Journalisten versammelten sich vor der polnischen Botschaft in Tokio, 2. August 2021.Foto: YUKI IWAMURA/AFP via Getty Images

Polen gewährt belarussischer Olympia-Sprinterin humanitäres Visum

Epoch Times2. August 2021 Aktualisiert: 2. August 2021 14:47

Polen hat der belarussischen Olympionikin Kristina Timanowskaja, die nach eigenen Angaben nach Kritik an Sportfunktionären ihres Landes zur Rückkehr nach Belarus gezwungen werden sollte, ein humanitäres Visum ausgestellt.

Die Athletin „steht bereits in direktem Kontakt mit polnischen Diplomaten in Tokio“, erklärte Polens stellvertretender Außenminister Marcin Przydacz am Montag auf Twitter. „Sie hat ein humanitäres Visum erhalten.“

Polen werde alles tun, „was notwendig ist, um ihr zu helfen, ihre Sportkarriere fortzusetzen“, fügte er hinzu. Die 24-jährige Sprinterin hatte Kritik in Online-Medien an den belarussischen Sportfunktionären geübt, weil sie bei den Olympischen Spielen in Japan ohne Rücksprache mit ihr für das 4×400-Meter-Rennen statt für den 200-Meter-Lauf aufgestellt worden war.

Das belarussische Nationale Olympische Komitee (NOK) erklärte daraufhin, Timanowskaja scheide wegen ihres „emotionalen und psychologischen Zustands“ aus dem Wettbewerb aus.

Die Athletin wies die Behauptung zurück und bat das Internationale Olympische Komitee (IOC) um Hilfe: „Ich stehe unter Druck, und sie versuchen, mich gegen meinen Willen außer Landes zu bringen“, sagte sie in einem Video. Die Nacht von Sonntag auf Montag verbrachte sie unter Schutzvorkehrungen in einem Hotel in Japan. (afp)



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