Die deutschen Skispringer um Karl Geiger setzten sich in Finnland durch.Foto: Markku Ulander/Lehtikuva/dpa/dpa

Skispringer feiern Sieg in Lahti – «Voll auf Attacke»

Epoch Times29. Februar 2020 Aktualisiert: 29. Februar 2020 18:30
Zur Halbzeit des Teamwettkampfs in Lahti liegen die deutschen Skispringer auf Sieg-Kurs. Dann patzt einer von ihnen, und Slowenien zieht vorbei. Am Ende jubelt das Team des Deutschen Skiverbands trotzdem ganz oben auf dem Podium. Vor allem einer ist erleichtert.

Die deutschen Skispringer fielen sich jubelnd in die Arme, Bundestrainer Stefan Horngacher musste nach dem Herzschlagfinale erst einmal kräftig durchpusten: Constantin Schmid, Pius Paschke, Stephan Leyhe und Karl Geiger haben den packenden Teamwettkampf im finnischen Lahti gewonnen.

Angeführt vom Gesamtweltcupzweiten Geiger, der 128 und bei schwierigen Bedingungen 121 Meter weit sprang, setzte sich das deutsche Quartett am Samstag vor Slowenien und Österreich durch. Die DSV-Adler feierten den zweiten Sieg im vierten Team-Weltcup der Saison und stellten erneut ihre starke Form der vergangenen Wochen unter Beweis.

„So haben wir uns das Ende vorgestellt: ganz oben“, sagte Leyhe und ergänzte mit einem Lachen: „Vor den Österreichern!“ Durch den Erfolg holten die in der Nationenwertung zweitplatzierten Deutschen Punkte auf das führende Team aus dem Nachbarland auf. Der Rückstand beträgt nun nur noch 179 Zähler.

„Wir sind richtig froh, dass wir das Ding gewonnen haben heute“, sagte Horngacher in der ARD und sprach von einer „Zitterpartie“. Bereits nach dem ersten Durchgang hatte Deutschland vorne gelegen, doch Startspringer Schmid patzte und ließ Slowenien zu Beginn der zweiten Wettkampfhälfte vorbeiziehen. Seine Mannschaft schaffte aber noch einmal die Wende.

„Zum Glück habe ich tolle Teamkollegen, die ihren Stiefel machen und das ganze noch ausgleichen können“, sagte der sichtlich erleichterte 20 Jahre alte Schmid. Er hatte seinem ersten Sprung auf 127,5 Meter nur 112 Meter folgen lassen.

Paschke (121 und 122 Meter), der den formschwachen Markus Eisenbichler ersetzte, und Leyhe, der 127 und 125 Meter weit sprang, bereiteten den Weg für das große Finale: Vor dem letzten Springer jedes Teams führte Slowenien gerade einmal mit umgerechnet knapp 40 Zentimetern vor Deutschland.

„Ich bin voll auf Attacke gegangen und habe gedacht: Alles oder nichts“, beschrieb Geiger die Herangehensweise an seinen letzten Sprung. Der Plan ging auf: Am Ende siegte Deutschland mit einem Vorsprung von 1,27 Metern. „Das ist ein toller Erfolg für die Mannschaft“, sagte Horngacher, der sich bereits am Vortag über Geigers zweiten Platz im Einzel freuen konnte.

Am Sonntag findet für die Springer der dritte Wettkampf innerhalb von drei Tagen statt – ab 15.30 Uhr (ARD und Eurosport) steht dann wieder ein Einzel auf dem Programm. (dpa)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion