Nach frühem Platzverweis: Deutsche U21 geht in Belgien unter

Epoch Times8. September 2020 Aktualisiert: 8. September 2020 18:01
EM-Qualifikation

Derber Dämpfer für den DFB-Nachwuchs: Die deutschen U21-Fußballer haben im Kampf ums erhoffte EM-Ticket einen empfindlichen Rückschlag erlitten.

Das Team von Trainer Stefan Kuntz verlor die wichtige Qualifikationspartie in Belgien mit 1:4 (1:1) und stürzte dadurch von der Tabellenspitze der Gruppe 9. Mike Ndayishimiye (19., 60./Foulelfmeter) per Doppelpack, Charles De Ketelaere (51.) und Lois Openda (76.) trafen beim Geisterspiel in Löwen für die Gastgeber. Für die DFB-Elf, die nach einer Roten Karte gegen Amos Pieper (18.) lange in Unterzahl auskommen musste, erzielte Lukas Nmecha (31./Foulelfmeter) den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Schon das Hinspiel gegen Belgien Mitte November in Freiburg hatte der deutsche Nachwuchs mit 2:3 verloren. Neben den neun Gruppensiegern fahren zwar auch die fünf besten Zweiten zur zweigeteilten EM-Endrunde im kommenden Jahr in Ungarn und Slowenien. Nach der zweiten Niederlage im fünften Spiel dieser Qualifikation könnte das DFB-Team aber auch erstmals seit 2011 eine EM verpassen.

In Löwen hatte die im Vergleich zum 4:1 zuvor gegen Moldau auf einer Position (Maxim Leitsch für Robin Hack) veränderte deutsche Mannschaft mit den flinken Offensivleuten der Belgier große Probleme – und schnell einen Mann weniger. Verteidiger Pieper wusste sich im Laufduell mit dem zweifachen Torschützen aus dem Hinspiel, Openda, nur durch ein Foul zu helfen und flog dafür mit Rot vom Platz. Den fälligen Freistoß aus etwa 17 Metern versenkte der quirlige Ndayishimiye nicht besonders platziert, aber mit Schärfe zur Führung für die Gastgeber.

Der deutsche Nachwuchs erzeugte kaum Torgefahr, bekam nach einem Zupfer von Daouda Peeters gegen Nico Schlotterbeck in der 31. Minute aber zurecht einen Elfmeter. Nmecha verwandelte etwas glücklich. In der Folge stand die Kuntz-Elf zunächst stabiler. Das zweite Gegentor durch einen Flachschuss von De Ketelaere kurz nach der Pause verdauten die Gäste aber nicht mehr. Die deutschen Kräfte schwanden, die Belgier erhöhten. Ndayichimiye traf per Strafstoß, das vorangegangene Foul von Schlotterbeck fand aber außerhalb des Sechzehners statt. 14 Minuten vor Schluss markierte Openda aus kurzer Distanz den Endstand. (dpa)

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