Müller hält FC Bayern auf Meisterkurs – Zäher Derby-Sieg

Arbeitssieg statt Gala-Auftritt: Am Aktionstag des FC Bayern gegen Rassismus muss sich der deutsche Dauermeister mit einem 2:0 im Derby gegen Augsburg begnügen. Der Vorsprung auf Platz zwei wächst am 25. Bundesliga-Spieltag auf vier Punkte.
Epoch Times8. März 2020

Der unverwüstliche Thomas Müller hält den FC Bayern in der Fußball-Bundesliga auf Meisterkurs.

Der 30-Jährige erzielte in einem zähen Derby gegen den FC Augsburg in der 53. Minute die wegweisende Führung beim 2:0 (0:0) für den deutschen Rekordmeister, der seine Tabellenführung auf vier Punkte ausbauen konnte. Der eingewechselte Nationalspieler Leon Goretzka erzielte in der Nachspielzeit mit seinem dritten Saisontor den Endstand. Die Münchner Stars begnügten sich vor 75.000 Zuschauern in der Allianz Arena in der bislang so starken Rückrunde ausnahmsweise mit einem Arbeitssieg.

„Wir haben nicht genug in die Läufe investiert“, sagte Müller beim Pay-TV-Sender Sky. „Kurz vor der Halbzeit sollte ich schon auf 1:0 stellen.“ Er lobte Torwart Manuel Neuer: „So mussten wir uns trotz drückender Überlegen heute bei Manu bedanken.“ Der Torschütze fügte an: „Das ist nicht das Niveau, was wir spielen wollen.“

Der FCA wehrte sich nach Kräften – und wurde offensiv erst spät gefährlich: Nationaltorhüter Neuer parierte einen Schuss von Torjäger Florian Niederlechner, der zudem im Nachschuss das Tor haarscharf verfehlte (80.). Vor Goretzkas 2:0 zählte ein Treffer von Niederlechner wegen Abseits nicht. So wurde es nichts mit einem Überraschungspunkt für die seit fünf Partien sieglosen Schwaben.

„Am Ende ist es schon die Qualität der Bayern“, kommentierte Augsburg-Torwart Andreas Luthe. Er fügte nach seinem zweiten Saisonspiel grinsend an: „In der ersten Halbzeit bin ich fast eingeschlafen.“

Eine Koproduktion zweier ehemaliger Weltmeister entschied die lange lahme Partie. Jérôme Boateng schlug einen lange Ball butterweich in den Strafraum, wo ihn Müller von der Annahme bis zum Abschluss optimal verarbeitete. Danach hätten die Bayern beim 18. Sieg im 21. Pflichtspiel unter Trainer Hansi Flick mehrfach nachlegen können, etwa durch Serge Gnabry, der zweimal knapp vorbei schoss (71./86.).

Bei Müllers 116. Liga-Treffer war auch Andreas Luthe im Augsburger Tor machtlos. Trainer Martin Schmidt hatte den 32-Jährigen anstelle des zu oft patzenden Stammkeepers Tomas Koubek aufgeboten, was sich als gute Entscheidung erwies. Luthe reagierte nach Müllers Führungstor klasse bei Schüssen von Joshua Zirkzee (65.) und Philippe Coutinho (69.). Der Routinier hatte auch in der Vorsaison beim überraschenden 1:1 des FCA in München eine ganz starke Leistung geboten.

Augsburg verteidigte kompakt, während die Bayern lange schwerfällig und berechenbar angriffen. Flanken flogen ins Nichts, ein flottes Kombinationsspiel kam nicht zustande. Im Augsburger Strafraum tat sich wenig, der von Flick im Angriffszentrum aufgebotene Zirkzee (18) konnte sich diesmal als Ersatz für den verletzten Torjäger Robert Lewandowski kaum in Szene setzen.

So gab es in der ersten Hälfte nur eine echte Chance, und die hatte ebenfalls Müller: Nach feiner Vorarbeit von Gnabry traf der 30-Jährige den Ball in aussichtsreicher Position nicht richtig. Augsburg fehlten im Vorwärtsgang lange Mumm und Vermögen.

Das Spiel hatte als Aktionstag des FC Bayern für Vielfalt und Toleranz und gegen jede Form von Rassismus und Hetze einen speziellen Rahmen. Eine Woche nach dem Beinahe-Abbruch des Bayern-Sieges gegen Hoffenheim wegen der Fan-Anfeindungen gegen Dietmar Hopp verlief diesmal auch auf den Rängen der Arena jeglicher Protest im Rahmen. (dpa)



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