«Beide Spiele waren mit Licht und Schatten, mit guten Ansätzen, aber natürlich beide Spiele auch mit Fehlern», sagt Joachim Löw.Foto: Christian Charisius/dpa/dpa

Löws Oktober-Plan soll endlich den Sieg bringen

Epoch Times7. September 2020 Aktualisiert: 7. September 2020 5:09
Die ganz spezielle Länderspielwoche löst beim Bundestrainer «gemischte Gefühle» aus. Ansätze für erfolgversprechende Leistungen sind da, die Ergebnisse stimmen noch nicht. Im Oktober sollen mit den Rückkehrern um Kapitän Neuer endlich wieder Erfolgserlebnisse her.

Als kurz nach Mitternacht der Mannschaftsbus der Fußballnationalmannschaft aus dem „Joggeli“ fuhr, hatten der Bundestrainer und sein verärgertes Personal Frust und Zuversicht zugleich an Bord.

„Beide Spiele waren mit Licht und Schatten, mit guten Ansätzen, aber natürlich beide Spiele auch mit Fehlern“, erklärte Joachim Löw vor der Abfahrt in der Nacht zum Montag zu den beiden 1:1-Spielen gegen Spanien und die Schweiz. „Die Gefühle sind gemischt“, verriet der Weltmeistercoach von 2014: „Natürlich will man die Spiele gewinnen.“ Er könne aus den Nations-League-Begegnungen aber auch „gute Erkenntnisse“ mitnehmen für die Mission EM-Titel 2021, ergänzte der 60-Jährige.

Im St. Jakob-Park von Basel, von Fußballfans auch „Joggeli“ genannt, hatte das DFB-Team wie schon drei Tage zuvor in Stuttgart gegen Spanien einen 1:0-Vorsprung verspielt. Somit wartet es auch nach sechs Partien in der Nations League weiter auf den ersten Sieg. Mit nur zwei Punkten nach zwei Spielen droht in dem Wettbewerb wie schon bei der Erstauflage vor zwei Jahren ein Absturz. „Ich bin auch ein bisschen angepisst“, bemerkte Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan.

Der Profi von Manchester City hatte gegen die Schweiz für die zeitige Führung gesorgt (14. Minute). Doch die reichte am Ende wieder nicht. Silvan Widmer (58.) glich für die Eidgenossen aus. „Es war leider ähnlich wie gegen Spanien, da können wir definitiv daran arbeiten, dass wir da mehr Lösungen haben und als Mannschaft mehr Selbstvertrauen“, sagte Interimskapitän Toni Kroos.

Löw sieht darin auf dem komplizierten Weg zur Europameisterschaft, die aufgrund der Corona-Pandemie in den Sommer 2021 verschoben wurde, nur eine von noch vielen Aufgaben. Grund zur Panik sieht er indes nicht. „Ansätze waren gute da, aber natürlich wollen wir im Oktober gewinnen“, sagte der Bundestrainer. Dann geht es in der noch immer vor allem bei den Fans umstrittenen Nations League in der Ukraine und in Köln wieder gegen die Schweiz weiter.

Dass sein teilweise neu formiertes Team auch aufgrund von fast zehn Monaten Corona-Pause, einem unterschiedlichen Fitnessstand der Spieler und des Verzichts auf ein halbes Dutzend Stammkräfte diesmal noch nicht fehlerfrei und konsequent über 90 Minuten agierte, hatte Löw angesichts der besonderen Situation quasi eingeplant: „Das habe ich fast schon erwartet.“ Das Wichtigste für ihn: „Ich habe gesehen, dass die Spieler willig waren, die Dinge umzusetzen.“

Und wenn die vier geschonten Triple-Sieger aus München um Kapitän Manuel Neuer sowie die zwei Champions-League-Halbfinalisten aus Leipzig und auch der neue Chelsea-Profi Kai Havertz wieder dabei sind, werde es auch mit dem ersten Sieg in der Nations League klappen, ist Löw überzeugt. Auf jeden Fall werde es noch eine intensive Analyse geben: „Wir werden die Spiele nochmal anschauen und werden uns überlegen, was im Oktober zu tun ist.“ (dpa)


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