Seit 13 Jahren kein Sieg der Gladbacher gegen den VfL Bochum

Von 16. Januar 2010 Aktualisiert: 16. Januar 2010 23:56

36.245 Zuschauer, darunter etwa 2.000 mitgereiste Anhänger aus Bochum, sahen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in der ersten Halbzeit eine Gastmannschaft, die konsequenter, entschlossener und zielstrebiger zu Werke ging als die heimische Borussia. Bereits in der 12. Minute erzielte Stanislav Sestak das Führungstor für die Gäste, bei dem die Abwehr der Borussia etwas ungeordnet wirkte. In der Folgezeit hatten die Hausherren zwar mehr Spielanteile, konnten sich aber keine zwingenden Chancen herausspielen. Die Gäste aus dem Ruhrpott hingegen standen kompakt und spielten mutig nach vorne. Nach einem Eckball in der 36. Minute traf Zlatko Dedic dann aus kurzer Distanz zum 0:2.

In der zweiten Halbzeit kamen die Gladbacher schwungvoller aus der Kabine und hatten durch Bobadilla, Bradley und zweimal Arango durchaus Möglichkeiten das Spiel noch zu drehen. Eine Viertelstunde vor Schluss erhöhte der fünfmalige Deutsche Meister noch einmal den Druck auf das Tor der Gäste, doch mehr als der Anschlusstreffer durch Fabian Bäcker in der 80. Minute sprang nicht mehr heraus.

Aufgrund der mageren Vorstellung Borussias in der ersten Halbzeit gingen die Bochumer verdient als Sieger vom Platz.

Heiko Herrlich, Trainer des VfL Bochum: “Ich bin sehr zufrieden und ich bin froh, dass wir hier drei Punkte mitgenommen haben. Mit der Art und Weise wie meine Mannschaft hier gespielt hat, gerade in der ersten Halbzeit, bin ich auch sehr zufrieden. In der zweiten Halbzeit haben wir zu viele Ballverluste gehabt, sind dadurch in Bedrängnis gekommen, haben den Anschlusstreffer bekommen und dann noch ein bischen gezittert. Aber insgesamt haben wir den Sieg verdient.”

Der Trainer der Borussia, Michael Frontzeck: “Wir wussten, dass mit Bochum eine schwere Aufgabe auf uns wartet. Das ist eine Mannschaft, die sehr diszipliniert spielt und damit in den letzten Monaten ja auch regelmäßig auswärts gepunktet hat. Wir hatten eine schlechte erste Halbzeit und zwei individuelle Fehler, die die Bochumer eiskalt ausgenutzt haben. Dann wurde es natürlich noch komplizierter und uns ist dann kaum etwas eingefallen. In der zweiten Halbzeit war es dann wesentlich besser. Wenn das Anschlusstor etwas eher fällt haben wir die Möglichkeit das Spiel noch zu biegen. Aber auch nach dem Anschlusstor war es so, dass wir noch drei, vier gute Möglichkeiten hatten. Die Einstellung der Mannschaft hat gestimmt, sie hat sich sicherlich sehr, sehr schwer getan in der ersten Halbzeit; aber hintenraus, vor allem mit der Unterstützung des Publikums, hat sie alles versucht. Es ist traurig und unglücklich, dass du das erste Spiel in der Rückrunde verlierst, aber es ist kein Beinbruch.”

 

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