions-League-Finale des FC Liverpool mit seinem deutschen Trainer schon fast zunichte gemacht.

Die Reds kassierten im Camp Nou eine heftige 0:3 (0:1)-Niederlage. Luis Suárez (26. Minute) und der herausragende Messi (75./82.) schossen den Sieg des bereits feststehenden spanischen Meisters heraus.

Damit steht Liverpool am kommenden Dienstag im Rückspiel an der Anfield Road vor einer schier unlösbar scheinenden Aufgabe, doch noch das Endspiel am 1. Juni in Madrid zu erreichen. Im anderen Halbfinale hatte tags zuvor Ajax Amsterdam mit 1:0 bei den Tottenham Hotspur gewonnen und sich damit vor dem Rückspiel im eigenen Stadion eine sehr gute Ausgangsposition auf das Finale verschafft.

„Wir sollten auch mutig sein, wenn wir den Ball haben“, hatte Klopp kurz vor dem Anpfiff noch im TV-Sender Sky gesagt und gefordert, dass seine Mannschaft „kreativ“ und „aktiv“ agieren solle. Und so entwickelte sich zwar ein unterhaltsames Duell mit einigen Offensivszenen, doch richtig gefährlich wurde in den ersten 45 Minuten nur der Gastgeber. Nach einer Viertelstunde forderten die Barça-Fans einen Elfmeter, weil Liverpools Joel Matip einen Schuss von Messi aus kurzer Distanz gegen die Hand bekommen hatte, doch Schiedsrichter Björn Kuipers aus den Niederlanden ließ nach kurzer Überprüfung weiterspielen. Angetrieben von Superstar Messi setzten die Katalanen den Gast aus England immer wieder unter Druck und wurden dann auch mit dem Führungstor durch Suárez belohnt.

Nach einem Zauberpass von Jordi Alba ließ der Nationalstürmer aus Uruguay aus kurzer Distanz Reds-Schlussmann Alisson keine Abwehrmöglichkeit. Schon zwei Minuten zuvor musste Klopp einen ersten Rückschlag hinnehmen. Der frühere Leipziger Bundesliga-Profi Naby Keita musste verletzt vom Platz, für ihn kam Jordan Henderson (24.).

Auf der anderen Seite musste Nationaltorwart Marc-André ter Stegen in der ersten Hälfte kaum eingreifen. Bei langen Bällen oder Flanken jedoch war der frühere Gladbacher gewohnt souverän und abgeklärt. „Die Mannschaft hat eine ungeheure Qualität nach vorne“, hatte ter Stegen vor den Liverpoolern gewarnt und prophezeit: „Am Ende wird viel darauf ankommen, wer weniger Fehler macht.“

Nach dem verlorenen Finale gegen Real Madrid wollte Klopp unbedingt erneut ins Endspiel – was nun jedoch in weite Ferne gerückt ist. Im Gegensatz zu Barcelona, das am Wochenende den Titel in der spanischen Meisterschaft perfekt machte, ist das Klopp-Team zudem in der Premier League auch noch intensiv gefordert.

Zwei Spiele vor dem Saisonende liegen die Reds als Tabellenzweiter einen Punkt hinter dem Titelverteidiger Manchester City und müssen auf einen Patzer der Pep-Guardiola-Elf hoffen.

Keinen Fehler leistete sich ter Stegen, der in der zweiten Hälfte ganz anders im Fokus stand und gefordert war. Einen Schlenzer von James Milner lenkte er reaktionsschnell um den Pfosten (47.), auch bei Schüssen von Mohamed Salah (53.) und erneut Milner (59.) war er zur Stelle (53.). Liverpool erhöhte Tempo, Druck und vor allem Präzision im Spiel nach vorne. Barça gelang lange Zeit kaum noch Entlastung, doch dann schlugen die Ausnahmestürmer Suárez und Messi zu. Zunächst staubte der fünfmalige Weltfußballer aus Argentinien ab, nachdem Suárez mit dem Knie die Latte getroffen hatte. Kurz darauf zirkelte Messi einen direkten Freistoß unhaltbar ins obere Toreck. (dpa)

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