Steht im Mittelpunkt: Alle Mannschaften träumen von der Trophäe des DFB-Pokals.Foto: Matthias Balk/dpa/dpa

Pokal: Vier Bundesligisten im Einsatz – Waldhof darf spielen

Epoch Times13. September 2020 Aktualisiert: 13. September 2020 5:01
Am Samstag ist kein Bundesligist in der ersten Runde des DFB-Pokals gescheitert. Und am Sonntag? Wieder geht es für einige Erstligisten gegen Außenseiter - teilweise vor vielen Zuschauern.

Bleibt die Pleite von Hertha BSC am Freitag die einzige Pokal-Blamage an diesem Wochenende?

Am Samstag hielten sich die Fußball-Bundesligisten weitestgehend schadlos, alle acht Clubs im Einsatz zogen in die zweite Runde ein. Am Sonntag stehen weitere Partien an – der SC Freiburg ist wahrscheinlich froh, überhaupt spielen zu können.

Chemnitzer FC – 1899 Hoffenheim (15.30 Uhr)

AUSGANGSLAGE: Für den neuen TSG-Trainer Sebastian Hoeneß ist es das Pflichtspieldebüt. Er will mit etwa der Mannschaft antreten, die auch nächste Woche den Bundesligaauftakt bestreiten soll. Chemnitz erlebte nach dem Abstieg in die Regionalliga einen personellen Umbruch, die ersten Punktspiele verliefen durchwachsen.

BESONDERES: Hoffenheims Ersatzkeeper Philipp Pentke kehrt an den Ort seiner Wurzeln zurück. Beim Chemnitzer FC reifte er einst zum Profi. Und zum Pokalhelden. Beim 10:9 Sieg der Sachsen über den 1. FSV Mainz 05 2014 war er im Elfmeterschießen der Matchwinner.

STOLPERPOTENZIAL: gering

Hansa Rostock – VfB Stuttgart (15.30 Uhr)

AUSGANGSLAGE: Bereits zum dritten Mal in Serie treffen Hansa und der VfB in der ersten Pokalrunde aufeinander. Nach der Rückkehr in die Bundesliga wollen die Schwaben ihre gute Vorbereitung mit dem Einzug in die nächste Runde unterstreichen. Aber der VfB ist gewarnt: Vor zwei Jahren patzte er in Rostock, im vergangenen Jahr gab es einen knappen 1:0-Sieg.

BESONDERES: Bis zu 7500 Zuschauer sollen im Ostseestadion sein – und damit so viele wie noch nie seit den Corona-Maßnahmen im März. Dass nur Heim-Fans zugelassen sind, wertet VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo als Vorteil für Hansa – als Ausrede lässt der US-Amerikaner das aber nicht gelten. Ein Sieg ist das klare Ziel.

STOLPERPOTENZIAL: mittel

Eintracht Norderstedt – Bayer Leverkusen in Leverkusen (15.30 Uhr)

AUSGANGSLAGE: Der Regionalligist Norderstedt stand zuletzt 2017 im DFB-Pokal und unterlag dort dem Bundesligisten VfL Wolfsburg knapp mit 0:1. Allerdings überließ der Club den Leverkusenern wegen der Corona-Auflagen das Heimrecht, zumal in Norderstedt keine Zuschauer erlaubt gewesen wären. Die Vorfreude auf den Auftritt gegen das Bayer-Starensemble ist groß. „Das wird für die Jungs ein Super-Erlebnis“, sagte Trainer Jens Martens.

BESONDERES: Eintracht-Kapitän Jordan Brown ist einer der wenigen im Team, der schon höherklassig, unter anderem bei Grashoppers Zürich, spielte. Er war schon von drei Jahren gegen Wolfsburg dabei und hofft gegen die Mannschaft von Peter Bosz auf eine ähnlich gute Leistung. „An einem schlechten Tag von Leverkusen und einem Sahne-Tag von uns ist vielleicht etwas möglich“, sagte Brown.

STOLPERPOTENZIAL: gering

SV Waldhof Mannheim – SC Freiburg (18.30 Uhr)

AUSGANGSLAGE: Das Spiel stand auf der Kippe. Nach zwei Corona-Fällen bei den Mannheimern kam erst am Samstagabend die Entwarnung durch das Gesundheitsamt der Stadt. Für „drei Personen – außer den beiden positiv Getesteten – wurde eine 14-tägige Quarantäne angeordnet“, teilte die Stadt mit. Für die weiteren Spieler bestehe nach Ermittlung der Kontaktpersonen keine erhöhte Infektionsgefahr.

BESONDERES: Derby-Stimmung in Baden-Württemberg? Das wird schwierig, schließlich sind gerade mal 460 Zuschauer zugelassen. SC-Trainer Christian Streich muss wieder einmal zeigen, dass seine Mannschaft den Abgang von Stammkräften verkraften kann. Die Nationalspieler Luca Waldschmidt und Robin Koch sowie Stammtorhüter Alexander Schwolow verließen den SC. Klarer Favorit ist Freiburg dennoch.

STOLPERPOTENZIAL: gering (dpa)

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