XXL-WM: FIFA sucht Co-Gastgeber für Katar 2022

Epoch Times15. März 2019 Aktualisiert: 15. März 2019 18:38
Der Fußball-Weltverband FIFA hält an seinen Plänen für eine Ausweitung der WM 2022 in Katar von 32 auf 48 Teilnehmer fest. Konkrete Fortschritte wurden beim Treffen des Councils in Miami aber nicht gemacht.„Wir haben dem Council die…

Der Fußball-Weltverband FIFA hält an seinen Plänen für eine Ausweitung der WM 2022 in Katar von 32 auf 48 Teilnehmer fest. Konkrete Fortschritte wurden beim Treffen des Councils in Miami aber nicht gemacht.

„Wir haben dem Council die Machbarkeitsstudie vorgelegt, in der wir zu dem Schluss kommen: Ja, es ist möglich, die WM 2022 von 32 auf 48 Teams auszuweiten – vorausgesetzt, dass einige Bedingungen erfüllt werden“, sagte FIFA-Chef Gianni Infantino nach der Sitzung. Eine endgültige Entscheidung müsse der FIFA-Kongress treffen.

Fraglich bleibt angesichts der diplomatischen Krise in der Golf-Region allerdings, welche Co-Gastgeber es geben kann. „Mein Eindruck ist, dass die politische Lage es völlig offen lässt, ob es zu einer Erweiterung der WM in Katar kommt“, sagte DFB-Präsident und Council-Mitglied Reinhard Grindel der Deutschen Presse-Agentur.

Bis Juni sollten Vorschläge erarbeitet werden, sagte Infantino. Die endgültige Entscheidung über das Format der WM in gut dreieinhalb Jahren treffe der FIFA-Kongress am 5. Juni in Paris, erklärte er und sagte über die mögliche Aufstockung: „Wenn es passiert: fantastisch. Wenn es nicht passiert: fantastisch.“

Das Weltturnier im Wüstenstaat würde bei einer Aufstockung nach dem Modus für die 48er-WM in den USA, Kanada und Mexiko 2026 ausgetragen werden: Die Mannschaften werden auf 16 Dreiergruppen aufgeteilt, anschließend laufen vier K.o.-Runden bis zum Endspiel. Damit sich die geplante Turnierdauer vom 21. November bis 18. Dezember 2022 nicht verlängert, müssen in der Gruppenphase voraussichtlich bis zu sechs Partien pro Tag stattfinden. Insgesamt würde die Anzahl der WM-Spiele von 64 auf 80 steigen.

Problematisch ist, dass Katar von den drei Nachbarländern und potenziellen Co-Gastgebern Bahrain, Vereinigte Arabische Emirate und Saudi-Arabien diplomatisch boykottiert wird. Die Saudis gelten als der Wunsch-Kandidat von Infantino. Aktuell wären die politisch neutralen Oman und Kuwait die aussichtsreichsten Kandidaten für die Rolle als Co-Gastgeber. Insgesamt müssen zwei bis vier weitere Stadien neben den acht geplanten Arenen in Katar gefunden werden. (dpa)

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